Kreis Ludwigsburg Die meisten Delikte im Kreis waren Diebstähle

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Kreis Ludwigsburg zum vierten Mal in Folge gesunken – von 299 (2018) auf 260 in 2019.⇥ Foto: Frank Rumpenhorst

Die Polizei hat Bilanz gezogen: Im vergangenen Jahr wurden 21986 Straftaten im Kreis erfasst und damit 247 Fälle mehr als im Jahr 2018.

Bei uns lässt es sich sicher leben,“ so bewertet Polizeipräsident Burkhard Metzger den Sicherheitsbericht 2019 des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Die Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik zeigen: Die Gesamtzahl der Delikte ist im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums, das die Landkreise Ludwigsburg und Böblingen mit insgesamt 930 000 Bürgern umfasst, im Wesentlichen gleich geblieben. Im Kreis Ludwigsburg stieg die Zahl von 21 739 (2018) auf 21 986 an. Bezogen auf 100 000 Einwohner lag der Anstieg von bekannt gewordenen Straftaten im Kreis damit bei 36 (0,9 Prozent). Die Aufklärungsquote ist im Kreis von 64 Prozent (2018) auf 60,8 Prozent zurückgegangen. Das Präsidium liegt dennoch weiterhin 1,3 Prozent über dem landesweiten Ergebnis.

Die Rohheitsdelikte (Körperverletzung, Raub und Delikte gegen die persönliche Freiheit) sind im Landkreis um fünf Fälle auf 3751 Fälle gestiegen.

Insgesamt 5834 schwere und einfache Diebstahlsdelikte wurden für den Landkreis Ludwigsburg in der Statistik erfasst (2018: 5788). Während weniger Fahrräder gestohlen wurden und auch weniger Wertgegenstände aus Wohnungen, Kellern und Läden entwendet wurden, stieg der Diebstahl aus Autos um 19,4 Prozent an, begünstigt durch mehrere Serien von Diebstählen aus Autos unter anderem in Bietigheim-Bissingen. Die insgesamt rückläufige Tendenz folgt dabei dem landesweiten Trend.

Weniger Einbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist zum vierten Mal in Folge gesunken, im Landkreis Ludwigsburg von 299 (2018)  auf 260 Fälle (-13 Prozent). Die Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruchdiebstahl lag mit 19,8 Prozent (95 Fälle) unter dem Vorjahreswert von 23,9 Prozent (127 Fälle).

Die Vermögens- und Fälschungsdelikte (+71 Fälle) sowie die Sachbeschädigungen (+197 Fälle) stiegen leicht an.

Metzger hob besonders hervor, dass erstmals seit drei Jahren wieder weniger Gewaltdelikte gegen Polizeibeamte zu verzeichnen waren. Entgegen dem landesweiten Trend gingen die Angriffe und Körperverletzungen im Kreis um 31 Fälle (18,8 Prozent) zurück.

Die Gewalt an Schulen stieg um sieben Fälle (10,4 Prozent), dabei handelte es vor allem um leichte Körperverletzung.

Nicht nur positive Ergebnisse

Allerdings gibt es nicht nur Positives zu berichten. Während die im öffentlichen Raum verübten Straftaten insgesamt leicht rückläufig sind, haben die dort begangenen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zugenommen. Sie stiegen im Kreis von 88 auf 105 (19,3 Prozent). Das stellt laut Sicherheitsbericht den Höchstwert innerhalb der vergangenen fünf Jahre dar.

Die Straftaten gegen das Leben haben im Vergleich zum Vorjahr abgenommen, im Kreis Ludwigsburg um einen Fall (7,7 Prozent). Neben elf Fällen von Totschlag gab es eine fahrlässige Tötung. Die Aufklärungsquote bewegte sich mit 93,8 Prozent laut Bericht „auf konstant hohem Niveau“.

Fast unverändert blieb auch die Gesamtzahl der 2019 registrierten Verkehrsunfälle. Die Unfallstatistik wird überschattet von der weiterhin hohen Zahl von 34 Verkehrstoten, davon zwölf im Landkreis Ludwigsburg. Während die Unfälle mit Kindern und unter Beteiligung von Motorradfahrern im vergangenen Jahr zurückgingen, waren Senioren und junge Erwachsene häufiger an den insgesamt rund 17 000 Unfällen beteiligt.

 
 
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