Logistik ist gefragt am Bietigheimer Testzentrum 450 Tests werden pro Tag durchgeführt

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Apotheker Andreas Bühler koordiniert die Testzentren. ⇥ Foto: Martin Kalb

Die Anzahl der Positivtests steigt. Warum das Andreas Bühler nicht beunruhigt, verrät er der BZ.

„Wir sind gut ausgelastet“, sagt Andreas Bühler, der zwei Apotheken in Bietigheim-Bissingen sowie eine in Neckarwestheim betreibt. Der Apotheker hat die Organisation der Corona-Schnelltests in Bietigheim-Bissingen übernommen. „Ziel ist, so schnell wie möglich wieder zur Normalität zurückzukehren. Deshalb betreiben wir acht und nicht nur zwei Testzentren“, sagt Bühler. Aktuell lassen sich etwa 450 Menschen täglich testen, berichtet er aus dem Bietigheimer Zentrum. Die Anzahl an Positivtests sei in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Das sei nicht schlimm, im Gegenteil: „Das sind Infektionsketten, die wir unterbinden konnten.“ Die Positiv-Getesteten fühlen sich zumeist nicht krank, manchmal sei eines von vier Familienmitgliedern positiv. „Man würde überhaupt nicht darauf kommen, dass diese Person positiv ist“, sagt er. „Das ist das Gute an der Teststrategie. Gerade die Asymptomatischen zu testen, denn die stecken andere an und treiben die Inzidenzzahl nach oben.“

Bühler spricht sich außerdem deutlich für die Öffnung der Schulen und auch des Einzelhandels aus. „Sinnhafte Öffnungen sind mit Strategie und Logistik möglich“, sagt er. Und merkt an, dass bereits „Kollegen aus Backnang im Bietigheimer Testzentrum waren, um sich die Logistik anzuschauen.“ 120 Personen könne er pro Stunde in seinen vier Kabinen testen. Es dauere nur zwei Minuten pro Test. „Vor Ostern werden die Tests hochgehen wie bereits vor den Wahlen.“ Bühler sei aber zuversichtlich, Planung sei alles. Dabei habe er Unterstützung von rund 70 Helfern sowie den Bietigheim-Bissinger Apothekern. Gemeinsam behalte man die neuen Verordnungen im Blick.

Bühler setzt im Testzentrum und auch in den Schulen auf die Tests in der vorderen Nase. Noch sind diese in Deutschland nicht als Selbsttest zugelassen – anders in Österreich. Der Roche-Test (tiefer Nasenabstrich) wiederum sei schmerzhafter und gerade bei Kindern schwerer durchzuführen.

 
 
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