Votum Beim Bürgerentscheid in Mundelsheim stimmten 56,81 Prozent für die Umsetzung von „Benzäcker“

MUNDELSHEIM. 1735 der knapp 2800 Wahlberechtigen stimmten beim Bürgerentscheid am Sonntag über das geplante interkommunale Gewerbegebiet „Benzäcker“ ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 62,77 Prozent und das Ergebnis ist eindeutig: 56,81 Prozent unterstützen dabei die Gemeinde, dass mit der interkommunalen Entwicklung des regionalen Gewerbeschwerpunktes „Benzäcker“ begonnen wird und die hierzu erforderlichen Maßnahmen, wie Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplanes, eingeleitet werden. Damit stimmt 984 Wahlberechtigte dafür, 748 sprachen sich dagegen aus.

„Mit der Entscheidung in Mundelsheim ist ein erster Schritt für die Neuansiedlung von Zukunftstechnologien in der Region getan“, bewertet Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor des Verbands Region Stuttgart, am Sonntagabend das Ergebnis. Für die Schaffung eines Gewerbe- und Innovationspark auf den Mundelsheimer „Benzäckern“ könne nun die erforderliche Änderung des Regionalplanes weiter fortgeführt werden.

Die Fläche von rund 20 Hektar an der Autobahn 81 war umstritten. Als Gegenargumente wurde neben dem Boden- und Landschaftsschutz auch die Sicherung der Ernährungsgrundlage und die Angst vor Verkehr und steigenden Preisen genannt.

„Es ist gut, dass die Bürgerschaft bereit ist, die ,Benzäcker‘ zu einem Gewerbegebiet zu entwickeln und damit die Grünzugänderung, die die Regionalversammlung angestoßen hat, mitzutragen. Dadurch übernehmen sie die Mitverantwortung für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Transformation der Wirtschaft in der Region Stuttgart“; betonte Lahl. Mit der Entscheidung sei ein erster Schritt für die Neuansiedlung von Zukunftstechnologien der Region getan.

Dr. Walter Rogg, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) begrüßt ausdrücklich das positive Votum der Mundelsheim Bürgerinnen und Bürger: „Der vom Gemeinderat initiierte Bürgerentscheid hat eine deutliche Signalwirkung für Zukunftsinvestitionen in der Region Stuttgart.“

Jürgen Kunz