MHP Riesen Ludwigsburg Es geht um alles oder nichts

Von Andreas Eberle und Michael Nachreiner
Nicolas Lang (links) nutzte in Spiel zwei seine Größenvorteile im Post-up gegen Jacob Patrick. Foto: Champions League/Louis Vizet

Die Riesen Ludwigsburg erwarten Limoges CSP im entscheidenden Spiel drei der Play-in-Serie in der Champions League. 

Do or die“, heißt es so schön im Englischen. Frei übersetzt bedeutet das so viel wie: „Du bist erfolgreich oder du stirbst.“ Dies trifft auch auf den Basketball-Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg und dem Siebten der Ligue National in Frankreich, Limoges CSP, vor dem alles entscheidenden Spiel der Best-of-three-Serie der Play-ins in der Champions League zu. Nur, wer an diesem Mittwoch (20 Uhr) in der MHP-Arena gewinnt, bleibt weiter im internationalen Geschäft. Der Verlierer kann sich dagegen voll auf die nationalen Wettbewerbe konzentrieren.

Ziehen die Riesen in die Zwischenrunde der besten 16 Mannschaften ein, geht es direkt in der nächsten Woche weiter. Am Dienstag, 24. Januar, geht es zu Galatasaray Nef Istanbul (Türkei). Außerdem treffen die Barockstädter in der Gruppe K auf Unicaja Málaga (Spanien) und AEK Athen (Griechenland).

King mahnt nach Triumph

Die Ludwigsburger fliegen aktuell auf Wolke sieben. Doch bereits unmittelbar nach dem grandiosen 96:68-Triumph am Sonntagabend über den FC Bayern München hatte Josh King seine Überflieger in der Kabine auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und sie auf die anstehende Herausforderung gegen Limoges eingeschworen. Seine mahnenden Worte wiederholte der Coach anschließend auch bei der Pressekonferenz. „Das war ein großartiger Sieg, aber wir müssen darauf aufbauen. Wir müssen fokussiert bleiben, den Schalter umlegen und konzentriert trainieren.“

Im zweiten Play-in-Duell hatten seine Schützlinge vor einer Woche alt gegen den elffachen Französischen Meister ausgesehen: Nach einer schwachen Vorstellung unterlagen die Riesen auswärts auch in der Höhe verdient mit 62:82. Eine Woche zuvor hatten die Ludwigsburger noch ihre Heimstärke in die Waagschale geworfen und nach umkämpften 40 Minuten mit 85:81 die Oberhand behalten. Mit neun Dreiern und einem Karrierebestwert von 29 Zählern hatte der US-Amerikaner Jhonathan Dunn einen großen Anteil am Auftaktsieg in der Best-of-three-Serie.

In der Partie in Frankreich konterte Nicolas Lang. Auch die 27 Punkte des mit 1,96 Metern hoch aufgeschossenen Flügelspielers bedeuteten einen neuen Bestwert in der Champions League. Doch nicht nur Lang bereitete den Riesen Probleme. Der gleich große Javontae Hawkins konnte ebenfalls machen, was er wollte.

Heimvorteil als Trumpf?

Am Mittwochabend könnte wieder der Heimvorteil der große Trumpf der Barockstädter sein. „Limoges ist ein sehr gutes und physisch starkes Basketball-Team mit sehr guten Spielern. Sie haben am Samstag verloren und werden hungrig sein – aber wir sollten auch hungrig sein. Wir wurden im zweiten Spiel vorgeführt und haben nicht besonders gut gespielt“, sagt King und nimmt die eigenen Anhänger in die Pflicht: „Wir sollten einfach das Spiel am Mittwoch genießen, aber wir brauchen die Fans hier – so viele wie möglich. Denn sie geben uns einen Extra-Push.“

Wieder zurückgreifen kann Riesen-Trainer King auf Center Justin Johnson, der in der Champions League nicht aussetzen musste, aber auch seine Bundesliga-Sperre abgesessen hat. Fraglich ist dagegen weiterhin der Einsatz von Jeff Roberson (Schulterprobleme). Bei Limoges wird wohl weiterhin Desi Rodriguez ausfallen (Sprunggelenksverletzung).

 
 
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