Kinderbetreuung in Bönnigheim Bis zu vier neue Gruppenräume

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In der Kindertagestätte Schlossfeld (Bildmitte)  sind zurzeit vier U3-Gruppen mit insgesamt 40 Kindern sowie eine Ü3-Gruppe mit 25 Kinder untergebracht.⇥ Foto: Werner Kuhnle

Kindertagesstätte und Kindergarten im Schlossfeld: Kinder- und Familienzentrum und ein Anbau kommen im nächsten Jahr.

Die Kinder werden nicht nur größer. Sie werden auch deutlich mehr. Deshalb muss die Stadt auf den steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen erneut reagieren. Bis zu vier neue Gruppenräume sollen an die Begegnungsstätte im Schlossfeld angedockt werden. Schon zum nächsten Kindergartenjahr wird dort ein Kinder- und Familienzentrum (KiFaz) eingerichtet.

Zwei neue Gruppen sind erst Anfang März 2019 in der ehemaligen Karlschule in Betrieb gegangen. So konnte der aktuelle Bedarf von 496 Plätzen in U3- und Ü3-Gruppen befriedigt werden. Doch bald reichen die bestehenden Einrichtungen nicht mehr aus. Prognostiziert wird ein zusätzlicher Bedarf von rund 100 Betreuungsplätzen bis 2029.

„Wir können im Schlossfeld weitere Gruppen unterbringen, da ein Grundstück für die Erweiterung der Einrichtung zur Verfügung steht“, erläuterte Alexandra Kindler, Fachbereichsleiterin für Innere Dienste, Bildung und Ordnung, in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Einig war sich der Gemeinderat, dass die Erweiterung auf maximal zusätzlich 100 Kinder begrenzt wird. Derzeit gibt es dort vier U3-Gruppen mit insgesamt 40 Kindern sowie eine Ü3-Gruppe mit 25 Kindern. „Die weitere Ausgestaltung, welche Gruppen wir brauchen, wird dann dem Bedarf angepasst“, ergänzte Bürgermeister Albrecht Dautel. Er betonte, dass die zu erstellende Planung nicht bedeutet, dass sofort vier Gruppen eingerichtet werden. Es sollen lediglich bis zu vier Gruppen planerisch untergebracht werden. Der Gemeinderat stimmte einhellig der Grundsatzplanung zu, die von der Verwaltung vorbereitet werden soll.

Simone Wagner, Leiterin der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen, führte aus, wie die Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen aussehen könnte. Aufgrund der veränderten familiären und gesellschaftlichen Verhältnisse mache es Sinn, eine partnerschaftliche Bildungs- und Erziehungsarbeit anzubieten. Vernetzt werden soll in der Schlossfeld-Einrichtung die Themenfelder Bildung, Betreuung, Beratung und Begegnung. „Wir bilden dort mit einem Kinder- und Familienzentrum einen Knotenpunkt im Netzwerk“, sagte sie.

Ein niederschwelliger Zugang zu Hilfeangeboten, Erziehungs- und Gesundheitsberatung und vieles mehr soll dort eröffnet werden. Da die Erzieherinnen dies nicht noch nebenher leisten können, ist allerdings zusätzliches Personal erforderlich. Außerdem braucht`s noch Möbel für eine Besprechungsecke und einen Treffpunkt für Eltern. „Wir wollen hier eine Begegnungsstätte schaffen, die in die Gesamtstadt ausstrahlt“, betonte Wagner. Von dort könnten dann Impulse und Angebote für die übrigen Einrichtungen ausgehen.

Dazu soll es im zweiten Halbjahr eine Elternumfrage geben, bei der Wünsche und Bedarf abgefragt werden. Eine Sozialraum- und Lebensweltenanalyse ergänzt die Voruntersuchungen. Erst dann soll die Umsetzung im Kleinen, also im Baubestand, angegangen und später dann weiterentwickelt werden. Die Stadt rechnet zunächst mit Kosten von rund 43 000 Euro für die Interimsphase vor der Erweiterung. Landesmittel hierfür sind schon vorsorglich beantragt.

Stadtrat Markus Stahl (UWG) betonte, dass es wichtig sei, dass die neue Einrichtung dezentral genutzt werde. Dorothea Bechtle-Rüster (SPD) lobte, dass es einen „Frühstart“ vor Fertigstellung der Erweiterung geben werde. „Ich finde es super, dass sich das Kinderbetreuungsteam das zutraut“, sagte sie. Der Gemeinderat stand einhellig zum künftigen Kinder- und Familienzentrum.

 
 
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