Ausflugsfahrten „Roter Blitz“ schlägt nicht ein

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Sie organisieren Bade- und Ausflugsfahrten mit dem „Roten Blitz“. Von links: Gunther Ditthard (Vorsitzender), Ulrich Stratemeier, Franz Kilian, Werner Somlai und Willi Baur (beide Alt-Bürgermeister). ⇥ Foto: Martin Kalb

Der Krankenpflegeverein Oberriexingen organisiert Ausflugsfahrten in einem eigenen Kleinbus.

Der Besuch in einem der umliegenden Thermenbäder ist gerade in der kalten Jahreszeit sehr angenehm. Dennoch fanden sich am Mittwoch für die Bäderfahrt im „Roten Blitz“ des Krankenpflegevereins in Oberriexingen nur vier Teilnehmer. „Das ist unser großes Problem, dass die Menschen die regelmäßigen Bäderfahrten zu den Thermen in Hoheneck oder Böblingen in unserem Bus nicht so gut annehmen“, erklärt Günther Ditthard, der Erste Vorsitzende des Krankenpflegevereins.

Ende 2018 haben die 346 Mitglieder des Vereins den roten Kleinbus gekauft, in dem neben dem Fahrer bis zu acht Insassen Platz finden. „Schon früher haben wir für die älteren Mitbürger Ausflugs- und Bäderfahrten angeboten. Seit 2013/2014 mit einem eigenen Kleinbus. Die Nachfrage hat im Laufe der Jahre aber sehr nachgelassen“, erläutert Ditthard. Rund 28 500 Euro hat der Kleinbus mit einer speziellen Einstiegshilfe gekostet, in dem auch in der Bewegung eingeschränkte Menschen mit Rollator mitfahren können. Über den Verkauf von Werbeflächen auf dem Bus sollen die Anschaffungskosten refinanziert werden. „Zur Hälfte sind diese Kosten bereits gedeckt, es sind noch Werbeflächen frei“, betont Bürgermeister Frank Wittendorfer. 2019 wurden im „Roten Blitz“ 245 Menschen bei 35 Fahrten befördert. Diese Zahlen dürfen sich 2020 gerne steigern, wenn es nach den Wünschen  des Krankenpflegevereins und der fünf ehrenamtlichen Fahrer geht. Darunter sind stadtbekannte Gesichter wie die beiden ehemaligen Bürgermeister Willi Baur und Werner Somlai.

Im Bus Platz für acht Mitfahrer

„Drei bis vier Teilnehmer sind bei den Bäderfahrten immer mit von der Partie. Aber wir haben im Bus Platz für acht Mitfahrer. Daher wäre es schön, wenn in diesem Jahr das Interesse an den Thermenbesuchen mit dem ‚Roten Blitz‘ zunehmen würde. Gerne können auch Senioren aus den umliegenden Gemeinden mitfahren. Sie müssen nur zur Abfahrtszeit in Oberriexingen sein“, macht der Vorsitzende des Krankenpflegevereins deutlich. Bäderfahrten werden viermal im Monat angeboten, wobei es zweimal von 9 bis 15 Uhr in die Therme nach Böblingen geht und zweimal von 13.15 bis 16.45 Uhr ins Heilbad nach Hoheneck.

„Wir wollen in diesem Jahr die Bäderfahrten nochmals durchführen. Sollte sich an der Nachfrage nichts ändern, müssen wir in Zukunft schauen, wie wir das Angebot noch fortsetzen können“, sagt Wittendorfer.

Mehr gefragt sind die Ausflugsfahrten in die Markthalle nach Stuttgart, zur Wilhelma oder zum Gasometer nach Pforzheim und anderen Ausflugszielen. „Wir sind auch offen für neue Ideen. Wenn eine Vereinsgruppe oder Seniorenvereinigung unseren Kleinbus mit Fahrer mieten möchte, ist dies auch möglich. Natürlich nehmen wir auch Menschen im jüngeren Alter mit“, schmunzelt Ditthard. So fährt der „Rote Blitz“ auch geflüchtete Menschen, die in Oberriexingen wohnen, zu Arzt- und Behördenbesuchen. Auch Einkaufsfahrten werden unternommen. „Dies haben wir ebenfalls in der Vergangenheit schon angeboten, beispielsweise nach Metzingen oder zum Breuningerland. Aber auch da war das Interesse bei der älteren Bevölkerung gering. Dies gilt auch für Arztbesuche“, so Ditthard. Dabei sind die Fahrtkosten pro Teilnehmer zwischen drei und fünf Euro kostengünstig. Die Senioren werden teilweise noch in die Therme begleitet oder am Ausflugsziel betreut.

In einem Flyer, der im Februar an alle Oberriexinger Haushalte verteilt wird, ist das Programm für dieses Jahr aufgeführt. Geplant sind rund 65 Ausflugs- und Bäderfahrten. „Wir würden uns wirklich freuen, wenn das Interesse an den Fahrten im ‚Roten Blitz‘ steigt. Weitere ehrenamtliche Fahrer sind uns gerne willkommen“, sagte Bürgermeister Wittendorfer mit Nachdruck.

Info Auch bei der Stadtverwaltung Oberriexingen können Bürger aus umliegenden Gemeinden das diesjährige Programm des „Roten Blitzes“ erhalten.

 
 
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