Kantorei Besigheim Aufbruchstimmung in der Kirchenmusik

Von Gabriele Szczegulski
Tobias Horn (am Steinway-Flügel) und Alexander Pieschel-Kammerer engagieren sich sehr für die Kirchenmusik in der Stadtkirche Besigheim.  Foto: /Martin Kalb

„Zwei große Hausnummern“ sollen einen „Neuanfang und eine Aufbruchstimmung“ in der Kirchenmusik an der Stadtkirche in Besigheim symbolisieren. Das sagt der Besigheimer Bezirkskantor und Stadtmusikdirektor Tobias Horn. Mit der Kantorei der Stadtkirche wird er am 19. März Bachs Johannespassion und am 12. November Mozarts Requiem aufführen.

„Zwei große Hausnummern“ sollen einen „Neuanfang und eine Aufbruchstimmung“ in der Kirchenmusik an der Stadtkirche in Besigheim symbolisieren. Das sagt der Besigheimer Bezirkskantor und Stadtmusikdirektor Tobias Horn. Mit der Kantorei der Stadtkirche wird er am 19. März Bachs Johannespassion und am 12. November Mozarts Requiem aufführen. „Nach fast drei Jahren Zwangspause sollen diese Werke für die Sänger und Sängerinnen, aber auch für das Publikum ein Fest werden“, so Horn.

Überzeugte undleidenschaftliche Sänger

Die Kantorei mit ihren 60 Sängern und Sängerinnen sei „intakt“ aus der Coronazeit herausgekommen, genauso wie die 20 bis 30 Mitglieder umfassenden Kinder- und Jugendkantoreien. „Wir haben immer Kontakt gehalten per Mail und Videokonferenzen“, so Horn. Die Leiterin von Kinder- und Jugendkantorei, Heike Bilger, habe sogar Proben per Videokonferenz organisiert. „Wir sind alle aus Überzeugung und Leidenschaft in der Kantorei“, sagt Alexander Pieschel-Kammerer, Mitglied der Kantorei und Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kirchenmusik an der Stadtkirche.

Der Förderverein sei wichtig für die Kirchenmusik an der Stadtkirche und eines der drei finanziellen Standbeine neben der Kirchengemeinde sowie den Spendern und Sponsoren. „Kaum einer weiß, wie viel so eine große Aufführung eines ganz großen Werkes kostet, ohne den Förderverein wäre dies nicht möglich“, so Horn. Aber das Besigheimer Publikum wisse die Aufführung von „kirchenmusikalischen Reißern“ zu schätzen. „Die Kirche ist dann immer total voll“, so Horn.

„Perspektivisch werden wir die Balance zwischen einem Großprojekt und anderen, kleineren, unbekannten geistlichen Werken suchen“, so Horn. Ihm sei es wichtig, immer auch den Bildungsauftrag der Kirchenmusik in theologischer Hinsicht im Auge zu behalten. „Die Stadtkirche ist ein Gotteshaus und kein Konzertsaal.“ Corona habe gezeigt, wie wichtig die Kirchenmusik im Gottesdienst sei und deswegen werden auch diese noch mehr intensiviert. Auch in der Ottmarsheimer Hippolytkirche soll es wieder Konzerte geben. „Vorerst nur im musikalischen Abendgottesdienst, aber wir planen schon kammermusikalische Auftritte“, sagt Horn. Der Förderverein mit seinen 100 Mitgliedern sorgte auch dafür, dass die Stadtkirche einen Steinway-Flügel bekam. Ein Förderer, der nicht genannt werden will, gab ein zinsloses Darlehen, das der Verein nun abzahlt. „Unser Ziel ist es, 200 Mitglieder zu bekommen“, sagt Pieschel-Kammerer.

Neue Reihe mit demSteinway-Flügel

Horn hat für den Flügel eine musikalische Reihe mit drei Konzerten konzipiert: „Frischer Wind“ heißt sie und es werden Konzerte mit Flügel und anderen kammermusikalischen Besetzungen präsentiert. Am 23. April findet das erste statt, mit Posaunist Henning Wiegräbe, ein anderes mit dem Stuttgarter Urban-Trio ist geplant.

Zudem wird der Besigheimer Orgelzyklus wieder angeboten, am 4. Februar ist der Auftakt. Tobias Horn wird ein Benefizkonzert zugunsten des Steinway-Flügels geben. Zudem ist ein Orgelkonzert für Kinder geplant. Die Kinder- und Jugendkantorei wird bei der Johannespassion mit von der Partie sein und sich in den Gottesdiensten engagieren.

 
 
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