Ein Holzschild mit dem Hinweis, dass es hier zum Gleis 9 ¾ geht und in derselben Richtung „Hogsmeade“ sowie die Heulende Hütte liegt, zeigt an, dass sich hier alles um den Zauberer Harry Potter dreht. Die Rede ist vom evangelischen Ferienwaldheim in Großsachsenheim, das in diesem Jahr unter diesem Motto stattfand. Zum Glück präsentiert sich das Lichtenstern-Gymnasium jedoch nicht wie die windschiefe Heulende Hütte in Joanne K. Rowlings Romanen. Aber sonst erinnert das Sachsenheimer Schulgebäude durchaus an die Zauberschule „Hogwarts“. Das sechsköpfige Ferienwaldheim-Leitungsteam um Julius von Witzleben und Afroditi Kalaitzidou blickt voller Freude auf die zurückliegenden und ereignisreichen Wochen zurück.
Waldheim in Sachsenheim „Hogwarts“ auf dem Schulcampus
Beim evangelischen Ferienwaldheim drehte sich alles um Harry Potter. Rund 180 Kinder hatten viel Spaß in den zwei Wochen, die sie auf dem Gelände des Lichtenstern-Gymnasiums verbracht haben.
Knapp 180 Kinder im Waldheim
Knapp 180 Kinder, die meisten aus Sachsenheim sowie sechs aus der Ukraine und zwei aus Eritrea, hatten hier seit Ende Juli einen Heidenspaß und wandelten auf den Spuren von Harry Potter und dessen Gefährten Hermine Granger und Ron Weasley.
32 ehrenamtliche Mitarbeiter haben sich ein umfangreiches Programm ausgedacht und betreuten die putzmuntere Schar der Waldheim-Kinder. Zwei bis drei Betreuer waren jeweils für rund 15 Kinder zuständig.
In den vergangenen zwei Wochen wurden Geländespiele gemacht, der Zaubersport „Quidditch“ gespielt und viel gebastelt. In den Bastelgruppen sind beispielsweise Zauberer-Umhänge, und Zauberstäbe entstanden. Es wurde auch gebatikt und sogar Zaubertränke aus Säften gemixt, kurz und gut, Langeweile hatte beim Ferienwaldheim keine Chance. Am Sonntag wurde ein großer Gottesdienst abgehalten. Das Thema Harry Potter habe man mit der Bibel verknüpft, so habe man Parallelen gezogen, wie Jesus und Harry Potter ihre Freunde gefunden haben, sagt Julius von Witzleben.
Warteliste für Ferienwaldheim
Die Nachfrage nach dem Ferienwaldheim sei erneut riesig gewesen, berichtet Afroditi Kalaitzidou. Auch dieses Jahr habe es wieder eine Warteliste gegeben. Hinter den Kulissen lief laut Leitungsteams ebenfalls alles reibungslos. Der Umstand, dass gegenwärtig die Schulküche umgebaut wird und deshalb nicht genutzt werden konnte, war insofern kein Problem, weil das Küchenteam die Küche von Oliver Häcker nutzen durfte. Es gab selbstverständlich auch Maultaschen verriet Julius von Witzleben mit einem Schmunzeln. Er und Afroditi Kalaitzidou berichten im Gespräch mit der BZ, dass die Organisation einmal mehr super geklappt habe.
Viele helfende Hände
Von den in Sachsenheim ansässigen Bäckereien Kutterer und Clement gab es Brötchen, Alwa hat für die Getränke gesorgt, die Spülküche stammt vom TV Großsachsenheim um nur einige zu nennen. Die vielen helfenden Hände im Hintergrund, davon einige Eltern von Waldheim-Kindern, sorgten für einen reibungslosen Ablauf, so hatten die Kinder jeden Tag ein Frühstück, ein vollwertiges Mittagessen und Abendessen.
Seit 1999 findet das Ferienwaldheim auf dem Gelände und im Gebäude des Lichtensterngymnasiums statt. Dort habe man ideale Voraussetzungen, loben Julius von Witzleben und Afroditi Kalaitzidou die Örtlichkeit. Als das Wetter vorige Woche eher durchwachsen war, sei dies ein großer Vorteil gewesen. Das Leitungsteam macht sich bereits Gedanken, unter welchem Motto das nächste Waldheim stattfinden könnte. Es gibt schon Ideen, aber mehr wolle man noch nicht verraten.
Nun dürften künftig in Sachsenheim vermehrt Kinder und Jugendliche mit einem Harry-Potter-T-Shirt anzutreffen sein, denn ein solches hat jeder Teilnehmer bekommen. Am gestrigen Abend gab es noch eine große Abschlussveranstaltung mit Gesang und Tanzaufführungen für die zuvor eifrig geübt wurde.
