Lokalsport Daniel Naud kehrt hinter die Bietigheimer Bande zurück

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Daniel Naud trainierte von Januar 2003 bis November 2004 trainierte er schon einmal die Steelers. ⇥ Foto: Eispiraten Crimmitschau

Die Bietigheim Steelers holen ihren ehemaligen Trainer wieder zurück, um mit ihm in der kommenden Saison in der DEL2 die Mission Aufstieg anzugehen.

Zur kommenden Saison wird Daniel Naud neuer Chef an der Bande der Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2). Von Januar 2003 bis November 2004 war der 58-jährige Kanadier schon einmal Trainer der Steelers. In den vergangenen 14 Monaten war er beim Ligakonkurrenten Eispiraten Crimmitschau tätig.

„Seit November 2019 haben uns knapp 60 Bewerbungen für die Stelle als Trainer erreicht. Unsere Anforderungen an den neuen Mann hinter Bande waren klar definiert. Nach ausgiebigen Recherchearbeiten, zahllosen Telefonaten und Gesprächen kamen vier Trainer in die Endauswahl“, teilten die Steelers am Donnerstagnachmittag mit. In Zeiten von Corona hätten die Bewerbungsgespräche via Skype stattgefunden. „Im Anschluss wurde nochmals alles überprüft und im Gremium, bestehend aus dem Aufsichtsrat und Rupert Meister vom SC Bietigheim, bewertet. Am Ende waren wir uns alle einig und wir haben uns für Daniel Naud entschieden“, heißt es in der Mitteilung weiter. Für Naud hätten seine große Erfahrung gesprochen und dass er die Liga sowie die Vereinskultur kenne. In seiner Laufbahn als Trainer habe er zudem gelernt mit Druck und den Erwartungen umzugehen.

„Ich freue mich, dass die Klubführung mir die Möglichkeit gibt nach Bietigheim zurückzukehren. Es ist ein Privileg, für einen der besten Klubs der Liga zu arbeiten“, sagt Naud zu seinem Engagement ins Ellental. „Mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Zusammenarbeit mit Allen möchte ich die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückbringen. Ich will aggressiv spielen lassen, sowohl mit als auch ohne Scheibe. Unser Spiel soll strukturiert sein und die Mannschaft soll niemals aufgeben“, gibt der 58-Jährige die Marschrichtung vor. „Jetzt gilt es das Team mit Spielern aufzubauen, die hier sein wollen und bereit sind, für die Fans und den Klub alles zu geben. Ich möchte, dass alle stolz auf das Team sein können“, so Naud weiter.

„Ich freue mich auf Danny. Er tritt hier in Bietigheim eine große Herausforderung an, doch er hat genug Erfahrung, um mit den hohen Erwartungen hier umgehen zu können. Seine sportliche Ausrichtung sowie seine Eishockeyphilosophie decken sich mit unseren Erwartungen“, sagt Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch über die Verpflichtung.

Als Spieler war Naud zunächst in Nordamerika, unter anderem in der AHL, aktiv und gewann dort die Meisterschaft. 1986 wechselte der Verteidiger zum damaligen Bundesligisten EV Landshut. Nach drei Jahren ging es für zwei Spielzeiten in die Schweiz und anschließend nach Augsburg, wo er den Aufstieg in die DEL feierte. 1999 beendete er seine Karriere in Frankreich.

Seine Trainerlaufbahn begann er ein Jahr später als Co-Trainer bei den Augsburger Panthern in der DEL. Bereits wenige Wochen später wurde er Chefcoach und blieb es bis November 2002. Im Januar 2003 ersetzte Naud bei den Steelers Markus Berwanger und führte die Schwaben zur Hauptrunden-Meisterschaft. Im Play­off-­Halbfinale schied Bietigheim gegen den späteren Meister EHC Freiburg aus. Im darauffolgenden Jahr erreichten die Steelers wieder das Halbfinale und unterlagen im entscheidenden fünften Spiel erneut dem späteren Meister, diesmal Wolfsburg, in der Verlängerung.

Keine zwei Wochen nach seiner Entlassung in Bietigheim nach einem schlechten Saisonstart beerbte er beim Zweitliga-Konkurrenten Straubing Tigers den späteren Steelers-Erfolgscoach Kevin Gaudet, Es folgten zwei Jahre beim EV Landshut, ehe es für zwei Spielzeiten zurück nach Kanada ging. Im Jahr 2009 kehrte Naud nach Europa zurück und war eine Saison Co-Trainer bei den Hamburg Freezers in der DEL. Danach ging es weiter in die Schweiz, wo er in der ersten Liga (NLA) ebenfalls als Assistenztrainer arbeitete. Von dort wechselte Naud nach Österreich, wo er mit dem HC Innsbruck als Cheftrainer Meister der zweiten Liga wurde.

Zwei weitere Jahre war er mit den Österreichern in der ersten Liga (EBEL) aktiv und wechselte zur Saison 2014/15 nach Ravensburg in die DEL2. Nach anderthalb Jahren bei den Oberschwaben wurde er Co-Trainer in der DEL bei Wolfsburg. Im Februar 2018 wurde der Trainerposten bei den Eispiraten Crimmitschau Nauds bislang letzte Station, ehe es zurück zu den Steelers ging, bei denen er mit René Schoofs auf einen Spieler trifft, den er bereits vor 17 Jahren trainierte.

 
 
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