Freiberg schlägt Villingen Coach Gehrmann lobt „herausragende erste Halbzeit“

Von Claus Pfitzer
Der Villinger Schlussmann Ibrahima Sy klärt in dieser Szene vor Freibergs Torjäger Marcel Sökler. ⇥ Foto: Avanti

Oberliga-Tabellenführer SGV Freiberg gewinnt gegen 08 Villingen mit 2:1 und muss am Ende noch zittern. 

„Das war eine herausragende erste Halbzeit und die beste, die wir bisher gespielt haben“, geriet Trainer Ramon Gehrmann ins Schwärmen, und hätte gerne sich und den Zuschauern die hektische Schlussphase nach dem Anschlusstreffer der Gäste gerne erspart. „Wir hätten es uns einfacher machen können, wenn wir das dritte Tor schießen. Ein 2:0 ist immer gefährlich. So begann nach dem Gegentor das große Zittern“, meinte der Coach des Tabellenführers SGV Freiberg nach dem 2:1-Heimerfolg über den lange harmlosen und klar unterlegenen FC 08 Villingen.

Die Gäste nutzten in der 79. Minute ihre einzige Chance im gesamten Spiel und kamen durch As Mohamed Diakite zum 1:2-Anschlusstreffer. Ihren ersten Torschuss hatten die Villinger durch einen Freistoß von Tevfik Ceylan in der 43. Minute verzeichnet.

Die Gastgeber hatten in der ersten Halbzeit mehrfach und in der zweiten Hälfte bei zwei dicken Torgelegenheiten durch Christian Mauersberger (61.) und Marco Grüttner (90.) die Möglichkeit, ihren 100. Saisontreffer zu erzielen. So weisen sie zumindest bis zum Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Bruchsal 98 Tore auf. Mit dem hochverdienten Heimsieg am Mittwochabend bleiben sie an der Tabellenspitze und wahrten ihren Zwei-Punkte-Vorsprung auf die ebenfalls siegreichen Stuttgarter Kickers (4:1 gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen).

Der Starkregen über dem Freiberger Wasenstadion hatte rechtzeitig zu Spielbeginn aufgehört. Dafür legten die Gastgeber meisterlich los, ließen Ball und Gegner laufen und brachten die mit einer Fünferkette angetretenen Villinger in größte Schwierigkeiten. Vor allem über die Außenpositionen wurde der SGV gefährlich. Angelo Rinaldi bereitete über rechts die erste Riesenchance vor, aber Kapitän Marco Grüttner traf nur den Pfosten des FC-Tores (10.). Zwei Minuten später spielte sich Yannick Thermann über die linke Seite durch, sein Zuspiel verwertete Marcel Sökler zum 1:0.

Von Villingen kamen keinerlei Impulse nach vorne, die langen Bälle wurden souverän von den Freiberger Innenverteidiger Azur Velagic und Lukas Hoffmann geklärt. Als die Gäste einmal etwas weiter aufgerückt waren, überspielte Christian Mistl deren Abwehrreihe mit einem exakt geschlagenen Pass auf den durchgestarteten Grüttner, der eiskalt mit seinem 28. Saisontreffer zum 2:0 einschoss (35.).

Auch in der zweiten Halbzeit liefen die Gäste meist hinterher und hatten zu tun, um sich der Angriffe des Spitzenreiters zu erwehren. Allerdings gerieten beim SGV viele ZUspiele zu ungenau, zudem hob Schiedsrichter-Assistent Vincent Becker häufig die Fahne, um seinem Chef Marco Öttl Abseitspositionen zu signalisieren. Un dann klappte es bei Villingen doch einmal mit einem gefährlichen Angriff. Fabio Cisseri hatte sich im Mittelfeld den Ball erkämpft und ihn direkt in die Spitze gespielt. Da zeigte Diakite dann seine außergewöhnlichen Fähigkeiten, er startete blitzschnell los und versenkte den Ball technisch perfekt im langen Toreck des SGV (79.). Mehr ging trotz plötzlicher Aktivitäten in der Offensive aber nicht mehr. ⇥

 
 
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