Lokalsport Spvgg Besigheim lässt erstmals Federn

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Besigheims Osman Kodal (links) im Duell mit Riexingens zweifachem Torschützen Marc Tröger. Am Ende mussten sich Kodal und seine Mitspieler mit 2:5 geschlagen geben. ⇥ Foto: Avanti

Der TSV Nussdorf zieht in der Kreisliga A3 einsam seine Kreise. Am sechsten Spieltag setzte sich der noch immer verlustpunktfreie Spitzenreiter souverän gegen Germania Bietigheim II durch. Doch auch der Zweite SGM Riexingen hielt sich im Spitzenspiel schadlos.

Ein wahres Torfestival bekamen die Zuschauer in Nussdorf zu sehen. Dort setzte sich der heimische TSV gegen die stark ersatzgeschwächte Germania Bietigheim mit 6:2 durch durch. Nur ein Treffer weniger fiel in Riexingen, wo sich Aufstiegskandidat Spvvg Besigheim im Topspiel mit 2:5 geschlagen geben musste.

SGM Sachsenheim - SV Riet 2:0 (1:0). Mit zwei Toren war Spielertrainer Simon Herbst der Matchwinner beim 2:0-Heimsieg der SGM Sachsenheim gegen den SV Riet. Die Heimelf fand gut ins Spiel und brachte die Hintermannschaft der Gäste immer wieder in Bedrängnis. Nach zwanzig Minuten brachte Herbst sein Team verdient in Führung. In Folge verpasste es die SGM, die Führung auszubauen. In der zweiten Hälfte hatte Riet mehr Spielanteile, ohne aber die starke Sachsenheimer Defensive ernsthaft in Gefahr zu bringen. In der Nachspielzeit sorgte Herbst mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung.

 

TSV Nussdorf - Germania Bietigheim II 6:2 (3:2)

Nach dem Sieg über Häfnerhaslach mussten die Bietigheimer ihre Startelf auf acht Positionen verändern und in Nussdorf mit zwei Auswechselspielern auskommen, die beide noch keine Minute in dieser Saison gespielt hatten. Der Start gelang der Germania jedoch gut. Raul Ulmer Guerrero brachte das junge Team mit 1:0 nach einem Konter in Front. Zwei Eckbälle nutze Nussdorf durch Grözinger und ein Eigentor von Hörl zum 2:1. Denis Herman war es dann, der die Germania wieder ins Spiel brachte durch einen trockenen Abschluss. Kurz vor der Halbzeit traf Josenhans zum 3:2 für Nussdorf. In der zweiten Halbzeit ging dem SVG dann die Puste aus und es war dreimal Wizemann, der auf 6:2 stellte.


SGM Riexingen - Spvgg Besigheim 5:2 (3:1)

Souveräner kann man den Aufstiegsaspiranten Nummer eins, die SpVgg Besigheim, nicht schlagen. Die SGM Riexingen hat beim 5:2 gegen die Mannschaft von Trainer George Carter die Partie von der ersten Minute an im Griff gehabt. „Jeder war für den anderen da. Und vor allem: Alle waren die ganze Zeit über positiv. Wir wollten einfach von Anfang an gewinnen“, erklärt SGM-Trainer Roman Kasiar. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze verwandelte Marc Tröger den Elfmeter sicher zum 1:0.

Während SGM-Verteidiger Tobias Mäule in der 31. Minute nach einem Kopfballzusammenprall neben dem Tor behandelt wurde, landete ein Abstoß von Keeper Müllner direkt bei den Besigheimern. Die benötigten zwei Pässe, dann war Marc Kaminski frei. Und der Mittelstürmer ließ Müllner keine Chance – 1:1 (31.). Doch die Hausherren stellten nur vier Minuten nach dem Ausgleich die Weichen wieder auf Sieg, als Tröger abstaubte. Und es kam noch schlimmer für die Besigheimer. Einen Freistoß von Langhans köpfte Lukas Glaser zum 3:1 ein (44.). Kurz davor hatten die Besigheimer die Chance zum Ausgleich. Doch Uysal schlenzte den Ball am Pfosten vorbei (41.).

Nach dem Wechsel hatten die Besigheimer ein optisches Übergewicht. Wirklich gefährlich wurden sie aber nicht. In der Regel war im letzten Moment noch irgendein Riexinger dazwischen. Dennoch gelang ihnen noch ein Tor. Cihanoglu zirkelte einen Freistoß über die Mauer (86.). Da waren die Riexinger aber bereits auf 4:1 davongezogen. Schaar hatte sich gegen Kevin Carter in der Besigheimer Hälfte den Ball erkämpft, war allen davongelaufen und hatte uneigennützig auf Langhans quergelegt, der nur noch einschieben musste (65.) Langhans setzte dann auch den Schlusspunkt.

