Jugend in Sachsenheim Outdoor-Fitness beim Sportpark

Von Michaela Glemser
Auf dem Gelände des Sportparks des TV Großsachsenheim soll in unmittelbarer Nachbarschaft der vorhandenen Boule-Bahn eine Calisthenics-Anlage errichtet werden.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Die Stadt und der Sportpark wollen den Wunsch von Jugendlichen nach einer Calisthenics-Anlage nächstes Jahr umsetzen. Der Pumptrack kommt erst 2023.

Auf dem Gelände des Sportparks des TV Großsachsenheim soll in unmittelbarer Nachbarschaft der vorhandenen Boule-Bahn eine Calisthenics-Anlage errichtet werden. Diese Kombination von Outdoorfitness-Geräten hatten sich Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren in einem Online-Ideenworkshop gewünscht. Dabei wurden unter anderem auch noch die Idee einer Pumptrack-Anlage vorgeschlagen und Basketballkörbe in allen Stadtteilen angeregt. Doch angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt mussten die Jugendlichen und Stadtjugendreferent Nico Blum eine Priorisierung vornehmen. Dabei kristallisierte sich die Calisthenics-Anlage als wichtigstes Projekt heraus.

Kooperation geplant

Der Leiter des Sportparks Sachsenheim, Christoph Heimann, hat seine Unterstützung angeboten. Bei einem Treffen wurde vereinbart, eine Kooperationsvereinbarung abzuschließen, in der alle Details geregelt werden. „Durch den Standort auf dem Gelände des Sportparks könnte die Calisthenics-Anlage während der Öffnungs- und Schließzeiten des Sportparks überwacht werden“, machte Jugendreferent Nico Blum in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses deutlich.

Sportpark als Bauherr

Der Sportpark tritt auch als Bauherr der Anlage auf und übernimmt die Spendenakquise mit Unterstützung der Stadt. Dafür werden den Mitgliedern des TV Großsachsenheim exklusive Nutzungszeiten der Anlage zugestanden. „Möglichst viele Nutzungszeiten der Calisthenics-Anlage sollen aber der Allgemeinheit zur Verfügung stehen“, betonte Blum.

Sportpark-Geschäftsführer Heimann freut sich auf die Anlage: „Ich finde die Idee der Jugendlichen toll. Wir können auf diese Weise die Kooperation mit den Schulen noch deutlich ausbauen und tragen das Projekt gerne mit.“

Ein Kostenvoranschlag über 50 000 Euro für eine solche Outdoor-Fitness-Kombination mit Fallschutz, die vergleichbar mit der Anlage in Löchgau ist, liegt vor. Die Stadt will diese Summe für den Sportpark im Haushalt 2022 vorsehen. Allerdings sollen diese Finanzmittel möglichst nicht in voller Höhe abgerufen, sondern durch Fördermittel und Spenden deutlich reduziert werden.

Mit den Geräten sind ganz verschiedene Übungen möglich. In ihrer jüngsten Jugendbeiratssitzung machten sich die Jugendlichen dafür stark, auch Bänke oder andere Sitzgelegenheiten rund um die neue Anlage vorzusehen.

Zudem plädierten einige Mitglieder dafür, die öffentlichen Nutzungszeiten der Geräte an den Wochenenden auch über die Öffnungszeiten des Sportparks hinaus auszudehnen.

Dirtbahn oder Pumptrack

Bei der Idee einer Dirtbahn- oder Pumptrack-Anlage wollen sich alle Beteiligten mehr Zeit lassen. „Auf dem zunächst angedachten Grundstück beim geplanten überdachten Jugendtreff ist aufgrund der zu berücksichtigenden Abstandsflächen nur eine Minimallösung möglich.

„Eventuell ergibt sich aber auf zwei nebeneinander liegenden Grundstücken im Bereich des Großsachsenheimer Schulcampus eine neue Möglichkeit“, berichtete Jugendreferent Blum. Eine Veranstaltung, ein sogenanntes Jugendhearing, mit jungen Menschen im nächsten Jahr soll weiterhelfen. „Dabei soll auch geklärt werden, ob eine Dirtbahn oder eine asphaltierte Pumptrack-Anlage gewünscht ist“, so Blum.

Eine Umsetzung des Projekts soll dann 2023 erfolgen. Ausschussmitglied Thomas Bay schlug den Jugendlichen vor, das Gelände des ehemaligen Radarstation im Gewerbepark „Eichwald“ auch für eine Dirtbahn in Betracht zu ziehen, da dieses bereits entsprechend modelliert sei.

Einige Mitglieder des Jugendbeirats hatten jedoch Bedenken aufgrund der Entfernung zur Stadt. Auch Jugendreferent Blum plädierte für kurze Wege zwischen den Jugendeinrichtungen.

 
 
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