Pilotcenter im Gewerbepark Porsche konkretisiert seine Eichwald-Pläne

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Das Gelände im Westen des Gewerbegebietes Eichwald, um das es im Bebauungsplan geht: Hier will Sportwagenbauer Porsche ein Pilotcenter bauen.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan für die Westerweiterung im Gebiet des Zweckverbandes verabschiedet. Porsche bekommt das Gelände für knapp 19 Millionen Euro.

Die Bebauung der Westerweiterung des Eichwald-Geländes zwischen Sachsenheim und Sersheim rückt näher. Nach Oberriexingen und Sachsenheim hat jetzt auch Sersheim dem Bebauungsplan zugestimmt und die Satzung genehmigt (siehe auch Text unten). Indes hat Porsche auf BZ-Anfrage seine Pläne im Eichwald konkretisiert. Dort wird – nicht wie bisher oft in den Gremien der Kommunen – von einem Test- und Entwicklungszentrum, sondern von einem Pilotcenter gesprochen.

Das Test- und Entwicklungszentrum des Premium-Automobilherstellers ist und bleibe in Weissach, heißt es aus der Firmenzentrale. Die geplante Fläche im Eichwald sei für solch eine Einrichtung auch viel zu klein. Freuen dürfen sich die Zweckverbands-Kommunen aber dennoch: Im Pilotcenter sollen Prototypen zukünftiger Serienmodelle gefertigt werden, erklärt Christian Weiss, stellvertretender Leiter Unternehmenskommunikation bei Porsche.

Geplant sind zwei Produktionshallen für Karosseriebau und Montage, die durch ein Verbindungsgebäude um projektbezogene Arbeitsflächen ergänzt werden. Geplanter Baubeginn ist Ende 2020, die Fertigstellung soll im Jahr 2022 erfolgen. Die finale Freigabe und Projektentscheidung stehe noch aus. „Je nach Projekt werden in dem Pilotcenter bis zu 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein“, sagt Weiss und betont: „Wir sprechen von hochwertigen Arbeitsplätzen, vom Facharbeiter bis zum Ingenieur. Wir sind dort weit von einer Serienproduktion entfernt.“

Die im Eichwald gefertigten Prototypen durchlaufen dann die übliche Testserie des Automobilherstellers, ehe sie gegebenenfalls zur Serienreife gebracht werden. Bisher ist dieses Pilotcenter in Zuffenhausen angesiedelt. Ob der Standort in Sachsenheim dann dieses auf lange Sicht ersetzt, dazu konnte der Unternehmenssprecher nichts sagen.

Weitere Optionsfläche

Mit dem Automobil-Unternehmen, das schon seit einiger Zeit eine Option auf die fast neun Hektar große Fläche hat, ist ein Kaufpreis von fast 19 Millionen Euro vereinbart, pro Quadratmeter sind dies 215 Euro.  Für eine weitere Fläche von 3,6 Hektar erhält Porsche eine Option. „Die verbleibende Fläche stellt eine strategische Erweiterungsfläche dar; konkrete Planungen gibt es hierzu derzeit nicht“, erklärt der Unternehmenssprecher. Porsche besitzt bereits jetzt große Flächen im Eichwald. Diese dienen aktuell vornehmlich als Lagerfläche. Laut Weiss sind dort aktuell rund 600 Menschen beschäftigt.

Der Sprecher stellt zudem in Aussicht, dass sich Porsche zukünftig auch sozial in den Kommunen des Zweckverbands engagieren könnte. „Porsche bringt sich grundsätzlich an seinen Standorten ein und unterstützt soziale gemeinnützige Projekte. So fördert beispielsweise die Ferry-Porsche-Stiftung gemeinnützige Projekte in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Soziales, Umwelt, Kultur und Sport. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement will die Stiftung vor allem junge Menschen an den Unternehmensstandorten der Porsche AG unterstützen.“

 
 
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