Lokalsport Knifflige Aufgaben für die Topteams gegen Kellerkinder

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Flamur Berisha (rechts), hier im Spiel gegen Pforzheim, hat sich beim Freiberger 7:0-Sieg in Göppingen mit zwei Toren für weitere Einsätze empfohlen. Allerdings drängt auch Dominik Salz nach seiner Spielpause wieder in die Startelf. ⇥ Foto: Hansjürgen Britsch via www.imago-images.de

Am siebten Oberliga-Spieltag erwartet der Spitzenreiter SGV Freiberg den SV Linx. Der FSV 08 Bissingen ist als Tabellendritter beim SV Oberachern zu Gast.

Hinter dem SGV Freiberg liegt eine komplette Trainingswoche ohne Mittwochspiel. Damit hatte Trainer Evabgelos Sbonias Zeit, seine Mannschaft ohne Unterbrechungen auf das Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr) gegen den SV Linx vorzubereiten. „Das war ganz komisch, wir hatten eine Woche mit einem anderen Rhythmus und konnten unsere Akkus aufladen. Das war schon eine Umstellung. Wenn man auf einer Erfolgswelle ist, freut man sich auf Spiele samstags und mittwochs“, berichtet Sbonias. Die Abwehr um die drei Innenverteidiger Lukas Hoffmann, Volkan Celiktas und William „Willi“ Rodrigues de Freitas ist ohnehin eine Bank, die Automatismen im Spiel nach vorne und in der Offensive funktionieren immer besser, wie der 1. Göppinger SV beim 0:7 vor einer Woche schmerzlich erfahren musste. Und jetzt ist auch noch Neuzugang Mario Ebenhofer spielberechtigt, nachdem der Server beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) seinen Dienst wieder aufgenommen hat und der Transfer über die Bühne gegangen ist.

Trainer hat die Qual der Wahl

Neben Ebenhofer gehören auch wieder Dominik Salz, der zuletzt pausiert hat, und Christian Mauersberger ins Aufgebot für das Linx-Spiel hinzu. Kommen auch die verletzten Julian Grupp und Michael Klauß zurück, hat Sbonias bei der vorhandenen Qualität im Kader die Qual der Wahl bei der Aufstellung. „Da gibt es dann schon Härtefälle. Für mich ist das eine schöne Situation. Alle müssen kapieren, dass wir ein Ziel als Mannschaft haben: erfolgreich zu sein“, sagt der SGV-Coach. „Der Sieg in Göppingen zählt zumindest für uns nicht mehr. Wir müssen weiter unsere Leistung abrufen“, fordert Sbobias von seinem Team, egal in welcher Aufstellung.

Auf den SV Linx kommt im Wasenstadion einiges zu, die weiße Fahne wird das Team von  der französischen Grenze aber kaum hissen und versuchen, mit einer zu erwartenden defensiven Grundhaltung die Spielfreude des Tabellenführers zu stören. Zwei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen bei 9:13 Toren stehen in der Bilanz der Linxer, die aktuell Platz 15 in der Tabelle belegen. Beim FC Nöttingen und beim 1. Göppinger SV verlor das  Team von Trainer Thomas Leberer jeweils mit 0:3, beim SV Sandhausen II hat der SVL mit 4:1 gewonnen.  „Mit Adrian Vollmer und Marc Rubio hat der SV Linx langjährige Oberliga-Stürmer, die Schaden anrichten können“, warnt Freibergs Coach davor, den Gast zu unterschätzen.

Spielausfälle durch Corona

Alfonso Garcia machte am Mittwochabend einen Abstecher zur TSG Backnang und beobachtete dort im Nachholspiel den Tabellenletzten SV Oberachern, bei dem der Trainer des FSV 08 Bissingen mit seinem Team an diesem Samstag (15.30 Uhr) zu Gast ist. „Backnangs Torjäger Mario Marinic muss in der 75. Minute das 2:1 machen. Oberachern war nach vorne ganz gut und hat da ein paar gute Leute“, schilderte Garcia seine Eindrücke. Das 1:1 verdiente sich die Mannschaft von Coach Marc Lerandy und holte im vierten Saisonspiel den ersten Punkt. Durch Coronafälle im Kader und dadurch bedingte Spielausfälle ist der SVO aktuell mit drei Partien im Rückstand. Nach den happigen Heimniederlagen gegen den FV Ravensburg (1:4) und die Sportfreunde Dorfmerkingen (0:4) sowie dem 0:3 im südbadischen Pokalfinale gegen den FV Lörrach-Brombach scheint die Formkure der Ober­acherner jetzt aber nach oben zu zeigen. In Villingen verloren sie nach einer ansprechenden Leistung vor einer Woche knapp mit 0:1, jetzt gelang in Backnang der erste Zähler. In der vergangenen Saison standen sie beim vorzeitigen Abbruch auf Rang vier.

Der als große Sturmhoffnung verpflichtete Ex-Profi Lhadji Badiane aus Frankreich war bislang wegen einer Verletzung noch nicht im Einsatz und fehlt auch gegen Bissingen. Ebenfalls aus Frankreich gekommen ist Gedeon Mulenda. Der Mann mit der Rückennummer 67 ist 08-Trainer Garcia ebenfalls positiv aufgefallen wie die Nummer 70, Rayan Ghrieb, Emanuel Giardini und Torjäger Nico Huber. „In Ober­achern zu spielen ist eklig. Aber wir freuen uns darauf und wollen in der Tabelle oben dranbleiben“, kündigt Garcia an und hofft dabei auf Sieg Nummer fünf im siebten Saisonspiel.

Nicht im Aufgebot dabei sind die verletzten zentralen Stürmer Pascal Hemmerich und Spetim Muzliukaj. Dafür kehrt Moritz Haile zurück. „Wir sind froh, dass wir einen so ausgeglichenen Kader haben und jeden ersetzen können. Wir werden aber nicht mehr so viel rotieren“, sagte Garcia und plant weitgehend mit der Startelf vom Samstag gegen den Freiburger FC. Im Hinblick auf die anstehende englische Woche mit dem Heimspiel gegen Dorfmerkingen am Mittwoch und der Partie am Samstag beim FV Ravensburg könnten dennoch alle fitten Akteure auf ihre Spielanteile kommen.

 
 
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