Die CDU in Bietigheim-Bissingen Weder für Muck, noch für Kessing

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Quelle: Unbekannt

Die Bietigheim-Bissinger CDU spricht für den Urnengang am 8. März keine Wahlempfehlung aus. Man bedauert, dass es nicht mehr Kandidaten gibt.

Vor wenigen Tagen hat sich die GAL-Fraktion in Bietigheim-Bissingen festgelegt: Sie unterstützt im OB-Wahlkampf Amtsinhaber Jürgen Kessing (die BZ berichtete). Am Montag hat sich nun auch die CDU in Bietigheim-Bissingen (Fraktion und Stadtverband) geäußert – jedoch ohne sich festzulegen.

„Eine offizielle Wahlempfehlung für den einen oder anderen Kandidaten hält die CDU Bietigheim-Bissingen nicht für sinnvoll“, heißt es in der Erklärung. In diesem Wahlkampf gehe es weniger um kommunalpolitische Unterschiede, sondern um die Frage, ob die Unzufriedenheit mit dem Amtsinhaber größer sei als die fehlende Verwaltungserfahrung seines Herausforderers. „Dies ist eine Entscheidung, bei der sich kein Wähler durch eine offizielle Partei-Empfehlung beeinflussen lassen sollte“, so die CDU.

Bonus des Amtsinhabers

Bedauert wird seitens der Christdemokraten, dass sich nicht mehr qualifizierte Bewerber bereiterklärt haben, für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren. Zu den eigenen Bemühungen, einen Kandidaten zu finden, heißt es: „Aus mehreren, teilweise sehr intensiven Gesprächen wissen wir, dass man die Lebensqualität unserer Stadt in der Region und im Land erkennt und schätzt. Interessenten von außerhalb aber müssen einen hohen Aufwand betreiben, um den großen Bonus eines erneut kandidierenden Amtsinhabers aufzuholen.“

Viele qualifizierte Bewerber würden sich aus diesem Grund lieber „einfachere“ Kandidaturen aussuchen, so die Erfahrung der CDU, zumal es für diese Wahlen keine staatliche Wahlkampfkostenunterstützung gebe und das Budget privat aufgebracht werden müsse. Dass sich landauf, landab immer weniger Persönlichkeiten für das Amt als Bürgermeister interessierten, hänge zudem auch mit persönlichen Diffamierungen auf „Facebook & Co.“ zusammen.

Zur Kandidatur Stephan Mucks heißt es in der CDU-Erklärung, dass man diese begrüße, da so eine Wahlmöglichkeit bestehe. „Seine Kandidatur und sein engagierter Wahlkampf verdienen unseren Respekt“, heißt es in der Mitteilung.

Info Sowohl Amtsinhaber Jürgen Kessing als auch sein Herausforderer Stephan Muck haben inzwischen eifrig Wahlplakate aufhängen lassen. Stephan Muck hatte zuerst Pfosten in der Stadt mit seinem Konterfeit behängt.

 
 
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