Einschulungen im Kreis Ludwigsburg Die Eltern warten auf dem Pausenhof

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Auch die Klasse 1c der Schillerschule wurde im vergangenen Jahr schon unter Coronabedingungen eingeschult.⇥ Foto: Oliver Bürkle

Die Erstklässler werden klassenweise begrüßt. Zwei Angehörige können die ABC-Schützen am ersten Schultag begleiten.

Die Eltern dürfen am ersten Schultag leider nicht mit ins Klassenzimmer“, bedauert Alexandra von Ostrowski. Wie die Rektorin der Bissinger Schillerschule haben die Schuleiterinnen und Schuleiter der Grundschulen im Kreis länger geplant, wie die Einschulungsfeiern in diesem Jahr unter Coronabedingungen stattfinden können.

Die Erstklässler der Schillerschule kommen am Donnerstag, 16. September, zum ersten Mal in die Schule. Damit alle Regeln eingehalten werden können, wird es vier separate Einschulungsfeiern geben, je zwei in der Kilianskirche und zwei in der Kirche zum Guten Hirten. An den etwa 20-minütigen Gottesdienst schließt sich der „weltliche Teil“ mit einer „kleinen Darbietung“ an. Mehr will Ostrowski noch nicht verraten. Es soll ein kleiner Ersatz dafür sein, dass die Zweitklässler in diesem Jahr die Neuen nicht begrüßen können.

Auf dem Schulhof werden die Kinder von den Klassenlehrern abgeholt und sehen sich dabei kurz ohne Maske, bevor es in das Klassenzimmer geht. Das ist der Rektorin wichtig, denn sonst wäre es „kein schöner Beginn“, sagt sie: „Manche der Kinder haben Angst“. Die Eltern und Angehörigen warten während der ersten Schulstunde auf dem Pausenhof. Die Bewirtung am Nachmittag kann aufgrund der Corona-Regeln nicht stattfinden.

Mit zwei Angehörigen

Auch die etwa 96 Erstklässler der Hillerschule in Bietigheim und Metterzimmern werden am Samstag, 18. September, nicht gemeinsam eingeschult. Da die Schule über keinen großen Raum verfügt, wird in zwei Gruppen in der Stadtkirche gefeiert, erklärt Rektorin Roberta Neugebauer. Aus Platzgründen können nur zwei Angehörige pro ABD-Schützen daran teilnehmen, erläutert die Schulleiterin. Während der ersten Unterrichtsstunde warten die Eltern auf dem Schulhof.

Am gleichen Tag werden auch rund 80 Kinder in die Bönnigheimer Ganerbenschule eingeschult – nacheinander in drei Gruppen aufgeteilt. Der Tag beginnt für die Erstklässler mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Cyriakus-Kirche, in den die Zweitklässler sonst immer eingebunden waren. Das geht dieses Jahr leider nicht, sagt Schulleiter Uwe Schäfer. Während der ersten Schulstunde warten die Eltern auf dem Pausenhof etwas dreißig Minuten, dann käme die nächste Gruppe an die Reihe. Damit alles reibungslos klappt, „muss alles zügig laufen“, sagt Schäfer. Doch dafür hätten die Eltern Verständnis. Sie seien bereits vor den Sommerferien informiert worden.

Bewirtung wird fehlen

In den letzten zehn Jahren habe die Ganerbenschule die Einschulungsfeiern etwas abgespeckt. „So gut gemeint es ist, es ist für die Kinder auch anstrengend“, sagt Schäfer. Aber selbst dann habe die Begrüßungsfeier doppelt so lang gedauert wie in diesem Jahr. Schäfer bedauert, dass die Eltern der zweiten Klasse aufgrund der Corona-Vorgaben die Eltern der ersten Klasse in diesem Jahr nicht bewirten können: „Das fehlt uns“, sagt Schäfer.

Rund 100 Kinder gehen am Freitag, 17. September, das erste Mal in Sachsenheim in die erste Klasse der Gemeinschaftsschule am Sonnenfeld. Normalerweise findet die gemeinsame Feier in der Sporthalle statt, nun wurde sie nach Klassen aufgesplittet und in die Mensa verlegt. Jeder ABC-Schütze kann daran mit zwei Angehörigen teilnehmen. Da die Älteren die Neuen nicht begrüßen können, wird ein Film gezeigt, den eine Lehrerin initiiert und mit Schülern umgesetzt hat, sagt Schulleiter Bernhard Dietrich. Während die Kinder zur ersten Stunde in den Klassenraum gehen, werden die Eltern coronakonform bewirtet. Der Gottesdienst wird am Samstag in der  Kirche angeboten.

Elf Kinder werden in der nächsten Woche in die Gustav-Schönleber-Schule in Bietigheim-Bissingen eingeschult. Da es nur wenige Kinder seien, können die 77 Schülerinnen und Schüler der sonderpädagogischen Bildungseinrichtung, alle an diesem Tag getestet, die Neuen gemeinsam begrüßen, sagt Schulleiterin Susanne Pohl. Dabei können sie von zwei Personen begleitet werden. Auch mit Abstand „werden wir den Tag hoffentlich genießen können“, sagt Pohl.

 
 
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