Handball, EHF-Pokal SG BBM: Mit guter Defensive und Tagesform zum Sieg

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Gehört Amelie Berger zu den Spielerinnen, die für die SG BBM Bietigheim in Herning den Unterschied ausmachen können? Beim 26:26 im Hinspiel vor einer Woche überwand sie Torhüterin Sabine Englert einmal.⇥ Foto: Marco Wolf

Für Bietigheims Trainer Martin Albertsen sind die Unterschiede vor dem EHF-Cup-Duell bei Tabellenführer Herning-Ikast Handbold marginal.

Es geht Schlag auf Schlag bei den Handballerinnen der SG BBM Bietigheim. Nach dem Bundesliga-Sieg am Mittwoch in Bensheim wartet am Samstag (14 Uhr) der stärkste Gruppengegner im EHF-Cup. Herning-Ikast Handbold führt die Gruppe D noch ungeschlagen an.

Dass die Bietigheimerinnen das Rüstzeug dazu haben, den dänischen Pokalsieger zu schlagen, haben sie am vergangenen Samstag unter Beweis gestellt. Zwischenzeitlich lag das Team von Trainer Martin Albertsen mit vier Toren in Führung und hatte in der Schlussminute die Chance, den Gegner mit einem verwandelten Siebenmeter gehörig unter Druck zu setzen. Maura Visser scheiterte allerdings an der schwedischen Torhüterin Jessica Ryde, die extra eingewechselt wurde und zuvor auch schon einen Siebenmeter von SG-Kapitänin Kim Naidzinavicius gehalten hatte. Da die Abwehr in Verbindung mit Torhüterin Dinah Eckerle den letzten verbleibenden Wurf von Top-Scorerin Helene Fauske entschärfte, blieb es beim 26:26.

Es war immerhin der erste Punktverlust der Däninnen in der EHF-Cup-Gruppenphase.  In der zweiten Qualifikationsrunde hatte Herning-Ikast aber schon beim weißrussischen Vertreter HC Gomel mit 21:25 verloren. Albertsen würde der Bilanz seiner Landsleute gerne eine zweite Niederlage hinzufügen, aber er weiß um die Schwere der Aufgabe. „Wenn zwei so gute Teams aufeinandertreffen sind die Unterschiede immer marginal. Und Ikast ist immerhin momentan die beste Mannschaft in Dänemark“, so der SG-Coach.

Als Basis wünscht sich Albertsen von seiner Mannschaft, da weiterzumachen, wo sie am Samstag aufgehört hat. „Wir haben zu Hause sehr gut gespielt, vor allem in der Abwehr. Das müssen wir wiederholen und dann vorne irgendwie ein Tor mehr finden“, erklärt der Bietigheimer Trainer. Zufrieden war er beispielsweise, wie sein Team gegen die norwegische Top-Scorerin Fauske agiert hat. „Gegen uns hat sie zwar neunmal getroffen, aber in Dänemark macht sie normalerweise 14 oder 15 Tore pro Spiel“, sagt Albertsen, und ergänzt: „Viel wichtiger ist das Ergebnis am Ende. Wir werden versuchen, Ikast bei 25 Toren zu halten, dann haben wir eine gute Chance, zu gewinnen.“

Bis auf die Langzeitverletzte Leonie Patorra hat Albertsen alle Spielerinnen an Bord und freut sich, dass bei vielen die Formkurve nach oben zeigt. „Der Abstand zur WM wird immer größer und die Energie kommt langsam zurück“, berichtet der SG-Coach. Um diese Entwicklung zu unterstützen hat er im Ligaspiel am Mittwoch in Bensheim viel durchgewechselt. „Man muss dabei aber aufpassen, dass der Flow nicht verlorengeht.“ Wichtigste und schwierigste Aufgabe in Dänemark für ihn wird deshalb sein, die Spielerinnen mit der besten Tagesform herauszufinden, damit sie genau die marginalen Unterschiede ausmachen, die zum Sieg nötig sind.

 
 
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