Vorlesewettbewerb im Kreishaus Ludwigsburg Versprecher spielen keine Rolle

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Kreisjugendpflegerin Judith Heintze (zweite von rechts) mit den 16 Teilnehmern des ersten Kreisentscheids.⇥ Foto: Martin Kalb

Der 61. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels startete mit dem ersten Kreisentscheid am Montag im Kreishaus Ludwigsburg.

Am Montag begann der 61. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels im Kreishaus in Ludwigsburg. Insgesamt nehmen 48 Sieger der Schulentscheide im Kreis Ludwigsburg an den drei Kreisentscheiden des Wettbewerbs von Montag bis Mittwoch teil. Drei Tage lang lesen Sechstklässler im Kreishaus in Ludwigsburg Textstellen aus ihren selbst gewählten Büchern vor. So bekamen die Zuhörer am Montag neben den „Drei Ausrufezeichen“ – die weibliche Version der „Drei Fragezeichen“ – auch Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“ sowie „Die Geschichte von Malala“ über eine Kinderrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin in Pakistan zu hören.

14 Mädchen, zwei Jungen

„Der Wettbewerb soll ermutigen, dass ihr euch mit dem Lesen beschäftigt“, sagte Kreisjugendpflegerin Judith Heintze zu Beginn der Veranstaltung. 14 Schülerinnen und zwei Schüler der Region Ludwigsburg West, unter anderem aus Bönnigheim, Sachsenheim und Markgröningen, traten am Montag gegeneinander im Kreisentscheid an. „Wenn ihr euch verhaspelt, ist das überhaupt nicht schlimm. Das wird nicht gewertet. Wir freuen uns auf eure Beiträge“, ermunterte Heintze die nervösen Teilnehmer. Schließlich sei auch das Stofftier Laura, die Landratsamt-Leseratte, dabei.

Bewertet wurden die Leser von einer fünfköpfigen Jury bestehend aus dem Bietigheimer Autor Günther Bentele, Bettina Schwegler, der Leiterin der Bücherei Pleidelsheim, Dr. Claudia Mocek, Chefredakteurin der Bietigheimer Zeitung, Monika Lichtenfeld vom Staatlichen Schulamt Ludwigsburg sowie Friedemann Kaleschke, Landessieger des Vorlesewettbewerbs 2017. Die Beurteilungskriterien waren nicht die Buchauswahl oder gar die Versprecher, sondern die Lesetechnik im Allgemeinen, die Interpretation und die Textstellenauswahl. Nachdem die Vorleser versuchten, die Jury von sich zu überzeugen, wählten die Juroren drei Finalisten aus, die nach einer zweiminütigen Vorbereitungszeit einen Fremdtext lesen mussten. Während sich die Jury über diese zweite Lesung abermals beratschlagte, unterhielt Zauberkünstler Jürgen Metzger das wartende Publikum, bestehend aus den Teilnehmern des Wettbewerbs mit ihren Familien und Lehrern.

Den ersten Platz belegte Ann-Sophie Fabritius vom Stromberg-Gymnasium Vaihingen. Anke Broghammer, die die Glems­tal-Gemeinschaftsschule in Schwie­berdingen-Hemmingen besucht, errang den zweiten Platz. Der dritte Platz ging an Helena Marie Neitzel vom Hans-Grüninger-Gymnasium in Markgröningen. Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und einen Buchpreis.

„Vielen Dank, dass ihr uns in so viele Welten mitgenommen habt“, verabschiedete Heintze die Teilnehmer. „Wir hatten heute ein richtig hohes Niveau“, lobte die Kreisjugendpflegerin.

Info Mit rund 600 000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb einer der ältesten und größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. An den regionalen Entscheiden beteiligen sich bundesweit rund 7000 Schüler der 6. Klassen. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der Sieger des Kreiswettbewerbs darf zum Bezirksentscheid fahren.

 
 
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