Rad- und Fußweg unter der neuen B 27-Brücke Ein Schritt hin zur Unterführung

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Absperrungen auf der B 27 (im Bild unten) zeigen es: Der Bau der Brücke zwischen Besigheim und Walheim hat begonnen. ⇥ Foto: Martin Kalb

Nach Besigheim stimmt jetzt auch Walheim einer Machbarkeitsstudie zu. Die Kosten werden geteilt, doch es bleiben viele offene Fragen.

Seit etwa einem Monat kommt es vor der Brücke über die Enz zwischen Besigheim und Walheim immer wieder zu Wartezeiten vor einer provisorischen Ampel. Der Grund: Die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Brücke haben begonnen, kurz nach dem Ende des alten Bauwerks in Richtung Walheim ist die Bundesstraße 27 deshalb nur noch halbseitig befahrbar. Die Autofahrer müssen sich etwa anderthalb Jahre gedulden, bis die neue Brücke zu Kosten für 4,5 Millionen Euro direkt neben der alten errichtet ist und der mittlerweile 73 Jahre alte Vorgänger abgerissen ist.

Zeit genug also, um ein Problem zu lösen, das Besigheimer und Walheimer schon seit Jahren beschäftigt, den Bau einer Unterquerung der Brücke für Radfahrer und Fußgänger. Notwendig sei diese Unterführung nicht, hatten Gutachten im Sinne der beteiligten Behörden festgestellt, die darauf den Bau verweigerten. Doch Proteste, eine Online-Petition und wiederholte Eingaben der Bürgermeister, unterstützt von Landtagsabgeordneten, hatten wie berichtet, dass der Bund als Eigentümer der Brücke und das Land zusammen 90 Prozent der Kosten zahlen.

Doch dieses Angebot hat seine Tücken, um nicht zusagen, dass es vergiftet war. Denn die Planung wurde in die Hände der Kommunen gelegt. Das trifft vor allem Walheim als Markungsgemeinde, das sich mit seiner kleinen Rathausmannschaft dazu aber gar nicht in der Lage sieht. Unklar ist auch was die Brücke kostet. Zahlen zwischen 660 000 und 800 000 Euro waren im Gespräch, genau weiß es bisher niemand. Und wie teilen sich Walheim und Besigheim den verbleibenden Kostenanteil auf? Besigheim sei bereit, einen Teil beizutragen, sagte Bürgermeister Steffen Bühler mehrfach, keinesfalls aber 50 Prozent.

Doch beide Kommunen eint der Wille, die Radwegunterführung zu bauen. Zumindest in einem Punkt haben sie sich jetzt auf eine hälftige Finanzierung geeinigt. Sie werden eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, die klären soll, wie der Bau sich gestaltet, welche Auflagen von Natur- und Hochwasserschutz zu beachten sind und welche Summen fällig werden. Nachdem der Besigheimer Gemeinderat in der vergangenen Woche diesem Vorgehen zugestimmt hat, gab am Donnerstag auch das Gemeinderats-Gremium in Walheim bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung sein Plazet.

 
 
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