Zwischen dem Parkplatz an der K1633 (Königssträßle) bis zur L1107 soll der Radweg verlängert werden Für neuen Radweg wird anderswo aufgeforstet

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Den Radweg am Königsstraße will der Landkreis in Richtung Bietigheim verlängern. Als Ausgleichsmaßnahme für die zu fällenden Bäume forstet die Gemeinde Freudental an anderer Stelle im Gemeindewald auf.⇥ Foto: Oliver Bürkle

Der Radweg am Königsträßle soll in Richtung Bietigheim verlängert werden. Dafür stellt die Gemeinde Freudental nun Ausgleichsflächen zur Verfügung.

Das angestrebte Projekt eines durchgängigen Radwegs war schon zweimal am Fachbereich Forsten des Landratsamts gescheitert, weil hier ein rund zwei Meter breiter Streifen für den Radweg einen starken Eingriff in den Waldbestand an der Straße bedeutet hätten. Nach dem erneuten Vorstoß aus dem Löchgauer Rathaus gibt es nun aber Licht am Horizont, weil für diesen Eingriff eine Aufforstung stattfindet.

„Ich bin dankbar, dass der Kollege Feil den Vorschlag an das Landratsamt gemacht hat“, erklärte Freudentals Bürgermeister Alexander Fleig auf der Sitzung des Gemeinderats. Natürlich sei es so, dass viele Freudentaler den Weg nutzen werden, weshalb die Gemeinde auch etwas dazu beitragen will. Sie stellt eine Fläche am Waldrand zur Verfügung, die mit 930 Bäumen im äußersten Westen der Gemarkung aufgeforstet werden soll.

Es sei so, dass der Waldausgleich eins zu zwei stattfinde, dass also für jeden wegfallenden Baum zwei neue gepflanzt werden müssten. Das liege am Alter der Bäume, die gegenüber neuen Bäumen einen höheren ökologischen Wert besitzen.

Gepflanzt werden sollen 800 Eichen, 90 Hainbuchen sowie Elsbeeren, Feldahorn und Sträucher. Zusammen mit Revierförster Bernd Renner habe man die in Frage kommenden Flächen für den Waldausgleich geprüft und eine passende am Tiefbrunnen am Waldrand gefunden. Auch der örtliche Jagdpächter halte die Maßnahme für sehr gut, so Fleig auf der Sitzung. Ein Eingriff in bestehende landwirtschaftliche Flächen müsse nicht sein.

Sollte es nicht zur Umsetzung des Radwegs kommen, könne man die Ausgleichsfläche auch für andere Bauvorhaben anwenden, so der Rathauschef. Das Radwegprojekt ist indes nun auch auf der Homepage des Landkreises ersichtlich, was die Umsetzung als sehr wahrscheinlich erscheinen lässt.

Verbinden will die Gemeinde die Aufforstung, für die nun eine Genehmigung beantragt wurde, mit einem Aktionstag an der Grundschule an dem die Pflanzung stattfindet. Zu rechnen sei mit Kosten von rund 4500 Euro, die für die Setzlinge verwendet werden.

Der Antrag ging an die Forstdirektion. Fleig hofft, dass die Genehmigung bald erteilt wird. Mit dem Aktionstag im November rechnet er nicht mehr, sondern mit einem Termin im Februar oder März nächsten Jahres. Ob es auch Möglichkeiten gebe, andere Flächen aufzuforsten, fragte Andreas Büdenbender von der Bürgergruppe. Stefan Seitz (SPD) regte auch Baumpatenschaften an, um die Bürger an dem Projekt zu beteiligen.

Momentan ist rund ein Drittel der Gemeindefläche Waldgebiet, was eine Fläche von rund 100 Hektar ausmacht. Doch nur zwei Hektar davon gehören der Gemeinde, der Rest ist im Privatbesitz, so Fleig auf Anfrage der BZ. Nun kommen mit der Aufforstung nochmal 0,25 Hektar hinzu, die der Gemeinde gehören. Im nächsten Jahr soll es dann erstmals eine Waldbegehung für die Bürger geben, die Förster Bernd Renner leiten wird.

Info Als sogenannter Baulastträger plant der Landkreis die Verbesserung und Verbreiterung des Radabschnitts zwischen Parkplatz an der K1633 (Königssträßle) bis zur L1107. Die Verbesserung und Verbreiterung des Radwegabschnitt zwischen Freudental und dem Wald in Richtung Löchgau entlang der Kreisstraße 1633 konnte der Landkreis im Mai 2021 abschließen.

 
 
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