Fußball-Landesliga Germania und Löchgau stehen im Derby unter Druck

Von Simon David
Die Derbys zwischen dem SV Germania und Löchgau sind stets heiß umkämpft. Das Bild aus der Vorsaison zeigt einen Zweikampf zwischen Tobias Krüger (links) und Mario Andric. Foto: Avanti/Ralf Poller

Der SV Germania Bietigheim und der FV Löchgau kämpfen im Landesliga-Derby gegen ihren Abwärtstrend. Der NK Croatia Bietigheim steht kurz vor seinem Etappenziel.

Am Samstag steht in der Fußball-Landesliga der letzte Vorrundenspieltag an. Dabei kommt es um 15.30 Uhr auch zum Derby zwischen dem SV Germania Bietigheim und dem FV Löchgau. Die Löchgauer stehen nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge etwas unter Zugzwang. Auch Gastgeber Germania braucht unbedingt ein Erfolgserlebnis. Den letzten Sieg feierte der SVG Ende September gegen Aufsteiger Oppenweiler-Strümpfelbach. Nach nur zwei Punkten aus den letzten sechs Spielen rutschten die Bietigheimer auf Platz 13 und damit einen Abstiegsplatz ab.

„Der Trend zuletzt war nicht gut, da hatten wir uns etwas anderes erwartet. Mit der Punkteausbeute aus der Vorrunde sind wir nicht zufrieden. Für uns geht es jetzt darum, in diesem Jahr noch das Maximale rauszuholen und dann im nächsten Jahr deutlich besser zu punkten“, sagt Germanias Sportlicher Leiter Claudio Ferrara. Dem Kräftemessen mit Löchgau sieht er erwartungsfroh entgegen: „In einem Derby ist alles möglich. Wir müssen 100 Prozent auf den Platz bringen. Löchgau hat eine disziplinierte Mannschaft mit hoher spielerischer Qualität. Körperlich sind wir aber etwas überlegen. Da gilt es, alles reinzuwerfen.“ Eventuell kehrt Enrico Mastrogiacomo in den SVG-Kader zurück.

Beim FVL ist man mit dem bisherigen Saisonverlauf grundsätzlich zufrieden. „Nach der kurzen Vorbereitung und einem schwachen Start nach 16 Spielen auf Platz zwei in einer starken Liga zu stehen, da muss man zufrieden sein“, sagt Trainer Thomas Herbst. „Gleichzeitig sehen wir in jedem Bereich noch Luft nach oben“, gesteht er ein. „Wir haben das letzte Spiel aufgearbeitet. Vor dem Derby in Bietigheim spielt es keine Rolle, dass wir in den letzten anderthalb Jahren 46 Punkte mehr geholt haben als Germania. Beide Teams kennen sich gut, und Germania hat eine gute Qualität mit Qenaj, Schöbinger und Bitzer“, sagt Herbst.

Aytac reißt sich das Außenband

Aufsteiger NK Croatia Bietigheim belegt kurz vor Hinrundenschluss Platz elf, also auf einem Rang, der den Klassenerhalt bedeuten würde. Am Samstag (14.30 Uhr) steht nun das Duell beim Tabellen-14. TSV Obersontheim an. „Das Spiel auf Kunstrasen kommt uns entgegen, da wir ja auch auf Kunstrasen spielen“, sagt Croatia-Co-Trainer Turgul Balcik. Die Bietigheimer wollen den Abstand zur Abstiegszone vergrößern. Fehlen wird ihnen Cihat Aytac, der sich das Außenband gerissen hat. Mit einem Auswärtserfolg würde der Neuling seine bisher gezeigte Vorrundenleistung krönen. „Unser Ziel war es, 20 Punkte in der Vorrunde zu holen. Aktuell haben wir 19. Es liegt also in unserer Hand, unser Ziel zu erreichen“, so Balcik.  Simon David

 
 
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