Wahl Bürgermeister Fleig im Amt bestätigt

Von
Über die hohe Wahlbeteiligung und seine Wiederwahl freute sich Bürgermeister Alexander Fleig mit Frau Karola und Tochter Greta. ⇥ Foto: Martin Kalb

Es war das erwartet deutliche Ergebnis: Mit rund 97 Prozent der abgegeben Stimmen wurde Amtsinhaber Alexander Fleig erneut zum Bürgermeister von Freudental gewählt.

Obwohl hier schon im Vorfeld alles klar schien, war das Interesse der Freudentaler nicht gebrochen: Die Wahlbeteiligung lag nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis bei 52,9 Prozent. Alexander Fleig bekam bei der Wahl 1038 Stimmen, sein Kontrahent Ulrich Raisch kam auf 24 Stimmen. Damit kann Fleig die Projekte, für die in den letzten Jahren die Weichen gestellt wurden, mit dem Gemeinderat weiter entwickeln. Applaus und viele Glückwünsche gab es für den 47-Jährigen am Sonntagabend im Bürgerhaus, als das Ergebnis verkündet wurde. Zahlreiche Bürgermeister aus den Nachbargemeinden gratulierten Fleig zur Wiederwahl.

Stolz auf die Wahlbeteiligung

„Ich bin überwältigt von dem Super-Ergebnis“, sagte der Amtsinhaber nach Bekanntgabe der Zahlen. „Die Wahlbeteiligung freut mich riesig, darauf können wir alle stolz sein“, so Fleig. Das Ergebnis sei „Auftrag und Ansporn für die nächsten Jahre“, erklärte der Rathauschef, der auch dem unterlegenen Raisch Anerkennung für sein Engagement aussprach.

Es war früh klar, dass der Musikpädagoge Ulrich Raisch auch hier kaum eine Chance haben würde. Zig Mal hat er sich bereits für das Amt eines Bürgermeisters beworben, mit wenig Erfolg. Auch in Freudental fehlte ihm letztlich die Sachkenntnis und die Bürgernähe, die man von weit außerhalb nicht entwickeln kann.

Fleig hat dies in den letzten Jahren vorbildlich praktiziert und sich eingebracht seit seinem Amtsantritt nach dem Weggang der früheren Bürgermeisterin Dorothea Bachmann, die in Freudental plötzlich die Segel strich und 2011 Bürgermeisterin in Hechingen wurde. In der Interimszeit übernahm der Zweite Bürgermeister Ulrich Greß die Amtsgeschäfte, bevor der parteilose Fleig die Wahl im Jahr 2012 mit 62 Prozent der Stimmen gewann. Der frühere Kämmerer aus Großbottwar wechselte seinen Wohnsitz ans andere Ende des Landkreises, in eine Verwaltung, die heute noch ausschließlich aus Frauen besteht.

Viele Vorhaben umgesetzt

Die Einführung der Ganztagsschule klappte im zweiten Anlauf, die Nahwärmeversorgung funktionierte auf Anhieb, die Entwicklung der Ortsmitte ist in vollem Gang, ein Kreisverkehr wird ab Herbst den Verkehr am Königsträßle verbessern. Nun schaffte Fleig es auch, einen Supermarkt in den Ort zu holen und ein neues Wohngebiet genehmigt zu bekommen, für das gerade intensiv geplant wird. Die Finanzierbarkeit aller Projekte hatte er dabei als Kämmerer stets im Blick, ebenso wie die Bürgerschaft. Bei der Bürgerinitiative gegen das Windrad im Stromberg war er ebenso dabei wie in Arbeitskreisen der Kommune, er verpasste kaum eine Hauptversammlung oder eine Veranstaltung der örtlichen Vereine.

Trotz aller Vorteile gegenüber seinem Gegenkandidaten nahm er den Wahlkampf ernst, weil es ihm wichtig war, die Bürgerinnen und Bürger zu überzeugen. Auch eine öffentliche Kandidatenvorstellung gab es, in der erwartungsgemäß der Amtsinhaber dominierte.

 
 
- Anzeige -