WFV-Pokal 2. Runde Krasser Außenseiter hält lange die Null

Von Claus Pfitzer
Gwang-in Lee (links) und der SGV Heilbronn-Freiberg erzielten gegen Cedric Schröder (rechts) und den SV Kornwestheim alle acht Treffer in Durchgang zwei. Foto: /Martin Kalb

Der Regionalligist SGV Heilbronn-Freiberg erzielt in der zweiten Pokalrunde beim SV Kornwestheim die Tore zum 8:0-Sieg erst in der zweiten Halbzeit.

Am Ende war es dann doch noch der erwartet klare Sieg für den SGV Heilbronn-Freiberg in der zweiten Runde des württembergischen Pokalwettbewerbs beim Bezirksligisten und Bezirkspokalsieger SV Kornwestheim. Mit einem 8:0 zog der SGV eine Woche vor dem Saisonstart in der Regionalliga in die dritte Runde ein und spielt am 11. August (17.30 Uhr) beim Oberligisten TSG Backnang.

Allerdings tat sich die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku lange schwer gegen die aufopferungsvoll verteidigenden Kornwestheimer, die bis zur Halbzeitpause die Null hielten. Erst in der zweiten Hälfte kam die Tormaschine des Favoriten auf Hochtouren. Minos Gourras, erst in der 59. Minute eingewechselt, schnürte dabei einen Viererpack. „Der Ball wollte zuerst nicht rein. Kornwestheim hat leidenschaftlich gespielt. Wir haben viel kreiert, aber die Körperlichkeit hat nicht gepasst. Jetzt liegt der volle Fokus auf Liga, dafür haben wir hart gearbeitet. Wir sind mega froh, dass es losgeht. Wir müssen in jeder Minute unsere Topleistung bringen“, meinte Lushtaku.

Kornwestheim geht die Kraft aus

„Wir haben gefightet und alles reingeworfen. Die erste Halbzeit war super von den Jungs, toll, wie sie die Zweikämpfe angenommen haben. Vor dem Spiel wäre ich mit so einem Ergebnis zufrieden gewesen, jetzt ist es doch um das eine oder andere Tor zu hoch ausgefallen. Wir wollten kämpfen und genießen, in der zweiten Halbzeit ist uns die Kraft ausgegangen“, war SVK-Coach Roberto Raimondo stolz auf die Leistung seiner Mannschaft und konnte aus der „sehr guten Einheit“ einige Dinge für seine Arbeit mitnehmen. „Das Pressing des SGV ist gigantisch, so wollen wir auch spielen. Auch wie sie die Box mit vier, fünf Mann besetzen. Das macht Spaß“, verriet er.

Bei den Gästen bot Trainer Lushtaku Gwang-in Lee als zentrale Spitze auf, Megan Valpoort fehlte verletzt, und der andere Spezialist für das Sturmzentrum, Justin Steinkötter, saß zunächst auf der Bank.

Der SGV hatte zwar viel Ballbesitz und erspielte sich gegen die gut stehenden Kornwestheimer Defensive auch die eine oder andere Chance, es fehlte aber die Genauigkeit im Abschluss, zudem parierte SVK-Schlussmann Steffen Scheck dreimal bravourös. Allzu leichtfertig ging der Regionalligist auch mit den Standardsituationen um.

Mit Matt-Brahan Zie und Justin Steinkötter kam dann zur zweiten Halbzeit frischer Schwung, Spielfreude und Tempo ins Offensivspiel der Gäste. Die Kornwestheimer mussten ihrem hohen Aufwand mehr und mehr Tribut zollen, rückten zudem weiter auf und öffneten so Räume.

Hattrick binnen 16 Minuten

Mit seinem Kopfballtor zum 1:0 nach einer Maßflanke von Michael Martin eröffnete SGV-Kapitän Paul Polauke den Torreigen (48.). Steinkötter nach glänzendem Zuspiel von Zie (52.) und Marius Köhl mit einem platzierten Flachschuss aus 17 Metern (56.) erhöhten anschließend schnell auf 3:0.

Danach musste SGV-Schlussmann Benedikt Grawe bei einem Flachschuss von Zdenek Polizoakis das einzige Mal ernsthaft eingreifen (60.). Gouras war von der SVK-Defensive nicht zu stoppen und erzielte nach zwei Pässen von Köhl und einem Zuspiel von Tim Latteier innerhalb 16 Minuten einen Hattrick (63./70./79.). Seinen vierten Treffer zum 8:0-Endstand markierte der 28-Jährige per Kopf zum 8:0-Endstand. Mit dem 7:0 fünf Minuten zuvor hatte Köhl sein feines Solo gekrönt.

 
 
- Anzeige -