Bietigheimer Handballer bei HC Empor Rostock gefordert 800 Kilometer trennen SG BBM von der zweiten Runde

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Den Ball flach halten müssen Iker Romero und sein Team in der ersten Pokalrunde nicht. Gegen Aufsteiger Empor Rostock geht Bietigheim als klarer Favorit ins Rennen.⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Bietigheim muss zum Auftakt im DHB-Pokal bei Zweitliga-Aufsteiger HC Empor Rostock antreten.

Die Auslosung in der HBL-Geschäftsstelle in Köln ging kurz und schmerzlos über die Bühne. In der ersten Runde des DHB-Pokals trifft der Zweitligist SG BBM Bietigheim am 28. oder 29. August auf den HC Empor Rostock. Es hätte leichter kommen können für die Mannschaft von Trainer Iker Romero, denn die Rostocker waren erst vor wenigen Wochen aus der Dritten in die Zweite Liga aufgestiegen. Da die Zuteilung der Lostöpfe jedoch schon vor dem Aufstieg erfolgte, wurden die Hansestädter jedoch noch dem Drittliga-Pool zugeordnet. Und dementsprechend hat Empor als „klassentieferer“ Verein Heimrecht.

Der Aufsteiger aus Mecklenburg-Vorpommern hatte genau wie der kommende Gegner aus Bietigheim nach fünfwöchiger Pause am Montagabend mit der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit begonnen. Mit dabei waren auch drei Neuzugänge: Der 23-jährige Rechtsaußen Richard Lößner kam kurz vor Trainingsbeginn von der zweiten Mannschaft des Bundesligisten SC Magedburg. Kreisläufer Jonas Thümmler (27) stieß vom neuen Ligakonkurrenten HC Elbflorenz zu Empor  und der 19-jährige Christian Wilhelm kam von Bayer Dormagen.

Erfahrung mit Empor

„Es ist ein schwieriges Los“, sagt Iker Romero über den Gegner, den er noch aus seiner Zeit als Trainer der Bundesliga-Reserve der TSV Hannover-Burgdorf in der Dritten Liga Nord-Ost gut kennt. „Sechs oder sieben Spieler von damals stehen noch bei Rostock im Kader. Das ist eine gute Mannschaft und ich gehe von einem harten Spiel aus“, erklärt der einstige Weltmeister. Doch nicht nur die Qualität des Gegners bereitet Romero einige Sorgen, vor allem die immense Entfernung zwischen den beiden Standorten sieht der Spanier als Hürde. Gut 800 Kilometer liegen zwischen Bietigheim-Bissingen und Rostock. Viel weiter geht nicht. „Die Entfernung ist der große Nachteil“, gesteht der 41-Jährige, der sich dennoch im Großen und Ganzen auf den Aufsteiger auf Rostock freut. „Eigentlich ist Rostock genau die Art Gegner, die wir wollten“, so Romero. Den Pokal sieht der ambitionierte Coach dabei nicht etwa als lästiges Beiwerk, als vielmehr der Zweiten Liga als durchaus ebenbürtig. „Wir nehmen den Pokal genauso wichtig wie die Liga. Von meinen Spielern will ich deshalb die gleiche Mentalität sehen wie im Ligabetrieb. Das ist eine Kopf- und Einstellungssache. Denn auf jeden Fall wollen wir im Pokal so weit kommen, wie es nur irgendwie geht.“

HCOB empfängt Hüttenberg

Deutlich kürzer und stressfreier wäre die Fahrt für Romero und seine Mannen ausgefallen, hätte die SG BBM den Nachbarn HC Oppenweiler/Backnang zugelost bekommen. Doch der Fast-Zweitligaaufsteiger trifft in der ersten Pokalrunde stattdessen auf den TV Hüttenberg, letzte Saison Tabellendreizehnter der Zweiten Liga.

Erstmals findet der DHB-Pokal in dieser Saison in einem neuen Modus statt, in dem lediglich die Zweit- und Drittligisten in der ersten Runde antreten müssen. Die Bundesligisten stoßen dann erst in der zweiten Pokalrunde am 5. und 6. Oktober dazu.

 

 
 
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