Seit etwa anderthalb Jahren gibt es nun die Abteilung Walking Football beim TV Metterzimmern. Damit gehört der Verein aus dem Bietigheimer Ortsteil bislang zu der recht überschaubaren Zahl an Klubs im Südwesten, der diese Sportart anbietet.
Walking Football Metterzimmern Fußball ohne Torwart
Als einer von nur sehr wenigen Vereinen im Kreis wird die recht junge Sportart beim TV Metterzimmern betrieben. Etwa ein Dutzend Sportler nutzen das Angebot bislang.
Ursprünglich stammt die Variante des Fußballs, die sich an Spieler jenseits der 50 wendet, aus England. Dort wird seit 2011 Walking Football gespielt und mittlerweile sind bereits mehrere hundert Vereine in einem eigenen Verband organisiert. Von solchen Zahlen ist man hierzulande noch weit entfernt. Schwerpunkte in Deutschland liegen bislang in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin.
Ein Dutzend Walking Footballer beim TV Metterzimmern
In Metterzimmern gibt es insgesamt ein Dutzend Fußballer zwischen Ende 40 und 70 Jahren, die das Angebot nutzen. Davon sind mindestens sechs bis acht Sportler jede Woche vor Ort, um anderthalb Stunden zu trainieren und miteinander zu spielen. Bislang nehmen ausschließlich Männer das Sportangebot wahr, dabei dürfen auch gemischte Teams aus Männern und Frauen antreten. „Es macht unwahrscheinlich viel Spaß“, sagt Raimund Schiffer, der der Ansprechpartner für Walking Football beim TVM ist. „Wir würden uns über weitere Interessierte freuen, die zu uns kommen“, sagt er. Dann könnte der TVM auch eine eigene Mannschaft stellen, die in Freundschaftsspielen oder bei Meisterschaften antritt. Bislang war das noch nicht der Fall. Einzig Schiffer selbst nahm in diesem Jahr an der Württembergischen Meisterschaft teil, die vom SV Mietingen ausgerichtet wurde. In einer Mannschaft mit acht Spielern aus drei verschiedenen Vereinen wurde er am Ende Vizemeister.
Alle Teilnehmer des Turniers seien mit großer Begeisterung dabei gewesen, berichtet Schiffer. „Der Ehrgeiz, die eigenen Spiele zu gewinnen, ist natürlich vorhanden. Gleichzeitig gibt es eine große Fairness beim Walking Football“, sagt er.
Spiel ohne Torhüter und ohne härteren Körperkontakt
Im Großen und Ganzen sind die Regeln des Spiels dieselben wie beim Fußball, nur, dass das Spielfeld kleiner ist und ohne Torhüter gespielt wird. Die Tore sind drei Meter breit und einen Meter hoch. Zudem darf nicht gerannt, sondern nur gegangen werden. Ein Fuß muss immer auf dem Boden sein. Der Ball darf maximal hüfthoch gespielt werden und Grätschen sowie härterer Körperkontakt sind verboten. Somit ist Walking Football ideal für ältere Sportler. Die Mannschaftsgröße ist variabel, von fünf gegen fünf bis acht gegen acht ist alles möglich. Entsprechend der Zahl der Spieler kann auch die Größe des Spielfelds angepasst werden.
„Der DFB und der WFV pushen Walking Football gerade. Wir würden uns auch sehr freuen, wenn der ein oder andere den Weg zu uns finden würde“, bekräftigt Schiffer. Üblicherweise findet das gemeinsame Training freitagabends in der Sporthalle in Metterzimmern statt, im Sommer auch draußen. Da die Halle in den Sommerferien jedoch geschlossen bleibt, ist auch der Freitags-Termin pausiert. Zunächst haben die Sportler ein Training für diesen Dienstag (18 Uhr) vereinbart. Über die weiteren Termine wird dann von Woche zu Woche entschieden.
