Pläne für Kindergärten und Jugendhaus in Großsachsenheim Der Campus soll wachsen

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Der Bau des neuen Kindergarten Klopferle auf dem Campus in Großsachsenheim geht voran. Nach Auskunft der Stadtverwaltung Sachsenheim liegt derzeit alles im Zeitplan. ⇥ Foto: Oliver Bürkle

Mit der angestoßenen Änderung des Bebauungsplans hat die Stadt auch die Voraussetzungen für das Jugendhaus schaffen können.

Die Verwaltung treibt die Planungen um die Kindergärten in der Oberriexinger Straße in Großsachsenheim voran. Die Stadträte drücken aber beim Außenausbau auf die Bremse – aus finanziellen Gründen. Im ersten Schritt zur Änderung des Bebauungsplanes erfolgte im Gemeinderat am vergangenen Donnerstag der Aufstellungsbeschluss und der Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Beteiligung.

Aktuell wird zwischen den beiden Kindergärten Mobile und Pfiffikus der Kindergarten „Klopferle“ erstellt. Auf der Fläche südlich der Kindergärten, über die aktuell die Erschließung läuft, plant die Stadt weitere Projekte: Dort sollen zusätzliche Stellplätze für den dritten Kindergarten erstellt werden. Auch der beschlossene Jugendtreff soll im südöstlichen Bereich des Plangebiets untergebracht werden. Dafür gab es Zustimmung von den Stadträten in der Sitzung vergangenen Donnerstag.

Kein endgültiger Plan

„Wir kommen noch zwei weitere Male ins Gremium mit diesem Thema“, sagte Thomas Feiert, Leiter Fachbereich Technik, „wir möchten die baurechtliche Voraussetzungen schaffen. Das ist noch keine Aussage über die Dinge, die wir letztlich umsetzen.“

Dennoch hatte das Gremium  konkrete Änderungswünsche: Der Entwurf der Verwaltung schlug auch eine Erweiterung der Freibereiche der Kindergärten nach Süden vor. Beim neuen Klopferle gingen die Räte diesen Vorschlag mit, da der Platz für einen funktionierenden Außenbereich benötigt wird. Anders sah es bei einer Erweiterung der Flächen für Mobile und Pfiffikus aus.

Dem widersprach ein Antrag der CDU-Fraktion, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. CDU-Mitglied Hugo Ulmer erklärte: Die Fraktion halte es „nicht für erforderlich“, die zusätzliche Flächen als Freiflächen zu überplanen. „In Zeiten leerer Kassen“ könnten hier rund 73 000 Euro sowie weitere 12 000 Euro für das nicht nötige Versetzen der Zaunanlage eingespart werden.

Die CDU wollte diese Reduzierung aber nicht als Einsparung auf dem Rücken der Kinder verstanden wissen. „Das Kinderhaus Mobile ist eine in sich komplette und funktionierende Anlage.“ Gleiches gelte für das Pfiffikus. Die zusätzlichen Flächen sollten durchaus vom Kindergarten genutzt werden, aber eher als Naturbereich, zum Beispiel mit Gartenbeeten für die Kinder, Wiesenblumen, Insektenhotels „und andere kostengünstige Einrichtungen, die in Eigeninitiative mit Unterstützung durch den Bauhof eingerichtet werden“.

Die CDU wünschte sich auch den Versuch, weitere Kosten einzusparen. „Bevor nicht klar ist, wie die Fläche sinnvoll und kostengünstig genutzt werden kann, sollen keine weiteren Kosten anfallen oder Planungsaufträge ausgelöst werden“, betonte Ulmer. Feiert schlug daraufhin vor, in der nächsten Beratungsrunde ein entsprechendes Konzept vorzustellen.

 
 
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