Bönnigheimer Gemeinderat gibt grünes Licht Schulzentrum kostet 16,5 Millionen Euro

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Luftaufnahme des Bönnigheimer Schulzentrums ⇥ Foto: Werner Kuhnle

Die Umsetzung des Zukunftsplans für das Schulzentrum kostet 16,5 Millionen Euro. Zuerst soll Bau II umgebaut und erweitert werden, dann folgt der Abbruch der Schillerschule und am dortigen Standort der Neubau einer Grundschule.

Das ist nach langen Diskussionen wirklich eine gute Lösung“, lobt Stadtrat Hans-Martin Jäger (UWG) die Entscheidung über die Zukunft des Schulzentrums. Zuerst soll Bau II umgebaut und erweitert werden, dann folgt der Abbruch der Schillerschule und am dortigen Standort der Neubau einer Grundschule. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 16,5 Millionen Euro. In der Raumplanung werden 24 Klassenzimmer für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 pro Schule festgelegt.

Umstritten in der Diskussion im Gemeinderat war jedoch der Standort der Bücherei. Die Mehrheit entschied, dass sie im Schulzentrum bleibt.

Geplant wird nun mit einem Teilabbruch von Bau II auf der nordwestlichen Seite, einer Erweiterung und Aufstockung für rund 7,1 Millionen Euro. Demnach finden im Erdgeschoss die Mensa Platz, im ersten Stock werden Klassenzimmer sein und im zweiten Stock reicht der Platz für die Bücherei. Auf der Fläche der rund 70 Jahre alten Schillerschule wird eine vierzügige Grundschule, die Kernzeitbetreuung und die Räume für eine Ganztagsbetreuung eingerichtet. Hier werden mit rund 9,4 Millionen Euro gerechnet.

Vorsichtige Kalkulation der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung hat die Fördermöglichkeiten vorsichtig kalkuliert. Demnach könnten rund 4,3 Millionen Euro von Land, Bund und Nachbarkommunen kommen. Bei der Stadt blieben also noch rund 12,2 Millionen Euro hängen.

Für die künftigen Haushalte ergäbe dies eine jährliche Belastung mit rund 385 000 Euro für Abschreibungs- und Finanzierungskosten sowie Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten.

Um die Schillerschule abreißen zu können, bedarf es der Zustimmung der Schulbaukommission. Dieser wurden bereits Zustandsuntersuchungen zugeleitet. Aktuell werde die Antragsstellung mit dem Regierungspräsidium abgestimmt, erläuterte Bauamtsleiter Peter Knoll. Um das Gesamtkonzept umsetzen zu können, müssen einige Vorgaben beachtet werden. Zunächst ist ein Architektenauswahlverfahren für das Vorgehen an Bau II erforderlich. Damit beauftragte der Gemeinderat die STEG.

Der endgültige Plan soll vor dem 1. Oktober 2022 stehen, damit der Zuschussantrag rechtzeitig gestellt werden kann. Wenn die Baumaßnahme startet, sollen die Bücherei und die ausgelagerten Schulflächen in anderen Gebäuden und in Containern untergebracht werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 ins Auge gefasst.

Wettbewerb für den Neubau soll parallel erfolgen

Während der Bauarbeiten soll parallel der Wettbewerb für den Neubau der Grundschule erfolgen.

Anfang 2025 könnte dann der Abbruch der Schillerschule und der Startschuss für den Neubau erfolgen. Schülerinnen und Schüler könnten zwischenzeitlich in die inzwischen leeren Container umziehen. Und sobald die Grundschule fertig ist, kann die Ganerbenschule für die Nutzung als Gymnasium und Realschule hergerichtet werden.

Während Stadtrat Jäger voll des Lobes war und befand, das Geld sei gut angelegt und die Pläne eine runde Sache, monierte seine Ratskollegin Karin Brenzke-Rösinger (Grüne), dass dieser Plan angesichts der finanziell angespannten Situation der Stadt zu teuer sei und verwies auf eine günstigere Planungsvariante, die bei rund 12,5 Millionen Euro liege. Doch damit stand sie allein. Alle übrigen votierten für die vorgestellte Lösung.

Jäger und seine Fraktionskollegen Markus Stahl, Michael Gerdes und Jens Hofäcker hätten gerne die Bücherei als Frequenzbringer für die Innenstadt im Meiereihof untergebracht.

Synergien durch die räumliche Nähe nutzen

Dem hielten die übrigen Kolleginnen und Kollegen entgegen, dass die räumliche Nähe zur Schule Synergien beherbergen. Bürgermeister Albrecht Dautel betonte, dass die Bücherei dort zukunftsfähig sei. Letztlich unterlagen die vier bei der Abstimmung über die Unterbringung der Bücherei.

Info Wichtig in der Diskussion war dem Gemeinderat, dass die 4-Zügigkeit aller Schulen festgeschrieben wird. Es sei ein Signal an die Nachbarkommunen und die regionale Schulentwicklungsplanung, dass damit auch eine Obergrenze für die Stadt erreicht sei.

 
 
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