Die schlimmsten Schlaglochpisten im nördlichen Landkreis Ludwigsburg Holperstrecken: Kaum Hoffnung auf Besserung

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Die L 1141 zwischen Königsträßle und Löchgau ist in einem schlechten Zustand. Daran wird sich wohl auch nichts ändern. ⇥ Foto: Oliver Bürkle

Leser haben uns ihre schlimmsten Schlaglochpisten genannt.  Die Behörden wissen um die Probleme, aber nur in einem Fall tut sich wohl bald etwas.

Die BZ hat vor einiger Zeit in einem Artikel ihre Leserinnen und Leser gefragt, welche die schlimmsten Holperstrecken für sie persönlich sind. An dieser Stelle präsentieren wir einige dieser Strecken und was die zuständigen Behörden dort zu tun gedenken.

L1141 zwischen Löchgau und Königsstraße

Die Landesstraße dürfte den meisten, die im nördlichen Landkreis unterwegs sind, ein Begriff sein. Dazu gab es mehrere Zuschriften. Die Straße ist zu schmal und mit Schlaglöchern übersät, beziehungsweise nur notdürftig geflickt. Zuständig für den Bau und Ausbau ist das Regierungspräsidium Stuttgart. „Der schlechte Zustand des Streckenabschnitts ist dem Regierungspräsidium bekannt“, erklärt Josephine Palatzky. Sie ist Pressereferentin bei der Behörde.

Die Umsetzung von Straßenerhaltungsmaßnahmen orientiere sich am Erhaltungsprogramm, das im Anschluss an die alle vier Jahre stattfindende Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) von Landesstraßen aufgestellt wird. In dem derzeit geltenden Erhaltungsprogramm (2017-2021) ist der Streckenabschnitt nicht enthalten. „Bis zum Sommer erwarten wir die Ergebnisse der neuen ZEB und ein daraus abgeleitetes neues Erhaltungsprogramm. Gegebenenfalls ist dieser Streckenabschnitt dann im neuen Erhaltungsprogramm enthalten“, sagt Palatzky.

Für die Unterhaltung der Straße sei aber der Landkreis Ludwigsburg zuständig. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht seien Schäden wie Schlaglöcher von den Straßenmeistereien zu beheben, um einen verkehrssicheren Zustand zu gewährleisten.

Vom Landratsamt heißt es zu dem Thema: „Die Straße befindet sich in keinem guten, aber dennoch verkehrssicheren Zustand. Ausbesserungsarbeiten sind aus unserer Sicht nicht erforderlich und derzeit vom Landkreis nicht geplant“, erklärt Sprecherin Caren Sprinkart. Eine Verbesserung des Gesamtzustandes sei nur durch eine Sanierung in der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Stuttgart möglich.

K 1632 zwischen Tripsdrill und Freudental

Ebenfalls ein Dauerbrenner ist die Strecke zwischen Tripsdrill und Freudental. Vor allem die Betreiber von Erlebnispark und Wildparadies drängen seit langem auf eine Verbesserung der Fahrbahn dort.

„Nach unserer Planung ist die Baumaßnahme zwischen Herbst 2022 und Frühjahr 2023 vorgesehen. Damit kommen wir dem Betreiber des Vergnügungsparks Tripsdrill entgegen und bauen außerhalb der Saison“, sagt Dr. Andreas Fritz, Sprecher des Landratsamts über die Sanierung der Kreisstraße. In der Zwischenzeit bereite man die Ausführungsplanung vor. Parallel dazu müsse eine Waldumwandlungs-Genehmigung beantragt werden, dieses Verfahren laufe. Da ein Teil der Strecke im Landkreis Heilbronn liegt, soll es eine gemeinsame Baustelle geben. „Die Abstimmung mit den Heilbronner Kolleginnen und Kollegen läuft ebenfalls“, so Fritz.

K 1684 zwischen Unterriexingen und Untermberg

„Die Unterriexinger Straße zwischen Untermberg und Unterriexingen befindet sich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten in katastrophalem Zustand“, schreibt ein Leser. Auf der Strecke scheint sich etwas zu tun: Der Kreistag hat der Sanierung über 3,3 Millionen Euro zugestimmt. „Derzeit passen wir noch Ausführungsdetails an und bereiten die Ausschreibung vor. Eine Vergabe ist noch nicht erfolgt. Die Planung und der Grunderwerb haben die Umsetzung etwas verzögert, sodass die Bauarbeiten erst im Herbst vergeben werden können“, sagt Dr. Andreas Fritz.

Die Bauzeit betrage voraussichtlich sechs Monate. Die Straße muss während dieser Zeit komplett gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über die L1125 nach Bietigheim und Bissingen, muss im Detail aber noch abgestimmt werden.

Straße zwischen Hohenhaslacher Straße und Bannhalde

Mit den Worten „nur noch Schlaglöcher“ bringt ein Leser den Zustand der Sachsenheimer Gemeindestraße, die zur Bannhalde hoch führt, auf den Punkt. Der Zustand sei nur noch peinlich. Auch hier ist der desolate Zustand der zuständigen Behörde, in dem Fall der Stadtverwaltung Sachsenheim, bekannt. Viel Hoffnung auf eine schnelle Verbesserung kann aber auch Eveline Thudt vom Tiefbauamt nicht machen: „Eine Sanierung ist im Zuge der Sanierungsmaßnahmen ,Bannhalde’ angedacht, die sich aufgrund der Prioritäten verschoben hat.“ Derzeit sei man dort in regelmäßigen Abständen unterwegs und beseitige die Schäden die über den harten Winter ihre Spuren hinterlassen haben. Einen genauen Zeitraum kann die Stadtverwaltung nicht nennen, wann die so dringend notwendige Sanierung stattfinden soll.

 
 
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