HSV Hamburg zu Gast in Bietigheim-Bissingen SG BBM empfängt Aufstiegshelden

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HSV-Trainer Torsten Jansen und Tobias Schimmelbauer jubeln nach dem Sieg über den ASV Hamm-Westfalen über den Aufstieg in die Bundesliga. Der Weltmeister von 2007, Jansen, führte die Hamburger von der Dritten Liga ins Oberhaus.⇥ Foto: Dirk Reps via www.imago-images.de

Zum Saisonabschluss trifft der Bietigheimer Zweitligist auf den frisch gekürten Bundesligisten HSV Hamburg. Für SG-Coach Brian Ankersen dürfte es eine emotionale Partie werden.

Am Dienstagabend war es endlich soweit. Fünfeinhalb Jahre nach dem bitteren Absturz in die Dritte Liga und rund 2000 Tage nach dem Lizenzentzug ist der HSV Hamburg wieder erstklassig. Ein umkämpfter 32:28-Erfolg in eigener Halle gegen den ASV Hamm-Westfalen reichte den Hanseaten, um am vorletzten Spieltag einer total verrückten Saison die Rückkehr ins deutsche Oberhaus einzutüten. Danach gab es kein Halten mehr. Die Hamburger Spieler kramten die extra angefertigten roten „Aufstieg 2021 – nach Ebbe kommt Flut“-Trikots hervor und feierten ausgiebig mit den 2140 zugelassenen Fans in der Halle.

Und nach der Pflicht wartet die Kür auf den HSV Hamburg: Am letzten Spieltag muss der Champions-League-Sieger von 2013 am Samstag (18 Uhr) noch einmal bei der SG BBM Bietigheim ran. Ob Bietigheim-Bissingen dabei in die Kategorie „Was-weiß-ich-wohin“ gehört, die Hamburgs Kapitän Kapitän Lukas Ossenkopp nach dem Sieg gegen Hamm im Aufstiegsrausch noch launisch mit den Worten „Nächste Saison fahren wir nach Kiel, Flensburg, Berlin  – und nicht mehr was-weiß-ich-wohin“ kurzerhand erfunden hatte, ist nicht überliefert. Doch wahrscheinlich ist, dass sich die Hamburger nach den Feierlichkeiten der letzten Tage in ihrem letzten Saisonspiel kein Bein mehr ausreißen werden.

Deutlich frischer als seine Spieler dürfte der Vater des Hamburger Erfolgs, Coach Torsten „Toto“ Jansen, am Samstag sein. Der gerade zum „Trainer der Saison“ in der Zweiten Liga gewählte Weltmeister von 2007 hatte den Klub 2017 als Übungsleiter in der Dritten Liga übernommen und nun den Durchmarsch perfekt gemacht. Nach Informationen der Bild-Zeitung hatte der 44-jährige Jansen die Aufstiegsfeier vorzeitig verlassen, um nüchtern den letzten Grundschultag seiner Tochter zu erleben. „Ich bin froh und stolz auf dass, was die Jungs in dieser verrückten Saison geleistet haben. Selbst wenn wir es heute nicht geschafft hätten und auch nächste Woche in Bietigheim nicht, war es eine überragende Saison“, hatte Jansen noch unmittelbar nach dem gelungenen Aufstieg im NDR-Interview gesagt. Doch geschafft haben er und seine Truppe es jetzt ja und können die finale Partie dementsprechend genießen.

Deutlich mehr Ehrgeiz als der Meister dürfte dagegen die SG BBM auf der Platte zeigen. Im letzten Spiel von Brian Ankersen wollen die Bietigheimer Handballer ihrem Interimstrainer nach drei sieglosen Begegnungen in Serie zum Abschluss sicherlich einen Sieg schenken. Trotz der Schwächephase zuletzt sieht die Bilanz des Dänen positiv aus. Acht Siegen und zwei Remis stehen fünf Niederlagen gegenüber.

 
 
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