Sachsenheim investiert in Wasserschloss, Schule, Kiga 14 Millionen für drei Baustellen

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Die Gemeinschaftsschule in Sachsenheim soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden.⇥ Foto: Werner Kuhnle

Noch dieses Jahr will die Stadt das Wasserschloss und die Gemeinschaftsschule fertigstellen. Außerdem sollen zahlreiche neue Kindergartenplätze geschaffen werden.

Es sind große Summen für drei große Projekte, die die Stadt Sachsenheim in diesem Jahr in Anspruch nehmen wird. Diese heißen: Wasserschloss, Gemeinschaftsschule und Kinderbetreuung. Sie dominieren den Investitionshaushalt im Haushaltsplan 2020, den die Stadtverwaltung kürzlich in den Gemeinderat eingebracht hat. Gut 20 Millionen Euro will die Stadt in Bauvorhaben investieren. Mehr als zwei Drittel, gut 14 Millionen Euro, allein für diese Posten.

Kinderbetreuung Mehr als 80 Betreuungsplätze fehlten zuletzt. Unter anderem die Neubaugebiete der vergangenen Jahre haben die Zahlen hier in die Höhe schnellen lassen. Verwaltung und Gemeinderat haben 2019 zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Rund 5,5 Millionen Euro sind allein dieses Jahr für Erweiterungen und Neubauten eingeplant. Schnelle Abhilfe verspricht sich die Stadt von Waldkindergartengruppen. Gleich zwei könnten 2020 realisiert werden, in Groß- und Keinsachsenheim. Das würde für nur knapp 300 000 Euro 40 neue Plätze schaffen.

Die weiteren Projekte sind wesentlich teurer. Eine Finanzierungsrate von 800 000 Euro ist für die Erweiterung des Kindergartens Arche Noah um zwei Gruppen plus weitere Sanitärbereiche in Großsachsenheim eingeplant. Insgesamt kostet das Vorhaben, das 2021 fertig werden soll, 2,5 Millionen Euro. Für den Anbau an der Villa Sonnenschein ist dieses Jahr eine Finanzierungsrate von 1,15 Millionen Euro geplant.

Die dringend notwendige Sanierungsrate des Kindergartens Regenbogen nimmt 2020 Fahrt auf. Für 1,65 Millionen Euro wird unter anderem mit einer energetischen Sanierung dafür gesorgt, dass Kinder und Erzieher im Winter nicht mehr frieren müssen. Darüber hinaus soll es eine erste Finanzierungsrate von 800 000 Euro für den Kindergarten „Klopferle“ geben, der zwischen den Kindergärten Mobile und Pfiffikus in Großsachsenheim entsteht. Hier sollen ab Mitte 2021 dann 75 Kinder Platz finden. Gesamtkosten: 2,6 Millionen Euro. 760 000 Euro sind zudem für den Kindergarten Uhlandstraße eingeplant. Dort soll eine Interimslösung auf einem nicht bebauten Privatgrundstück schnelle Abhilfe beim Platzmangel schaffen. Hier ist die Hoffnung, im Oktober mit dem Betrieb starten zu können.

Gemeinschaftsschule Finanziell ist das Projekt mit einer Abschlussrate auch noch in der Finanzplanung 2021 vermerkt. Fertig werden soll die Schule aber noch dieses Jahr. Und dafür werden noch einmal 5,8 Millionen Euro benötigt. Gesamtkosten: 14,2 Millionen Euro. Wie berichtet kann der Einzug in den aufwendig sanierten und erweiterten Bau B nicht wie geplant zum neuen Schuljahr erfolgen. Die Fertigstellung wird sogar erst zum Jahreswechsel stattfinden, wie die Verwaltung Ende 2019 verlautbaren ließ. Peu à peu sollen die Klassenzimmer aber ab Herbst bezogen werden, um dem Platzmangel Abhilfe zu verschaffen.

Wasserschloss 2,9 Millionen Euro kostet das Wasserschloss noch einmal im Jahr seiner Fertigstellung. Auch hier gab es einige Kostensteigerungen, zum Beispiel jene um 800 000 Euro im vergangenen Dezember. Diese hievte das Projekt auf 11,3 Millionen Euro. Ursprünglich waren acht Millionen eingeplant. Die mit Schadstoffen belastete Außenfassade, die erheblich zur Kostensteigerung beitrug, ist bereits fertiggestellt, jetzt kommen noch die Arbeiten im Innenbereich. Dort wurde zuletzt unter anderem ein Aufzug eingebaut. Im Wahrzeichen der Stadt findet dann wieder die Verwaltung Platz, die aktuell in mehreren Gebäuden über Großsachsenheim verteilt untergebracht ist.

Ein weiteres neues Großprojekt wird die Stadt laut Haushaltsentwurf nicht angehen. Hier soll es laut Kämmerer Lars Roller 2021 wieder in die Vollen gehen. Dann gerät – verläuft alles nach Plan – das Kirbachtal in den Fokus: Dann soll die Hohenhaslacher Kirbachschule saniert und gegebenenfalls erweitert werden. Auch das Projekt Feuerwache Kirbachtal will die Stadt weiter forcieren. Hier gibt es keine Einigung bezüglich des Grundstücks. Außerdem steht das Gewerbegebiet Leimengrube in Hohenhaslach an.

Info Der Haushalt wurde am 5. März ins Gremium eingebracht. Nach bisherigem Stand ist die Debatte und wenn möglich gleich die Verabschiedung für den 2. April geplant.

 
 
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