Freudentalerin bei „The Voice“ Franziska Kleinert überzeugt bei „The Voice“

Von Gabriele Szczegulski
Franziska Kleinert entschied sich bei den Blind Auditions von „The Voice“ für das Team von Peter Maffay, nachdem er sich für sie mit seinem Jurorenstuhl umdrehte. Foto: /The Voice/Richard Hübner

Die Freudentalerin Franziska Kleinert ist bei „The Voice of Germany“ eine Runde weiter gekommen.

Peter Maffay und Mark Forster drehten sich bei den „Blind Auditions“ in „The Voice of Germany“ um, als die Freudentalerin Franziska Kleinert „Barfuß am Klavier“ von Annenmaykantereit sang. Die Sängerin begleitete sich selbst am Klavier, „barfuß war ich nicht“, sagt sie im Gespräch mit der BZ. Als es darum ging, sich für ein Team zu entscheiden, mit dem Kleinert in die Battles und den weiteren Verlauf der TV-Sendung geht, „entschied ich mich natürlich für Peter Maffay, denn mit ihm habe ich eine Geschichte“, sagt sie.

Verkäuferin bei Heini Sauter

Vor 33 Jahren sang sie nämlich das Duett „Lass dich gehen“ mit dem Sänger, das auch auf dessen Schallplatte erschienen ist. Kleinert lernte damals im Bietigheimer Musikgeschäft des lokalen Musik-Urgesteins Heini Sauter Verkäuferin. Sauter verkaufte auch Maffay-Merchandising-Artikel und war gut bekannt mit dem Sänger. Als dieser auf Suche nach einer Duettpartnerin war, empfahl er die in Besigheim aufgewachsene Kleinert.

Der Beginn ihrer musikalischen Karriere war das aber nicht. Mit drei Jahren begann sie mit dem Klavierspielen, mit elf textete sie ihre ersten Songs, später sang sie in Schulbands. Sie begleitete Pur oder David Hanselmann bei Auftritten. Mit ihrer eigenen Franziska-Kleinert-Band hatte sie in den 1990er-Jahren Auftritte in der Hitparade oder im Fernsehgarten. „Das war die Hochzeit meiner musikalischen Karriere“, sagt sie. Dann wurde 1997 ihr Sohn geboren, den sie anfangs noch zu Auftritten mitnahm, sich aber dann eine Weile aus der professionellen Musik zurückzog. Kleinert machte Ausbildungen zur Musiktherapeutin und -pädagogin, arbeitet seither in Schulen wie in den Sonderpädagogischen Bildungszentren Weimarer Weg in Bietigheim oder in der Schule im Steinhaus in Besigheim. Derzeit ist sie an dem Projekt „Bildungshelfer“ der Stadt Stuttgart beteiligt, in dem versucht wird, mehr Musik an die Schulen zu bringen. Zudem schreibt sie Songtexte für andere Künstler wie Wolfgang Petry. Das ist auch ihr Traum: „Ich möchte als Songwriterin so viel Geld verdienen, dass ich alleine davon leben kann“, sagt sie.

Vor zwei Jahren begann Kleinert mit der Straßenmusik. „Das ist wunderbar und macht so viel Spaß. Man kommt als Straßenmusiker direkt mit dem Publikum in Kontakt, bekommt direkte Rückmeldungen“, sagt sie. Mit der Single „Spurlos“ trieb sie ihr Comeback voran. Und dann kam „The Voice of Germany“. Kleinert setzte sich im Bewerbungsverlauf in Stuttgart unter Hunderten Sängern durch und kam in die „Blind Auditions“. „Ich war noch nie so aufgeregt und nervös wie vor meinem Auftritt“, sagt die Sängerin, die mit Pur Auftritte vor Tausenden von Zuschauern gewöhnt ist. Nun geht es für Kleinert in die Battles, wo sie sich in ihrem Team beweisen muss. Ausgestrahlt wird die Sendung in zirka zwei Wochen. Gabriele Szczegulski

 
 
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