Fußball-Landesliga Croatia Bietigheim verlässt die Abstiegszone

Von Simon David
Löchgaus Außenverteidiger Paul Haile zieht an seinem ins Straucheln geratenen Crailsheimer Gegenspieler vorbei. Foto: Avanti/Ralf Poller

Der Landesligist aus Metterzimmern glänzt beim 6:2 gegen Mitaufsteiger Aramäer Heilbronn. Der SV Germania Bietigheim und der FV Löchgau gehen dagegen leer aus.

Mit einem überzeugenden Heimsieg schaffte Aufsteiger NK Croatia Bietigheim am 16. Spieltag der Fußball-Landesliga den Sprung aus der Abstiegszone. Stadtrivale SV Germania rutschte dagegen auf Platz 13 ab. Der FV Löchgau kassierte die zweite Niederlage in Folge.

NK Croatia Bietigheim – Aramäer Heilbronn 6:2 (4:2) Im Duell der Aufsteiger kam Croatia mit seiner ersten Chance zum 1:0-Führungstreffer durch Fabijan Kraljevic (6.). Kurz darauf glichen die Gäste mit einem Freistoßtreffer von Kresimir Strangar aus (8.). Auch die erneute Führung nach Zvonimir Zivics 2:1 (26.) hielt nur wenige Minuten. Vom Elfmeterpunkt egalisierte Kevin Berg erneut (33.). Mit je einem weiteren Treffer von Zivic (36.) und Kraljevic (45.+1) spielten sich die Bietigheimer eine komfortable Halbzeitführung heraus. Mit Zivics drittem Treffer kurz nach der Pause war die Vorentscheidung gefallen (51.). Das halbe Dutzend machte Mario Teutsch voll (67.).

„Wir haben das Spiel gemacht. Dass die Gegentore nach Standards gefallen sind, zeigt, wie wenig wir aus dem Spiel zugelassen haben“, lobte Bietigheims Co-Trainer Turgul Balcik. „In den Situationen, die zu den Gegentoren geführt haben, waren wir zu hektisch. Insgesamt war es eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung und das 6:2 ein gerechtes Ergebnis. Den Elan aus diesem Spiel wollen wir mitnehmen.“ Mit diesem Sieg kletterte Croatia auf Platz elf der Tabelle. NK Croatia Bietigheim: Kolb – Panic (82. Kolak), Bytyqi, Kraljevic, Nektarios Tsouloulis (62. Aytac) – Zovko, Gashi, Halilovic, Marosevic – Zivic (75. Vasilios Tsouloulis), Teutsch (78. Zieba). VfR Heilbronn – SV Germania Bietigheim 3:0 (2:0) Die Vorgabe, die kleinen, aber entscheidenden individuellen Fehler abzustellen, wurde nicht umgesetzt. Nachdem die Germanen in der Anfangsphase das Spiel gemacht und durch Dominik Wolter eine gute Möglichkeit herausgespielt hatten, unterliefen ihnen zwei folgenschwere Fehler. Serdal Kocak nutzte eine Unachtsamkeit in der SVG-Abwehr zum 1:0 (9.). Dem 2:0 durch Nephtali Diakiesse (36.) ging ein Bietigheimer Ballverlust im eigenen Drittel voraus. Die beiden Treffer stellten den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf.

Nach einem guten Start in die zweite Halbzeit verloren die Gäste dann jedoch den Faden und kamen zu keinen klaren Torchancen mehr. Robin Faber sorgte mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung (73.). „Heilbronn war sehr effektiv und hat in der ersten Halbzeit mit zwei Schüssen zwei Tore erzielt. Wir haben wieder durch eigene Fehler verloren und uns am Ende zu wenig gegen die Niederlage gestemmt“, monierte SVG-Trainer Holger Ludwig. SV Germania Bietigheim: Köhl – Hirsch, Juhasz, Bitzer, Schöbinger, Widmann (58. Strähle), Baumeister (46. Kainz) – Hirsch, Senol, Wolter (75. Krüger) – Qenaj, Vogel (75. Wörner). FV Löchgau – TSV Crailsheim 1:4 (0:1) Der FVL hatte mehr vom Spiel, ließ sich nach ärgerlichen Ballverlusten aber dreimal eiskalt auskontern und stand daher am Ende mit leeren Händen da. Daniele Hüttl brachte die Gäste nach einer halben Stunde in Führung. Tim Messner legte in der 56. Minute das 2:0 nach. Der Löchgauer 1:2-Anschlusstreffer durch Kubilay Baki (62.) gab nur kurze Zeit Anlass zur Hoffnung. Messner (80.) und Elia Krieger (89.) stellten den 1:4-Endstand her.

„Der Einsatz meiner Mannschaft hat gestimmt, aber wir haben die Fehler gemacht, die man in einem solchen Spiel nicht machen darf. Crailsheim hat die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagte Löchgaus Coach Thomas Herbst nach der zweiten Niederlage seines Teams in Folge. Der FVL bleibt Zweiter, doch zogen sowohl der VfR Heilbronn als auch der TSV Crailsheim nach Punkten gleich. Simon David FV Löchgau: Altmann – Haile, Gurth (72. Sprigade), Stephani, Feufel, Kühnle (56. Falk) – Del Genio (72. Däschner), Baki (81. Lamatsch), Weber, Wiens – Schwara.

 
 
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