Flächennutzungsplan verabschiedet Flächen für 15 Jahre in Reserve

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Mit dem Flächennutzungsplan sichern sich Bönnigheim (Luftbild), Erligheim und Kirchheim die Flächen für die Entwicklung in den kommenden 15 Jahren. Jetzt wurde der Entwurf beschlossen.⇥ Foto: Werner Kuhnle

Der Gemeindeverwaltungsverband Bönnigheim, Erligheim, Kirchheim hat den Entwurf des Flächennutzungsplanes verabschiedet.

Seit 2016 ist der neue Flächennutzungsplan in Arbeit. Wie andere Städte und Gemeinden in der Region reservieren sich Bönnigheim, Erligheim und Kirchheim mit diesem Plan die Flächen für ihre Entwicklung in den kommenden 15 Jahren, konkrete Planungen sind damit nicht verbunden. Die Wünsche nach Wohnraum und nach Gewerbeflächen werden darin formuliert und Flächen für Sportplätze, Supermärkte oder Freizeitmöglichkeiten ausgewiesen. Mit dem Regierungspräsidium Stuttgart wurde der Plan ebenso abgestimmt wie mit dem Verband Region Stuttgart. Am Dienstag wurde der Entwurf einstimmig von der Versammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes (GVV) Bönnigheim, Erligheim, Kirchheim verabschiedet.

Konflikt um Lauffener Feld

Für einen Großteil der angemeldeten Flächen ist damit die Chance auf Genehmigung hoch. Nicht jedoch für alle. Das trifft in erster Linie auf das Gewerbegebiet „Lauffener Feld“ entlang der Straße von Bönnigheim nach Lauffen zu. Wie berichtet, besteht der Gemeinderat auf einer Erweiterung von 6,6 Hektar im Anschluss an das bestehende Gewerbegebiet. Diese Fläche ist allerdings als regionaler Grünzug ausgewiesen, was eine Genehmigung sehr unwahrscheinlich macht. Die Alternative auf die andere Straßenseite auszuweichen, war keine Option für den Gemeinderat.

Uwe Müller vom Büro Planungsbüro KMB in Ludwigsburg zählte in der Sitzung des GVV die weiteren von den drei Gemeinden angemeldeten Flächen auf. Für die Erweiterung des Strombergkellers in Bönnigheim sind 4,1 Hektar reserviert. Für die Anlage eines Campingplatzes nahe dem Amann-See sind drei Hektar eingeplant. Im Süden der Erligheimer Straße könnte ein Drogeriemarkt entstehen (0,6 Hektar). Wohnbauflächen sind beim Postweg in Hofen (2,4 Hektar) vorgesehen, ebenso in der Nordstadt (1,3 Hektar) im Eilingsrain (0,5 Hektar) und in Hohenstein beim Erlenbrunnenbach (1,3 Hektar) und in der Schlossgartenstraße (0,5 Hektar). Im Schlossfeld III sind 4,6 Hektar ausgewiesen.

Auch Erligheim denkt an die Anlage eines Campingplatzes. Dafür sind 1,2 Hektar im Westen des Gewerbegebietes ausgewiesen. Im Norden des Gewerbegebietes könnten zwei Hektar Gewerbefläche entstehen. Nahe der Kreisstraße nach Hofen sind 2,3 Hektar für einen Bauhof reserviert. Zwei größere Baugebiete könnten in den kommenden 15 Jahren entstehen: das Gebiet Aichert Nord (3,2 Hektar) im Osten der Gemarkung und Kuhäcker/Habertsau II im Westen, jeweils im Anschluss an bestehende Baugebiete.

Kirchheim hat im Westen und Südwesten der Gemarkung drei Wohngebiete ausgewiesen. Dies sind die Gebiete Hinter den Lüssen III (2,2 Hektar), Wasseräcker I (4,3 Hektar) und Wasseräcker II (3,4 Hektar). Als Gewerbegebiete sind im Süden die Erweiterung Hellebarten (3,7 Hektar) und Ehewiesen (1,3 Hektar) vorgesehen. Nahe der Obsthalle ist ein Sondergebiet von einem Hektar im Plan eingezeichnet.

 
 
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