Das neue Parkhaus in Besigheim und seine Folgen Die Parkgebühren rücken näher

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Das neue Parkhaus in Besigheim. Seit dem 8. Mai darf hier geparkt werden.⇥ Foto: Martin Kalb

Mit der Eröffnung des neuen Parkhauses an der Enz diskutiert der Gemeinderat an diesem Dienstag, 26. Mai, weitere Entscheidungen für ein Bewirtschaftungskonzept in der gesamten Innenstadt.

Seit dem 8. Mai kann das neue Parkhaus an der Enz gegenüber von Edeka von den Autofahrern benutzt werden ­– vorerst tagsüber noch fünf Stunden lang kostenlos. Doch das wird nicht ewig so bleiben. Für die Stadt ist es jetzt an der Zeit, die Regularien für Nutzungsdauer und Gebühren festzulegen. Das soll in der Sitzung des Gemeinderates an diesem Dienstag, 26. Mai, stattfinden.

Eng verbunden damit ist das Parkraumkonzept in der Innenstadt, wie es Mitte Oktober im Gemeinderat beschlossen wurde. Auf den Parkplätzen in und um die Innenstadt herum sollen acht Parkautomaten aufgestellt werden, mit deren Hilfe  die Gebühren, die künftig erhoben werden, eingezogen werden. So jedenfalls sieht es der Vorschlag der Verwaltung vor, über den der Gemeinderat an diesem Dienstag abstimmen wird.

Zehn Cent pro Stunde

Zehn Cent pro Stunde soll das Parken im neuen Parkhaus kosten, sobald es denn endgültig fertiggestellt ist. Denn obwohl bereits vereinzelt Autofahrer ihr Fahrzeug dort abstellen, fehlen noch wesentliche Details. Für die Elektro-Tankstellen der E-Fahrzeuge muss ein Trafo aufgestellt werden, auch ein Datenanschluss ist noch notwendig. Zudem ist noch nicht klar, welche Art von Parkautomaten im Parkhaus selbst aufgestellt werden und ob die Zufahrt über eine Schranke erfolgt. Diese Automaten sind bereits installiert, aber möglichwerweise ist es sinnvoller, sie wieder zu verkaufen und den Betrieb des Parkhauses aus eigener Kraft zu stemmen. In diesem Fall müsste der städtische Vollzugsdienst das Parkhaus regelmäßig kontrollieren. Dauerparker sollen für 20 Euro eine Monatskarte für die Zeit zwischen 7 und 20 Uhr erhalten und für 40 Euro eine Monatskarte, die ganztags gilt.

Damit das Parkhaus rege genutzt wird, werden viele öffentliche Parkplätze in der Nähe des Bahnhofs wegfallen. Das gilt vor allem für die Parkplätze am Enz­ufer, vor dem Radsportheim und entlang des Enzweges und für den Parkplatz Ruedwiesen. In der Mattesstraße, Lutzstraße und Gutenbergstraße darf wochentags nur noch zwei Stunden lang geparkt werden.

Acht Automaten

Laut dem Beschluss des Gemeinderates vom November, der auf einen Vorschlag der Freien Wähler zurückgeht, gelten unterschiedliche Parkzeitbeschränkungen und Gebühren für die verschiedenen Parkplätze in der Innenstadt (siehe Info-Kasten). Die acht Parkautomaten werden die Stadt laut einem vorliegenden Angebot knapp 50 000 Euro kosten.

Sie sollen laut dem Vorschlag der Stadt am Parkplatz beim Bauhof Auf dem Kies (40 Parkplätze ein Automat), auf dem Platz vor der Stadthalle Alte Kelter und in der Tiefgarage (133 Parkplätze drei Automaten), in der Oberamteigasse (90 Parkplätze/zwei Automaten) und auf dem Parkplatz Kleines Neckerle (90 Parkplätze/zwei Automaten) aufgestellt werden. Autofahrer sollen nach dem Wunsch des Ausschusses, der mit diesen Fragen befasst war, auch mit EC-Karte bezahlen können.

Das neue Parkhaus selbst wird voraussichtlich mit fast genau drei Millionen Euro abgerechnet. Das sind lediglich  10 000 Euro mehr als der kalkulierte Auftragswert, hebt Stadtbaumeister Andreas Janssen in seiner Vorlage an den Gemeinderat hervor.

Info Die Sitzung des Gemeinderates beginnt an diesem Dienstag, 26. Mai, 18 Uhr, in der Stadthalle Alte Kelter mit einer Bürgerfragestunde. Weitere Punkte sind der Bericht über die 3 B-Tourismusgemeinschaft, die Erhöhung der Gebühren für die Musikschule und die Ausübung eines Vorkaufsrechts für ein Anwesen in der Bügelestorstraße.

 
 
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