In der Friedenskirche Köhler und Eppelmann in Ludwigsburg

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Horst Köhler kommt mit Rainer Eppelmann in die Ludwigsburger Friedenskirche. Foto: picture alliance/dpa/Wolfgang Kumm

Über die Wiedervereinigung und Deutschland heute sprechen der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler und der frühere DDR-Oppositionelle Rainer Eppelmann in der Ludwigsburger Friedenskirche. Beide haben ihre besonderen Verbindungen zu der Stadt.

Ludwigsburg - Dem Abend mit dem Pfarrer und DDR-Oppositionellen und dem früheren Bundespräsidenten sieht Citypfarrer Martin Wendte gespannt entgegen: „Er ist der Höhepunkt unseres Halbjahresprogramms“, freut er sich; es sei großartig, dass Rainer Eppelmann und Horst Köhler in die Friedenskirche kämen, um über Deutschland zur Zeit der Wiedervereinigung und heute zu sprechen und mit dem Publikum darüber zu diskutieren.

Dass beide Bezug zur Stadt haben– Rainer Eppelmann durch seine Freundschaft zum früheren Friedenskirchenpfarrer Franzgerhard von Aichberger, Horst Köhler, weil er als Jugendlicher in Ludwigsburg lebte, am Mörike-Gymnasium Abitur machte und auch seine Frau Eva Luise in der Stadt aufwuchs – , beförderte die Stippvisite. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 22. September, um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, es gelten die 3-G-Regeln und Maskenpflicht. Die Besucherdaten werden erfasst – dafür entfällt das Abstandsgebot.

Runter von der Sparflamme

So verhält es sich mit allen Veranstaltungen des neuen „Art&Weise“-Halbjahresprogramms der evangelischen Citykirche – ausgenommen Gottesdienste, bei denen Maskenpflicht, Datenerfassung, aber nicht 3G gelten, dafür aber der 1,5-Meter-Abstand eingehalten werden muss.

Eine gute Lösung, findet Martin Wendte, der froh ist, nach dem auf Sparflamme gekochten Programm wieder mit größerem Angebot aufwarten zu können – mit Konzerten, Lesungen und anderen Formaten aus den Spektren Spiritualität, Politik, Kultur und Lebensart.

Mit QR-Codes direkt auf die Infos

So hat Wendte Christian Felber, Initiator der Gemeinwohlökonomie-Bewegung, für zwei Veranstaltungen verpflichtet, die palästinensische Autorin Sumaya Farhat-Naser eingeladen oder die Psychologin und Theologin Beate Weingardt, den Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein und den Psychotherapeuten Joachim von Lübtow bei Vorträgen und Nachteulen-Gottesdiensten zu Gast. Anselm Grün und Giora Feidman kommen, ein Seminar mit Sebastian Hobrack widmet sich dem Judentum der Gegenwart. Auch interreligiöse Formate gibt es: „In der gegenwärtigen Welt ist das Gespräch der Religionen so wichtig wie kaum zuvor“, sagt Wendte.

Das Halbjahres-Programm – erstmals auch mit QR-Codes versehen, mit denen man per Smartphone direkt auf die Online-, Instagram- und Facebook-Präsenz der Citykirche und einzelne Veranstaltungen kommt – , wurde 10 000-mal gedruckt und liegt in der Stadt aus. Es findet sich auch unter www.friedenskirche-lb.de/Citykirche.

 
 
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