Markgröningen Amtseinführung Jens Hübner hofft auf Stadtbahn-Anbindung

Von Michaela Glemser
Rainer Gessler, Stellvertreter des Bürgermeisters und Stadtrat, hängt Jens Hübner die Amtskette um. &x21e5; Foto: Oliver Bürkle

Jens Hübner wird feierlich als neuer Bürgermeister Markgröningens verpflichtet. Sein Stellvertreter Rainer Gessler führt ihn in das Amt ein. Nun hofft der neue Schultes auf eine Stadtbahnanbindung.

Eine neue Ära hat am Dienstagabend in der Schäferlaufstadt begonnen. In der voll besetzten Stadthalle von Markgröningen wurde der neue Bürgermeister Jens Hübner vom stellvertretenden Bürgermeister und Stadtrat Rainer Gessler feierlich in sein Amt eingeführt. „Heute schaut unsere ganze Stadt auf den neuen Bürgermeister Jens Hübner. Das ist ein Zeichen dafür, dass er herzlich willkommen ist. Ein Bürgermeister ist der zentrale Akteur auf der kommunalpolitischen Bühne. Obwohl das Amt mit steigenden Belastungen verbunden ist, erlaubt es doch viel Gestaltungsfreiheit und ist immer noch ein Traumberuf“, betonte Gessler.

Gessler stimmte den neuen Rathauschef aber auch auf die kommenden Herausforderungen und Kraftanstrengungen für die zukünftige Entwicklung Markgröningen ein. „Bei den fehlenden Kindergartenplätzen müssen schnellstens Lösungen auf den Tisch. Die Familien in unserer Stadt warten darauf. Das gemeinsame interkommunale Gewerbegebiet muss verwirklicht werden. Ein Gesamt-Verkehrskonzept für die Stadt ist erforderlich. Zudem ist die finanzielle Situation der Stadt leider etwas dramatisch und schränkt die Handlungsfähigkeit ein. Dabei hoffen wir auf den Sachverstand unseres neuen Bürgermeisters als ehemaliger Kämmerer“, nannte Gessler die Aufgaben.

Allgaier macht Mut

Gessler forderte Hübner dazu auf, gemeinsam mit den Stadträten und der Bürgerschaft mit Offenheit, Transparenz und Sachlichkeit Lösungen zu entwickeln. „Dabei sollten die Chancen der Zukunft im Vordergrund stehen und weniger die Risiken und Belastungen“, unterstrich Gessler, der Hübner nach der Vereidigung und Verpflichtung auch die imposante Amtskette der Stadt Markgröningen umlegte.

Landrat Dietmar Allgaier ermutigte den neuen Markgröninger Bürgermeister, auf der Basis seines sehr guten Wahlerfolgs mit 79,4 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang die kommenden Aufgaben mit viel Neugier und Zuversicht anzugehen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit bei dem Projekt der Reaktivierung der Stadtbahn, bei dem wir jetzt in die Pötte kommen müssen. Aber ich hoffe, dass die entscheidenden Beschlüsse im Ludwigburger Gemeinderat noch vor der Sommerpause gefasst werden“, sagte Landrat Allgaier, der darauf verwies, dass Hübner in Markgröningen ein „gut bestelltes Haus“ von seinem Vorgänger Rudolf Kürner, der auch im Publikum saß, übernommen habe. „Wir als ‚Greenhorns‘ werden beide unsere Rollen beim Schäferlauffest finden müssen und uns von erfahrenen Kennern des Traditionsfests leiten lassen. Ich habe dafür schon sehr viele Gesprächsangebote bekommen“, fuhr Allgaier fort.

Auch Jens Hübner kann sich zuhause schon einmal auf den Schäferlauf Ende August einstimmen, schenkten ihm doch die Markgröninger Gemeinderäte zur Amtseinführung eine Schäferschippe. Schon seit Montag hat Hübner sein neues Büro im Rathaus mit Blick auf den Marktplatz bezogen und vor seiner offiziellen Amtseinsetzung auch seine erste Ratssitzung in der Schäferlaufstadt geleitet.

„Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst, so kann es weitergehen. Wir haben eine Aufgabenfülle vor uns, die enorm ist und die wir nur gemeinsam schaffen. Neue Krippen- und Kindergartenplätze, anstehende Sanierungen in den Schulen, eine Verwaltungsunterbringung mit mehr Platz und die Reduzierung der Verkehrsbelastung sind nur einige der kommenden Aufgaben. Ich jedenfalls möchte in meiner ersten Amtszeit noch mit der Bahn nach Ludwigsburg fahren“, erklärte Hübner.

Er setzt dabei auf eine gute Zusammenarbeit mit seinem Mitarbeiterteam in der Verwaltung, mit den Gemeinderäten, aber auch der Bürgerschaft, die er ausdrücklich dazu animierte, sich mit ihrem Engagement und ihren Ideen in die Stadtentwicklung einzubringen. Aber Hübner wandte sich auch an seine Frau Monja Merschbach und seine drei Kinder Lisa, David und Jakob. „Meine berufliche Aufgabenfülle wird uns auch als Familie einiges abverlangen. Ich bin froh, dass ich dabei meine Frau an meiner Seite habe, denn ohne dich ist alles nichts“, stellte Hübner klar.

 
 
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