Die SG BBB Bietigheim gewinnt nächstes Testspiel Gewinner auf beiden Seiten

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Bietigheims Neuzugang Jenny Behrend (rechts) im Duell mit Rena Keller, die in der letzten Saison noch das Tor der SG BBM gehütet hat. ⇥ Foto: Avanti

Beim Ablösespiel für Torhüterin Rena Keller gegen die SG Schozach/Bottwartal fackelt die SG BBM Bietigheim vor allem im ersten Durchgang ein Offensivfeuerwerk ab. 41:17 heißt es am Ende für die Gaugisch-Sieben.

So zufrieden sind nach einem Handballspiel selten alle Beteiligten. Der 41:17-Testspielsieg der Bietigheimer Bundesligafrauen gegen den Drittligisten SG Schozach/Bottwartal wurde beiderseits als gutes Ergebnis gewertet. Zu den Gewinnern zählten auch die Fans in der Beilsteiner Langhans-Halle. Die freuten sich, endlich wieder einmal Handball live erleben zu dürfen, sahen einen engagierten Auftritt ihres Teams und staunten über Bietigheims Tempohandball.

„Das war eine gute Veranstaltung“, analysierte SG-Trainer Markus Gaugisch, „wir haben in der ersten Halbzeit nicht nur enorm schnell gespielt, sondern auch daran gearbeitet, eine Struktur in unser Tempospiel einzuschleifen.“ Davon profitierten insbesondere die Flügelspielerinnen. Trine Ostergaard und Jenny Behrend über rechts sowie Veronika Malá und Antje Lauenroth über links kamen nach Schnellangriffen immer wieder frei zum Wurf und überzeugten bis zum 22:3 mit einer hohen Trefferquote.

Leidtragende des Bietigheimer Torrausches war Rena Keller. Die von Bietigheim zur SGSB zurückgekehrte Jugendnationaltorhüterin war anfangs bei Bietigheims Würfen chancenlos, zeigte aber gegen Ende des ersten Durchgangs mehrfach ihre Qualitäten. „Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich die 18-Jährige über das Duell mit ihrem ehemaligen Team.

Bis zur Pause (23:6) wies die Abwehr der Spielgemeinschaft kaum Lücken auf. Nur dreimal war Neuzugang Gabriela Moreschi aus dem Spiel heraus zu bezwingen, weitere drei Treffer erzielte Linksaußen Hannah Hönig, die erfolgreichste Werferin des Gastgebers (6 Tore), per Siebenmeter gegen die Brasilianerin.

Nach dem Wechsel nahm die SG das Tempo jedoch etwas heraus, servierte dafür aber spielerische Leckerbissen. Veronika Malá bewies nach einem Rückhandpass von Kapitänin Kim Naidzinavicius von Linksaußen mit einem Dreher ein feines Handgelenk. Die SG-Mannschaftsführerin selbst schloss einen Kempa-Pass von Karolina Kudlacz-Gloc erfolgreich ab. Und lobte den guten Auftritt ihres Teams: „Da wir im Training wegen der fehlenden Olympiateilnehmerinnen nicht sechs gegen sechs üben können, sind diese Testspiele das Highlight der Woche auf das wir uns immer richtig freuen.“

Highlights gibt es auch für die angesprochenen Olympiateilnehmerinnen der SG BBM derzeit ohne Ende. Denn zumindest für die drei niederländischen Stars Kelly Dulfer, Inger Smits und Danick Snelder hätte das Turnier nicht besser laufen können. Die Niederlande steht nach drei Siegen aus drei Spielen bereits sicher im Viertelfinale. Neuzugang Melinda Szikora kassierte mit Ungarn gegen das Team aus Russland dagegen am Donnerstagnachmittag die dritte Niederlage im dritten Spiel.

SG BBM Bietigheim: Moreschi, van der Linden; Lauenroth (5), Schulze (5), Kudlacz-Gloc (7), Naidzinavicius (6/2), Smits (2), Ostergaard (6), Maidhof (3), Behrend (2), Malá (5).

 
 
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