Kassel Huskies schlagen Bietigheim knapp Unglückliche Steelers verlieren Spiel auf Augenhöhe

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Eine ganze Menge Arbeit hatte Bietigheims junger Goalie Leon Doubrawa gegen Kassel zu verrichten. Doch der 19-Jährige bestand den Härtetest mit Bravour. ⇥ Foto: Jan-Malte Diekmann

Der Zweitligist aus Bietigheim geht im ersten Finale in Kassel trotz vieler Großchancen als Verlierer vom Eis. 2:1 heißt es am Ende für die Huskies.

Trotz einer starken Vorstellung musste sich der Zweitligist Bietigheim Steelers am Freitagabend im ersten Playoff-Finale den Kassel Huskies geschlagen geben. In der Eissporthalle Kassel verloren die Gäste, die zahlreiche Hochkaräter liegen ließen, mit 2:1.

Im Spiel der besten gegen die drittbeste Offensive der Hauptrunde gaben beide Teams von Beginn an Vollgas. Die Steelers hätten dabei durchaus in Führung gehen können. Zunächst stellte Riley Sheens Schuss den Kasseler Goalie Gerry Kuhn vor einige Probleme (3.), dann scheiterte Robin Just mit der bis dato dicksten Gelegenheit des Spiels am Torhüter der Huskies (9.). Doch gerade als es so wirkte, als könnten die Gäste das Spiel endgültig in die Spielhälfte des Hauptrunden-Meisters tragen, schlug Kassel zurück. Der Abschluss von Joel Keussen nach Vorlage von Vincent Saponari rutschte dem zuvor sehr umsichtigen Bietigheimer Schlussmann Leon Doubrawa durch die Hosenträger (13.). Im Anschluss drängten die Hausherren auf den zweiten Treffer, doch an Doubrawa kamen in Überzahl weder Denis Shevyrin noch wenige Sekunden später Ryon Moser vorbei. Vor allem beim Eins-gegen-eins mit Moser wirkte der erst 19-jährige Steelers Goalie unglaublich abgeklärt (17.). Kurz vor dem Pausenpfiff hätten Sheen und Norman Hauser noch den Ausgleich herstellen können, scheiterten jedoch knapp. Doch auch Kassel hatte noch eine dicke Gelegenheit. Der Schuss von Marc Schmidpeter trudelte war durch die Schoner von Doubrawa, dann allerdings auch knapp am Pfosten vorbei.

Die Steelers starteten mit einem Handgelenksschuss von Sheen in den zweiten Durchgang, der ähnlich spektakulär verlief wie der erste. Nach Zeitstrafen gegen C.J. Stretch und Benjamin Zientek Mitte des zweiten Drittels schafften die Gäste in doppelter Unterzahl das Kunststück, sich keinen weiteren Treffer einzufangen. Vor allem Doubrawa und der aufopferungsvoll kämpfende Matt McKnight stemmten sich erfolgreich gegen den zweiten Treffer. Wie sehr dies die erfolgsverwöhnten Hausherren frustrierte, zeigte sich in den Szenen danach, als die Huskies immer aggressiver agierten und Topscorer Sheen kurzzeitig verletzt raus musste. Da auch Evan Jasper (32.) und Hauner (35.) gute Gelegenheiten zum Ausgleich verstreichen ließe, ging es mit dem knappen 0:1-Rückstand in die letzte Pause.

Unmittelbar nach dem Wechsel dann die kalte Dusche für die Steelers: Nach nur 35 Sekunden traf Saponari zum 2:0. Nachdem Alex Preibisch nach einem tollen Solo nur unfair gestoppt werden konnte, hatte Sheen im Penalty die dicke Chance auf den Anschluss, doch auch der Kanadier zeigte gegen Kuhn Nerven (49.). Die Steelers warfen alles nach vorne, doch das 2:1 durch Benjamin Zientek 40 Sekunden vor dem Ende kam zu spät – die Huskies schlitterten als glückliche Sieger vom Eis.

 
 
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