Handball – Stromberg Cup in Bönnigheim TSV trotzt dem Turniersieger

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„Wir brauchen noch Zeit“, resümierte Rückraum-Spieler Dominic Zäh (Mitte) nach einem durchwachsenen Auftritt des TSV Bönnigheim beim Stromberg-Cup.⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Beim Stromberg Cup des TSV Bönnigheim ist die höherklassige Konkurrenz für die Heim-Teams der Männer und Frauen am Ende zu stark.

Der Stromberg Cup des TSV Bönnigheim begeisterte Mannschaften und Zuschauer. Turniersieger wurden der HC Neuenbürg bei den Männern und die HSG Kappelwindeck-Steinbach bei den Frauen. Das Einlagespiel gewannen die SG BBM Bietigheim gegen TSB Horkheim 33:29.

Spielerinnen und Spieler sowie Fans waren nach der langen Corona-Pause gleichermaßen gespannt. Pro Veranstaltungsabschnitt durfte der TSV 170 Tickets verkaufen und die waren auch jeweils schnell weg. „Es hat sich gelohnt, das Wagnis mit der Durchführung des Turniers einzugehen“, freute sich Jochen Schmälzle, der mit den Co-Organisatoren Timo Schön und Uwe Sauerbrey ein attraktives Teilnehmerfeld präsentierte.

Überraschung zum Auftakt

Bei den Männern sorgte gleich im ersten Spiel das Team des Gastgebers, der einzige Landesligist im Feld der höherklassigen Konkurrenten, für eine Überraschung. Beim 18:18-Remis gegen den Oberligisten Neuenbürg zeigte Bönnigheim eine gute Leistung, verpasste am Ende bei einem Kempa-Trick knapp den Sieg.

„In den weiteren Partien lief es nicht so gut“, bedauerte Rückraumakteur Dominic Zäh, „bei den Niederlagen gegen Schwaikheim und Schmiden hat man gemerkt, dass die Gegner in höheren Ligen spielen und wir nach der langen Pause noch Zeit brauchen, um wieder richtig reinzukommen.“ Hinter Neuenbürg (5:1 Punkte), Schmiden (4:2) und Schwaikheim (2:4) wurde der TSV (1:5) Vierter der Gruppe A.

In der Parallelgruppe gab es für Verbandsligist SG BBM Bietigheim 2 gegen Oberligist Bittenfeld 2 (15:20) und Leonberg/Eltingen (11:25) zwei Niederlagen. Vor der letzten Begegnung appellierte Christian Heuberger erfolgreich an die Einstellung des Teams. „Der 17:16-Erfolg gegen den Württembergligisten Neuhausen/Erms war ein guter Abschluss. Die Truppe ging zwar auf dem Zahnfleisch, hat aber alles reingehauen und Herz gezeigt“, freute sich der SG-Trainer. Sieger der Gruppe B wurde Leonberg/Eltingen (6:0 Punkte) vor Bittenfeld 2 (3:3), Bietigheim (2:4) und Neuhausen (1:5).

Final-Thriller bei Männern

Das Finale wurde zum Thriller: Mit dem Abpfiff glückte Leonberg/Eltingen der 17:17-Ausgleich. Im fälligen Siebenmeterwerfen avancierte Neuenbürgs Torhüter Nick Burkhardt zum Matchwinner. Dreimal gewann er das Duell mit den Schützen und ließ den HC über den 21:19-Endspielsieg jubeln. Im Spiel um Platz 3 besiegte Bittenfeld 2 den Lokalrivalen Schmiden 17:16.

Abgeschlossen wurde der Samstag mit dem Einlagespiel der SG BBM Bietigheim gegen den TSB Heilbronn-Horkheim. Bei der SG fehlte Jonas Link, der sich tags zuvor beim Sieg im Benefizspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen den linken Daumen gebrochen hatte. Bis zum 18:10-Pausenstand dominierte der Zweitligist, bei dem Neuzugang Sven Weßeling mit einigen Rückraumknallern auffiel. Nach dem Wechsel schonte SG-Coach Iker Romero einige Akteure. Horkheim kam besser ins Spiel. Mehrfach entwischte der flinke Louis Moench Bietigheims Abwehr. Der TSB kam heran, konnte aber den 33:29-Sieg der SG nicht gefährden.

Überraschungssiegerinnen

Beim Frauenturnier bekam es der Gastgeber mit Schozach-Bottwartal (11:19), Ketsch-Friesenheim (13:13) und Heiningen (17:18) zu tun. „Gegen Schozach-Bottwartal waren wir chancenlos. In den beiden anderen Spielen sind wir selbstbewusst aufgetreten. Es fehlte aber im entscheidenden Moment die Cleverness“, analysierte TSV-Kreisläuferin Alexandra Zäh. Schozach-Bottwartal (6:0) wurde Gruppensieger vor Heiningen (3:3), Ketsch-Friesenheim (2:4) und Bönnigheim (1:5). In der Gruppe B siegte die SG Kappelwindeck-Steinbach (6:0) vor der HSG Würm-Mitte (4:2), HSG Nieder-Roden und TSG Seckenheim (je 1:5).

Platz drei ging an die HSG Würm-Mitte, die Heiningen 27:14 bezwang. Turniersieger wurde Kappelwindeck/Steinbach. Die Südbadenerinnen überraschten beim spektakulären 23:10-Sieg gegen den Favoriten Schozach/Bottwartal sogar ihren Trainer Arnold Manz. „So ein perfektes Spiel hat man nur alle paar Jahre“, staunte der SGKS-Coach. „Alles lief, am Ende haben die Mädels sogar gezaubert.“

Und er lobte das Turnier in den höchsten Tönen: „Das war sehr familiär, toll gemacht, perfekt organisiert.“

 
 
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