BZ-Aktion Kusaidia Afrika fördert Ausbildung

Von
Studenten des Laboranten-Kollegs im Computerraum. Foto: Kusaidia Afrika

Mittel aus der BZ-Aktion Menschen in Not ermöglichen dem Bietigheim-Bissinger Verein Hilfe zur Selbsthilfe in Schul- und Gesundheitsbereichen in Dareda/Tansania.

Bietigheim-Bissingen/Tansania. Trotz Corona-Zeiten und noch manchen organisatorischen, strukturellen Problemfeldern – wie etwa beim Thema Schulgeld-Abwicklung vor Ort in Tansania – schreitet dort die Entwicklung voran. Rolf Schnee, Vorsitzender des 83 Mitglieder zählenden Vereins „Kusaidia Afrika – Helfen in Afrika“, kann jedenfalls unterm Strich eine zufriedenstellende Zwischenbilanz ziehen. Konkret gemeint sind Fortschritte im Schulbereich und Gesundheitswesen, denen der Bietigheim-Bissinger Verein besonderes Gewicht beimisst – und dazu einmal mehr sehr auf Spenden aus der BZ-Aktion hofft.

Keine Masken mehr

Was die aktuelle Corona-Situation anbelangt, war der Tod eines Arztes und dessen Frau aus der Klinik in Dareda eine schreckliche Nachricht. Rolf Schnees spontaner Bettelbrief brachte immerhin 3000 Euro zusammen, mit denen die rundum sehr engagierte Schwester Basilisa Panga Masken, Desinfektionsmittel, Schutzkleidung und anderes mehr für Schule und Krankenhaus besorgte.

„Inzwischen“, berichtet der Vereinssprecher, „ist die Epidemie, zumindest im ländlichen Raum, kein großes Thema.“ Demnach trägt man dort auch keine Masken mehr, wäscht sich jetzt allerdings sehr häufig die Hände mit Seife.

Gut angelegt sind ganz offensichtlich nach wie vor auch die Spenden-Gelder aus der BZ-Aktion, von der Stadt Bietigheim-Bissingen und von der katholischen Kirchengemeinde Zum Guten Hirten Bissingen. So konnten für das Laboranten-Kolleg zwei neue Schulräume fertiggestellt werden, die nötig wurden, weil der Staat verlangt, die bisherige zweijährige Ausbildung auf den dreijährigen Diplom-Studiengang anzuheben. „Toll, dass dabei auch viel Eigeninitiative entwickelt wurde“, lobt Rolf Schnee allen voran auch Bischof Antony Lagwen sowie die Ärztin und Krankenhaus-Managerin Schwester Panga.

Auch im von indischen Schwestern geleiteten Mädchen-Gymnasium Madunga tat sich 2020 was. Hier konnte dank der Spenden der Schulhof gepflastert werden, was laut Kusaidia-Chef dringend nötig gewesen ist. Damit sei es den Schülerinnen nämlich möglich, sich auch zur Regenzeit im Freien aufzuhalten und nicht nur in den betont karg ausgestatteten Stockbett-Unterkünften bleiben zu müssen.

Im kommenden Jahr steht ein weiteres großes ausbildungsbedingtes Projekt im Laboranten-Kolleg an. Wegen der bereits erwähnten Verlängerung der Studienzeit soll ein neues Gebäude mit zusätzlichen Laborplätzen gebaut werden. Eine ausgesprochen schlichte Einrichtung, die aber dennoch rund 40 000 Euro kosten wird. „In dieses Projekt flössen BZ-Aktions-Spenden, für die alle Betroffenen wieder sehr dankbar wären“, hofft Rolf Schnee auf die Großzügigkeit und den Gemeinsinn der BZ-Leser.

Das gilt des Weiteren auch für die vorgesehene Unterstützung der Technical-Sekundarschule Mbulu. Dort werden Tische und Bänke für den Speisesaal zwar selbst hergestellt, aber die Materialkosten müssen aufgebracht werden. Zum anderen müssen in den nächsten zwei Jahren die Schulräume der Madunga-Mädchenschule dringend renoviert werden.

Rolf Schnees Fazit: „Auch wenn das eine oder andere noch etwas holprig vonstatten geht und das Geld vor Ort immer sehr knapp ist: es tut sich was. Die Hilfe zur Selbsthilfe klappt, kommt voran.“

Info Weitere Informationen zur BZ-Aktion Menschen in Not gibt es online. www.bz-aktion.de

Spendenkonto: KSK Ludwigsburg DE82 6045 0050 0007 0300 04

 
 
- Anzeige -