Ferienprogramm in Erligheim Mostäpfel und warme Eier

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Bei der Erligheimer Ferienwoche haben die Kinder den Talhof von Thomas Häberle kennengelernt. Foto: /Oliver Bürkle

Im Rahmen der Ferienwochen präsentierte Thomas Häberle den Talhof. Kinder konnten Eier sammeln, Äpfel pflücken und zu Saft zu verarbeiten.

Traditionell gehört zu den Erligheimer Ferienwochen ein Erlebnistag auf dem Talhof. So auch am Mittwoch, als Thomas Häberle 22 Kindern zwischen fünf und elf Jahren den eigenen Betrieb präsentierte.

Den Start machte die Gruppe im Hofladen, wo Äpfel, Honig, Kartoffeln, Säfte und vieles mehr verkauft werden. Häberle erklärte die Funktionsweise der Eiersortiermaschine, und schließlich durften die Kinder selbst einige Eier einlegen, sortieren lassen und schließlich in den Eierkarton verfrachten.

Schnell zeigte sich das rege Interesse der Teilnehmer, die Häberle Fragen stellten, etwa woran man erkenne, ob ein Ei ein Küken beinhalte. Anschließend folgte der Besuch von ein paar der insgesamt zwölf Kühlhäuser, die auf dem Hof verwendet werden. Hier lagern Birnen, Zwetschgen, Mirabellen und große Mengen Äpfel bei zwei Grad Celsius. Letztere werden etwa zwei bis drei Monate lang geerntet. Die Äpfel, die nicht im Hofladen landen, werden hier für das restliche Jahr gelagert. Aktuell sind viele Kühlhäuser noch leer, die Ernte ist in vollem Gange.

Nächster Stopp: Hühnerstall

Der nächste Stopp der Gruppe war der Hühnerstall. Auf dem Talhof werden sechs Gruppen an Hühnern gehalten, mit jeweils rund 300 Tieren. Häberle erklärte den Kindern zunächst die Zusammensetzung des Hühnerfutters. Dafür werden gemahlene Maiskörner, Weizen und Sojaschrot mit Muschelschalen und gemahlenem Kalkstein vermischt. „Wir könnten das auch alles essen. Das ist ein gutes Müsli, nur ohne Zucker,“ so Häberle. Wer mutig genug war, gönnte sich eine kleine Kostprobe. Am Hühnerstall angekommen, musste zunächst ein ausgebüxtes Huhn wieder eingefangen werden, was mit vereinten Kräften jedoch keine große Herausforderung darstellte. Im Stall zeigte Häberle die Mechanismen zur Futter- und Wasserversorgung. Alle Kindern durften jeweils einen Karton mit Eiern füllen. Einige waren überrascht vom Gewicht, andere freuten sich über die Frische der Eier, die teilweise noch warm eingesammelt wurden.

Weiter ging es schließlich auf dem Anhänger des Traktors zum Äpfelpflücken. Tiefrote Früchte warteten auf die Kinder, die jeweils einen Sack voll mit nach Hause mitnehmen durften und drei weitere Kisten für die Saftpresse ernteten. Lange dauerte es nicht, bis fast alle Kinder selbst an einem süßen Apfel nagten. Häberle erklärte: „Ein gewisser Teil der Mostäpfel auf dem Boden lassen wir liegen, damit die Vögel, Regenwürmer und andere Bodenlebewesen auch etwas davon haben.“ Trotz des trockenen Sommers haben die Apfelbäume hier immer genügen Wasser zur Verfügung gehabt, sodass man ihnen die Dürre nicht ansieht, sagte er weiter. Zwischen 30 000 und 36 000 Apfelbäumen bewirtschaftet der Talhof insgesamt.

Station an der Saftpresse

Eine Rundfahrt über das Gelände führte zur letzten Station, der Apfelpresse. Mit vereinten Kräften, jeder Menge Energie und Motivation kurbelten die Kinder die zuvor geernteten Früchte durch die Apfelpresse, um anschließend den süßen Saft herauszudrücken. Zusammen mit einer frisch gegrillten Roten Wurst wurde dieser zum Abschluss verkostet.

 
 
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