Eishockey, DEL2-Derby „Die Eisfläche wird glühen“

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Bei den Derbys zwischen Bietigheim und Heilbronn geht es auf dem Eis und auf den Rängen oft hitzig zu. Hier versucht der Schiedsrichter eine Rangelei zu schlichten, an der Steelers-Stürmer Brett Breitkreuz beteiligt ist. ⇥ Foto: Martin Kalb

Die Bietigheim Steelers empfangen die Heilbronner Falken zum vierten Derby der DEL2-Hauptrunde. Geschäftsführer Volker Schoch kündigt einen heißen Kampf in der ausverkauften Arena an.

Das letzte Heimspiel der Bietigheim Steelers in der DEL2-Hauptrunde 2019/20 ist das erste, das ausverkauft sein wird: Für das Prestigeduell an diesem Freitag (19.30 Uhr) gegen die Heilbronner Falken kündigt Volker Schoch eine rappelvolle EgeTrans-Arena an – und einen heißen Derbykampf. „Am Freitag wird die Eisfläche glühen“, prophezeit der Steelers-Geschäftsführer. „Es geht um die Standort-Ehre. Kein Team wird auch nur einen Zentimeter verschenken.“

Pre-Playoffs als Minimalziel

Für die Bietigheimer steht im vierten Saisonderby besonders viel auf dem Spiel. Denn sie brauchen aus den beiden restlichen Partien gegen Heilbronn und am Sonntag (18.30 Uhr) bei den Kassel Huskies noch einen Erfolg, um ganz sicher das Minimalziel zu erreichen: einen Platz zwischen sieben und zehn, der die Teilnahme an den Pre-Playoffs garantiert.

Theoretisch ist sogar noch die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale drin – ein Szenario, das angesichts von fünf Zählern Rückstand zu Rang sechs aber unwahrscheinlich ist. Andererseits besteht für die neuntplatzierten Steelers auch noch die Gefahr, im Endspurt in die Abstiegsrunde zu rutschen. Die Playdown-Plätze elf und zwölf sind nur vier Zähler entfernt. „Ein Sieg muss noch her, egal wie“, fordert Schoch und nimmt die Bietigheimer Profis nach der bisher enttäuschenden Runde in die Pflicht: „Die Mannschaft hat es selbst in der Hand. Sie hat noch die Chance, alles zu korrigieren und die Saison in die richtige Richtung zu lenken.“

Wesentlich entspannter sieht die Situation beim Erzrivalen aus dem Unterland aus: Die Falken sind längst für die Playoffs qualifiziert. Als Tabellenvierter mit fünf Zählern Vorsprung zum Fünften ist ihnen im Viertelfinale auch das Heimrecht so gut wie sicher. Dabei gehören die Heilbronner im Jahr 2020 gemeinsam mit dem ESV Kaufbeuren und dem EV Landshut zu den schwächsten drei Teams der Liga, was die Punkteausbeute anbelangt: Das Trio heimste in den 15 Begegnungen bisher nur 17 Zähler ein. Allerdings war der SCB mit drei Punkten mehr in 14 Spielen nur unwesentlich besser. Zum Vergleich: Spitzenreiter Löwen Frankfurt und Abstiegskandidat Bayreuth Tigers haben seit Jahresbeginn 31 Zähler gesammelt.

Cabana und Laub trainieren mit

Zu Wochenbeginn blieb eine Handvoll Bietigheimer Profis mit Fieber daheim. Doch am Donnerstagvormittag haben alle Steelers-Cracks bis auf den Langzeitverletzten Tim Schüle das Training voll absolviert. Die Stürmer Lukas Laub und Freddy Cabana liefen da nach ihren Verletzungen allerdings noch in einem roten Trikot auf – damit für die Mitspieler sofort ersichtlich ist, dass die Rekonvaleszenten noch nicht voll belastbar sind und auch noch keine harten Checks einstecken sollten. Ob Laub und Cabana bereits gegen Heilbronn wieder zum Aufgebot zählen, ist noch fraglich.

Zwei der drei bisherigen Derbys haben die Steelers klar verloren – mit 1:4 in Heilbronn und mit 4:7 im heimischen Ellental. Am 19. Januar triumphierte allerdings Bietigheim in der Kolbenschmidt-­Arena nach einer Galavorstellung mit 5:2. „Das ist für uns jetzt ein richtiges Endspiel“, sagt Schoch. „Ich glaube fest an unser Team. Trotz der Anspannung herrscht bei uns eine gute Stimmung. Alle sind heiß aufs Derby.“

Info Am Donnerstag waren fürs Derby nur noch wenige Restkarten erhältlich. Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch rät Interessierten, die noch kein Ticket haben, am Freitagabend frühzeitig an den Verkaufsschaltern zu sein, um etwaige Rückläufer zu bekommen.

 
 
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