Feuerwehr Bönnigheim Viel Applaus für Uwe Sartorius

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Bönnigheims Bürgermeister Albrecht Dautel mit Daniel Hess, Torsten Brenner, Uwe Sartorius, Meik Sartorius und Kommandant Mike Etzel.⇥ Foto: Oliver Bürkle

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr wird das Mitglied für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. 2019 war ein Rekordjahr.

Nach mehr als zwei Stunden war es vollbracht: Die Freiwillige Feuerwehr der Ganerbenstadt hatte ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Gestartet war damit auch Kommandant Mike Etzel in sein drittes Jahr als Chef der 64 aktiven Feuerwehrmänner und zwei -frauen, die durchschnittlich 32,7 Jahre alt sind. Und der Nachwuchs rüttelt schon stark an der Eingangstür: 13 Mädchen und 32 Jungen zählt die Jugendfeuerwehr. Die neu gegründete Kinderfeuerwehr hat bereits sechs Fans.

Doch haben die Frauen und Männer auch genug zu tun? Keine Frage: „Im letzten Jahr hatten wir 71 Einsätze, so viel wie nie zuvor“,berichtete Etzel. Der größte Brandeinsatz war bereits am 7. Februar: Zu einem Dachstuhlbrand in der Meimsheimer Straße rückte die Feuerwehr um 2.11 Uhr aus, konnte aber einen der Bewohner nicht mehr retten. Beim letzten Feuer, einem Zimmerbrand in der Müllerhöhstraße, verhinderte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf weitere Räume und den Dachstuhl gerade noch.

Gefragte Helfer

Gefragt waren die Feuerwehrleute auch bei Hilfeeinsätzen: Am 4. März sorgte ein Unwetter dafür, dass der Dachstuhl der Gemeinschaftsschuppenanlage mitsamt Gebälk davonflog und in einer Stromleitung landete. Beim Unwetter am 22. Juni wurden die Einsatzkräfte 20-mal um Hilfe gerufen. Verkehrsunfälle, bei denen die Wehrleute die Insassen der Fahrzeuge befreien und Ölspuren beseitigen mussten, sowie Türöffnungen gehörten häufig zu ihrer Arbeit.

Heraus ragte der 31. Oktober: „Da ging es zu wie bei der Berufsfeuerwehr“, meinte Etzel: Drei Einsätze in sechs Stunden hielten die Feuerwehrleute auf Trab. Zuerst musste die Fahrbahn in der Karlstraße gereinigt werden. Dort hatte ein Getränkelaster voll beladene Paletten verloren. Dann gab es einen Brandmelde-Alarm, und schließlich mussten die Wehrleute bei einer Reanimation unterstützen. „Insgesamt wurden 1127 Einsatz- und 97 Bereitschaftsstunden geleistet“, resümierte der Kommandant. „Da wird es einem fast schwindlig, was hier geleistet wurde“, lobte Bürgermeister Albrecht Dautel, „es sind nicht nur die Zahl der Aktivitäten, sondern vor allem, wie es gemacht wird.“

Lob von vielen Seiten

Lob gab es von vielen Seiten: Markus Giek vom Kreisfeuerwehrverband versicherte, dass auf die Bönnigheimer stets Verlass sei. Uwe Knoll vom Bönnigheimer Polizeiposten betonte, dass er großen Respekt vor den Feuerwehrleuten habe, die eine Tür wohl besser als jeder Einbrecher öffnen und professionell und verständnisvoll mit Opfern umgehen könnten. Von Alexander Wolf, Vertreter der Partnerfeuerwehr aus Neukirch, kam ein Blick über den Tellerrand: Auch dort hatte es 2019 einen Rekord an Einsätzen gegeben.

Ein Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen: Uwe Sartorius erhielt für 40 Jahre aktiven Dienst das Ehrenzeichen in Gold unter stehendem Applaus der Feuerwehrkameraden. Diese Ehrung veranlasste Walter Gritzka zu einem Vergleich mit den Pfälzer Feuerwehren: „Bei so einem Jubiläum kommt dort der Landrat“, sagte er und wollte dies als Anregung an den Kreisfeuerwehrverband verstanden wissen. Für ihren 25-jährigen aktiven Dienst erhielten Torsten Brenner, Daniel Hess und Meik Sartorius das silberne Ehrenzeichen. Das Ehrenzeichen in Bronze ging an Maximilian Burkhardt, Michael Fellger, Jannik Joos und Sebastian Koschmieder für ihren 15-jährigen aktiven Dienst.

 
 
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