 

TSV Häfnerhaslach – SV Illingen 1:1 (1:1)

Luka Loncar hatte in der 22. Minute einen Freistoß direkt verwandelt. Nur kurz darauf traf er per Lupfer die Latte. Im Gegenzug fiel in der 30. Minute der Ausgleich für die Illinger. Tim Scheuermann erzielte das 1:1. „Danach wollten wir uns Zeit nehmen, den Siegtreffer zu erzielen. Doch wir haben uns offenbar zu viel Zeit genommen dafür. Im Normalfall sind wir durch unsere Stürmer verwöhnt. Heute war das nicht der Fall“, zeigt sich TSV-Coach Marcello Solombrino etwas enttäuscht. Doch am Ende können wohl beide froh sein, nicht noch einen Gegentreffer kassiert zu haben.

 

SV Kaman Bönnigheim – SV Iptingen 1:5 (1:2)

Bereits nach neun Minuten gingen die Iptinger in Führung. Bei einer Flanke von Marc Nowotny waren sich Kaman-Torwart Harun Kilinc und ein Abwehrspieler nicht einig, wer den Ball nehmen soll. Benjamin Rapp sagte Danke – 1:0. Nur sieben Minuten später stocherte Christoph Glashauser den Ball zum 2:0 über die Linie, nachdem Kilinc einen Kopfball des Iptingers noch pariert hatte (16.). Die Bönnigheimer blieben aber im Spiel, als Ilyas Alperen Köylü zum Anschluss traf (36.). Schon davor musste Keeper Marco Euchenhofer zwei Mal eingreifen. „Es waren aber nicht wirklich Riesenchancen“, berichtet der SVI-Torwart. Und seine Vorderleute ließen sich durch das 1:2 nicht beirren. Bastian Werthwein erhöhte kurz vor dem Seitenwechsel auf 3:1 (43.). Davor hatte Adrian Schrodt einen an Alexander Huber verschuldeten Foulelfmeter Kilinc direkt in die Arme geschossen. Erst in der 71. Minute erhöhte Marcel Gerschwitz auf 4:1. Und kurz vor Schluss stellte Schrodt den Endstand her (88.).

 

VfR Sersheim – TSV Bönnigheim 6:1 (4:1)

„Nach dem Spiel in Iptingen mussten wir wieder etwas gutmachen. Und das ist uns gelungen“, berichtet VfR-Trainer Francesco Antonaci. Und die Messe war auch frühzeitig gelesen, nachdem Marino Zimmermann (5. und 14.) sowie Achim Früh (11. und 24.) bereits nach nicht einmal einer halben Stunde für die 4:0-Führung gesorgt hatten. „Die Bönnigheimer sind aber auch eine ganz junge Truppe. Sie standen tief und wollten auf Konter spielen. Doch heute haben wir das unterbunden“, erklärte Antonaci. Es gab aber auch einen Schönheitsfleck: In der 38. Minute kam der TSV durch Noah Maier zum Ehrentreffer. „Da haben wir bei einem Konter den Weg nicht nach hinten gemacht“, ärgert sich Antonaci, sieht aber auch ein: „Bei einer 4:0-Führung ist es schwierig, die Spannung zu halten.“ Nach dem Wechsel schraubte erst Eric Schmidtke (52.) das Ergebnis auf 5:1, dann stellte Marcel Haas den Endstand her (77.). Davor hatten die Sersheimer noch einen Elfmeter liegen gelassen. Torwart Adrian Jung parierte den Strafstoß von Zimmermann.


Hohenhaslach/Freudental – VfL Gemmrigheim 0:1 (0:0)

Kein Tor beim TSV Bönnigheim, nur einen Treffer gegen den SV Riet, und nun auch wieder ohne Torerfolg gegen den VfL Gemmrigheim – für Georgios Kanelopoulos der Hauptgrund für die derzeitige Ergebnismisere der Hohenhaslacher und Freudentaler. „Wir machen zu wenige Tore – vor allem gegen die direkten Konkurrenten im Tabellenkeller“, berichtet der SGM-Trainer. „Auch heute hätten wir bis zur Pause schon mit 3:0 führen müssen.“ Sinan Sksakal, Mario Dierolf, Philipp Gögel und Dardan Marashi ließen aber wieder beste Einschussmöglichkeiten liegen. „In der ersten Halbzeit hatten wir drei hundertprozentige“, trauert Kanelopoulos den vergebenen Chancen hinterher. Und so kam es, wie es fast kommen musste. Einen Freistoß, „der erste Ball auf unser Tor“ (Kanelopoulos), ließ SGM-Torwart Philipp Kummer nur abklatschen. Lucas Dobler sagte Danke und staubte ab (56.). Die Gastgeber versuchten noch alles. Doch mehr als ein Pfostentreffer von Jonas Neuffer und ein später Lattenkracher von Arsim Susuri kamen nicht mehr dabei raus.

 
 
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