Wiedersehen im DHB-Pokal Haller debütiert gegen Ex-Klub SG BBM

Von bzh
Ein Bild aus alten Zeiten: Robin Haller setzt sich am 17. März 2019 im Bundesliga-Heimspiel der SG BBM gegen den TVB Stuttgart (rechts Lukas von Deschwanden ) durch. Seit dieser Woche steht der 36-jährige Rückraumspieler beim Bietigheimer Pokalgegner SG Leutershausen unter Vertrag. Foto: /Marco Wolf

Die SG BBM tritt im DHB-Pokal bei Drittligist SG Leutershausen zum ersten Pflichtspiel der Saison 2022/23. Dort trifft der Bietigheimer Zweitligist auf seinen einstigen Publikumsliebling und Dauerbrenner.

Mit dem Pokalspiel bei der SG Leutershausen starten die Handballer der SG BBM Bietigheim an diesem Samstag (20 Uhr) in die Saison 2022/23. Und treffen neben ihrem früheren Linksaußen Johnny Scholz einen weiteren alten Bekannten: Bei den „Roten Teufeln“ von der Bergstraße steht seit wenigen Tagen der frühere SG-Akteur Robin Haller unter Vertrag.

Der Wechsel des 36-Jährigen überraschte. Die „Hausener“ suchten einen Ersatz für den kurzfristig ausgeschiedenen Kapitän Niklas Ruß, Haller eine neue Herausforderung. Die findet der zuletzt beim Zweitliga-Aufsteiger Potsdam spielende Rückraumakteur nun bei der SGL. Seine Rolle: Als spielender Co-Trainer soll er der verlängerte Arm von Coach Marc Nagel auf dem Feld sein, diesen zudem in der Trainingsarbeit entlasten.

Haller sieht Außenseiterchance

„Ich bin nicht nach Leutershausen gegangen, um gegen den Abstieg zu spielen oder im Mittelfeld herumzudümpeln“, macht Haller deutlich, dass er in der starken Südgruppe der Dritten Liga eine Top-Platzierung anstrebt. Auch im Pokal traut er seinem neuen Team einiges zu. „Natürlich ist Bietigheim Favorit, aber wir sind gut besetzt, und der qualitative Unterschied ist nicht so groß, dass wir chancenlos wären. An einem guten Tag sind viele Mannschaften schlagbar. Warum nicht auch die SG?“ Der frühere Publikumsliebling verrät: „Hätte das Spiel in Bietigheim stattgefunden, wäre ich vielleicht einen Tag früher angereist.“ Nach zwölf Jahren bei der SG BBM ist er an der Enz noch immer sehr präsent. Er ist der einzige Handballer, dessen Dress in der EgeTrans-Arena in Übergröße neben den Trikots früherer Eishockey-Asse der Bietigheim Steelers aufgehängt ist. Jetzt feiert der studierte BWLer seine Leutershausen-Premiere ausgerechnet gegen das Viadukt-Team. „Ich freue mich auf das Treffen mit den früheren Kollegen. Schade, dass Paco Barthe und Patrick Rentschler verletzt fehlen.“

Zufrieden mit der Vorbereitung

Den letzten Test hat Bietigheim am Dienstag mit dem 36:28-Sieg bei Leutershausens Ligarivalen HC Oppenweiler-Backnang erfolgreich gestaltet. Christian Schäfer war damit und der Vorbereitung insgesamt zufrieden. „Wir haben definitiv die Fortschritte gemacht, die wir machen wollten“, erklärt der Torjäger. „Bitter sind natürlich die schweren Verletzungen von Alexander Pfeifer und Tim Kaulitz.“ In die Lücke soll Jan Asmuth springen, der eigentlich aufhören wollte, nun aber ein Comeback feiert. Sein Einsatz im Pokal ist aber wegen einer Knöchelverletzung offen.

Bei der SG Leutershausen erwartet Schäfer ein schweres Spiel. „Die SGL ist ein ambitionierter Drittligist – und Robin Haller und Johnny Scholz werden die Mannschaft gegen uns sicher enorm motivieren. Aber das ändert nichts an unserem Ziel: Wir wollen die nächste Runde erreichen – auch um eine Woche später mit einem guten Gefühl in Potsdam in die Zweite Bundesliga zu starten.“  bzh

 
 
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