Fußball Nullacht und Freiberg vor brisanten Duellen

Von Claus Pfitzer
Torjäger Marcel Sökler ist bisher glücklos. Foto: /Avanti/Ralf Poller

Englische Woche in der Regional- und in der Oberliga: An diesem Mittwoch geht es für Freiberg und 08 Bietigheim-Bissingen in Nachbarschaftsduellen gegen den VfB Stuttgart II und Backnang um wichtige Punkte.

Zwei schwäbische Derbys steigen an diesem Mittwoch in der Regional- und in der Oberliga wenige Kilometer voneinander entfernt. Am Bruchwald erwartet der FSV 08 Bietigheim-Bissingen die TSG Backnang (18.30), der SGV Freiberg spielt im Wasenstadion gegen den VfB Stuttgart II (17 Uhr).

Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen ist zwischen drei Auswärtsauftritten und dem Gastspiel am Samstag (16 Uhr) beim 1. CfR Pforzheim, dessen Trainer Volker Grimminger Anfang der Woche zurückgetreten ist, mal wieder daheim im Oberliga-Einsatz. „Ich hatte in Backnang eine schöne Zeit, aber das spielt keine Rolle mehr. Wir müssen unsere Leistungen aus den letzten Spielen konservieren. Eventuell gibt es den einen oder anderen Wechsel, wir müssen die Belastung steuern“, sagt 08-Trainer Markus Lang vor dem Duell gegen seinen Ex-Verein. Er führte die TSG Backnang einst von der Landes- in die Oberliga.

Guter Saisonstart

„Wir haben schon gegen drei Mannschaften gespielt, die oben in der Tabelle stehen. Von daher sind wir mehr als zufrieden“, zieht Lang ein erstes Fazit nach sieben Spieltagen und Platz sechs mit zwölf Punkten. Vor allem bei den beiden letzten Auftritte in Nöttingen (4:2) und in Villingen (5:2) zeigten seine Nullachter ihre beachtlichen Qualitäten sowohl in der Defensive als auch im Angriff und bei der Verwertung der Torchancen. Allen voran Nesreddine Kenniche, dessen Wert für die Mannschaft sein Trainer nicht nur an den sieben Toren misst, sondern auch an dessen frühem Anlaufen und seinen vielen Läufen in die Tiefe.

Einen ähnlich großen Umbruch wie die Nullachter hat auch die TSG Backnang nach dem Weggang mehrerer Leistungsträger, darunter Spielertrainer und Torjäger Mario Marinic, vollzogen. Unter dem neuen Trainer David Pfeiffer hakte es anfangs, doch zuletzt gab es Siege im Pokal gegen den Hollenbach (3:2) und in der Liga gegen den Nöttingen (3:1).

Trainer fordert mehr Stabilität

„Wir haben unsere vier Punkte gegen die besseren Mannschaften geholt“, sagt Ramon Gehrmann, der Trainer des Regionalligisten SGV Freiberg, und hofft gegen den Tabellenvierten VfB Stuttgart II darauf, dass sein Team gegen einen offensiv- und spielstarken Kontrahenten besser klar kommt als gegen Mannschaften, die ähnlich wie zuletzt der FC Astoria Walldorf eher auf Defensive und Konter setzt.

Aber auch gegen die Zweite Mannschaft des VfB Stuttgart mit ihren vielen hochbegabten Talenten müssen Tugenden wie Zweikampfstärke, Stabilität und Intensität auf den Platz gebracht werden. Die hatte SGV-Trainer Gehrmann bei seinen Spielern jüngst bei der 1:3-Niederlage in Walldorf vermisst. Verbessern muss sich auch die Abschlussqualität vor dem gegnerischen Tor. „Mit so einer Chancenverwertung gewinnt man weder in der Regionalliga noch in der Ober- oder Verbandsliga ein Spiel“, kritisierte Gehrmann.

Der eigentliche Torgarant Marcel Sökler hat noch gar nicht getroffen. Bei ihm setzt Gehrmann schon seit Wochen auf den Ketchup-Flaschen-Effekt: Lange kommt nichts, und dann alles auf einmal. Wieder dabei in der Startelf des SGV ist der zuletzt gesperrte Kapitän Marco Kehl-Gomez. Abwehrspieler Jan Koch könnte nach seiner Operation wegen eines Nasenbeinbruchs mit einer am Dienstag angepassten Gesichtsmaske eine Option sein.

 
 
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