Der neue Landtag von Baden-Württemberg ist gewählt, die Gewinner und Verlierer, die Parteien, die es ins Gremium geschafft haben, stehen fest. In der BZ-Wahlnachlese schauen wir nochmals auf das Wählerverhalten im Wahlkreis 13 (Vaihingen) in Bönnigheim, Sachsenheim, Sersheim und Oberriexingen – freilich ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.
Wahlkreis 13 Hohenhaslach bevorzugt Schwarz
Das Wahlverhalten in Bönnigheim, Sachsenheim, Sersheim und Oberriexingen folgt dem Landestrend.
Mit 72,5 Prozent Wahlbeteiligung liegt Bönnigheim etwas über dem Landesschnitt, von den 4018 Bürgerinnen und Bürgern der Ganerbenstadt entschieden sich 1516 für die Briefwahl.
Epple in Bönnigheim stark
Bei den Erststimmen konnte Konrad Epple, CDU, 36,5 Prozent auf sich verbuchen, gefolgt von Meike Günter von den Grünen mit 28,0 Prozent und Nikolaos Boutakoglou von der AfD, der auf 17,7 Prozent kam. Torsten Liebig, SPD, folgt mit 7,5 Prozent, gefolgt von Helena Herzig, FDP (5,3 Prozent) und Steve Burgstett von den Linken (4,1 Prozent). Bei den Zweitstimmen mussten die Grünen im Vergleich zu 2021 einen Rückgang von 5,6 Prozentpunkten hinnehmen und landen nun bei 29,6 Prozent, die CDU konnte hingegen an Boden gut machen, sie legte um 10,5 Prozentpunkte zu und erhielt 31,0 Prozent. Die Sozialdemokraten verloren in der Wählergunst im Vergleich zu 2021 3,3 Prozentpunkte und landen bei 5,3 Prozent. Die FDP rutschte von 9,5 auf 4,9 Prozent ab.
Wahlgewinner und somit dem Landestrend folgend ist die AfD, die ihre Stimmanteile von 9,7 auf 20 Prozent mehr als verdoppeln konnte. Die Linke bleibt mit 3,0 (2012: 3,4) Prozent nahezu konstant, die restlichen Parteien vereinigten 7,8 (8,7) Prozent auf sich.
In Sachsenheim konnten 9195 Bürgerinnen und Bürger für die Landtagswahl mobilisiert werden, was einer Beteiligung am Urnengang von 71 Prozent entspricht, Briefwähler davon waren 2988. Konrad Epple erzielte hierbei 36,1 Prozent, Meike Günter 23,9 und Nikolaos Boutakoglou 21,2 Prozent. Torsten Liebig lag bei 8,6, Helena Herzig bei 5,5 und Steve Burgstett bei 3,9 Prozent. Bei den Zweitstimmen sind die Christdemokraten mit 32,2 Prozent die stärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 27,8 und der AfD mit 21,1 Prozent. Einen Vergleich mit der 2021er-Landtagswahl gibt es hier nicht. Die SPD kommt in Sachsenheim auf 4,9 Prozent, die FDP auf 4,6 Prozent und die Linke auf 2,8. Die übrigen Parteien können zusammen 6,6 Prozent auf sich vereinigen.
In Sersheim lag die Wahlbeteiligung bei 73,2 Prozent, was 2816 Wählern entspricht, von denen 1047 die Briefwahl bevorzugten. Konrad Epple kommt hier auf 33,8 Prozent, Meike Günter auf 26,1 und Nikolaos Boutakoglou auf 20,3 Prozent, Steve Burgstett auf 4,5. Bei den Zweitstimmen verlieren auch hier die Grünen, wenn auch leicht, und landen bei 29,4 Prozent (2021: 31,8). Die Christdemokraten können um 10,5 Prozentpunkte zulegen und sind bei 31 Prozent angelangt.
Die AfD verdoppelt auch hier ihr Ergebnis von 2021 von 9,7 auf 20 Prozent. Die SPD büßt 3,3 Prozentpunkte in der Wählergunst ein und landet bei 5,3, die FDP fällt von 9,5 auf nunmehr 4,9 Prozent, die Linke legt um 0,8 Prozentpunkte zu und hat 2,5 Prozent. Die restlichen Parteien kommen zusammen auf 6,8 Prozent – was insofern bemerkenswert ist, weil diese Kleinparteien vor fünf Jahren noch 18,2 Prozent der Wähler für sich begeistern konnten.
Zuletzt noch ein Blick auf Oberriexingen. In der Römerstadt wurde mit einer Wahlbeteiligung von stolzen 78,9 Prozent der höchste Wert innerhalb des Wahlkreises 13 erreicht. Die 1960 Erststimmen verteilten sich auf 36,4 Prozent für Konrad Epple, Meike Günter erreichte 27,5 Prozent, 18,6 Prozent konnte Nikolaos Boutakoglou für sich gewinnen, Torsten Liebig erhielt 7,4 und Helena Herzig 6,3 Prozent. Bei Steve Burgstett waren es 3,2 Prozent.
„Hochburgen“ der Parteien
Auch wenn in den vier Kommunen das Wahlverhalten weitestgehend dem Landestrend folgt, so gibt es dennoch auch „Hochburgen“ der vier im künftigen Landtag vertretenen Parteien. So sind die Grünen in Sersheim im Zuständigkeitsgebiet des Wahllokals „Luggeleskindergarten“ mit 33,4 Prozent am stärksten. Besonders hoch in der Wählergunst steht die CDU im Sachsenheimer Teilort Hohenhaslach, wo sie – im Wahllokal „Kindergarten unterm Weinberg“ – auf 41,5 Prozent kommt. Am stärksten ist die AfD mit 29,8 Prozent in Spielberg, die SPD punktet in Bönnigheim-West, wo sie 7,4 Prozent erhielt.
