Die Abiturienten 2021 und ihre Pläne Eine Tür schließt, eine neue geht auf

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Isabel Götz, Lichtensterngymnasium Sachsenheim: „Ich plane jetzt gar nichts, dann freue ich mich und das findet dann nicht statt. Wenn es geht, dann möchte ich ein Praktikum zur Hebamme machen. Aber ich befürchte, das wird nichts, es gibt keine Praktikumsplätze, schon gar nicht in einem Krankenhaus. Ich habe mich für Oktober bei einem Event-Caterer beworben, der die Expo in Dubai betreut, vielleicht wird ja das was. Ich möchte schon noch einiges ausprobieren, bevor ich einen Beruf erlerne. Im Sommer vergangenen Jahres habe ich in einem Hotel gejobt, um mal rauszukommen. Man sitzt ja nur zu Hause und hat schon die Sorge, dass man etwas verpasst. Foto: Martin Kalb

Für die Schüler, die in diesem Jahr Abitur machen, sind viele Pläne für die Zeit danach geplatzt. Manche sehen darin sogar eine Chance.

Gerne hören die Abiturienten von diesem Jahr es nicht, dass sie der „Corona-Jahrgang“ sind. Denn sie wollen „das Abi nicht geschenkt“, sagt Rouven Schwarz aus Cleebronn. Sie hatten fast genauso viel Fernunterricht, zeitlich gesehen, wie Unterricht in Präsenz. Doch, da sind sich die befragten Abiturienten einig: Sie schaffen das Abitur. Auch, und das sagen auch alle, weil sie von ihren Lehrern und den Schulleitern sehr unterstützt werden. Zudem fällt es den Jugendlichen leicht, sich mit digitalen Medien Wissen anzueignen, teilweise, wie im Bönnigheimer Alfred-Amann-Gymnasium, haben sie die Software für den Fernunterricht sogar mitgestaltet.

Doch es fehlen in Pandemiezeiten die sozialen Kontakte, die Freizeitaktivitäten, um „sich mal vom Unterricht zu entspannen oder Sport zu machen“, wie Paul Herbstreit aus Häfnerhaslach sagt. Gemeinsame Schulausflüge oder Ausfahrten fanden nicht statt, die Abibälle fallen aus. Auslandsreisen oder -praktika nach dem Abitur: Fehlanzeige. Manch einer muss seine Zukunftspläne neu gestalten. Trotzdem, sie lassen sich nicht unterkriegen und planen ihre Zukunft unter Pandemiebedingungen.

 
 
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