Schulneubau in Kirchheim Arbeiten liegen in den letzten Zügen

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Derzeit laufen unter anderem im Außenbereich Arbeiten beim Erweiterungsbau der Schule auf dem Laiern in Kirchheim. Nach den Ferien soll das Bestandsgebäude saniert werden. Foto: /Oliver Bürkle

Die Arbeiten am Erweiterungsbau der Schule auf dem Laiern laufen auf Hochtouren. Nach den Sommerferien sollen Fünft- bis Zehntklässler die neuen Räume beziehen. Danach wird saniert.

An Sommerruhe ist nicht zu denken. In der Schule auf dem Laiern brummt es. Handwerker legen letzte Hand an den Erweiterungsbau, der nach den Sommerferien von den Fünft- bis Zehntklässlern bezogen werden soll. Ob es klappt? „Bis auf die fehlenden sieben Außentüren sieht es derzeit gut aus“, sagt Bürgermeister Uwe Seibold. Die seien einfach noch nicht geliefert worden. Notfalls müsse man mit Behelfstüren vorliebnehmen, damit die Bauabnahme vor Schulbeginn erfolgen kann. Oder die Ferien verlängern? „Davon gehe ich nicht aus“, lacht der Rathauschef.

Ionisatoren statt Luftfilter

Zusammen mit dem Technischen Leiter, Holger Schön, schaut er auf der Noch-Baustelle nach dem Rechten. Im Außenbereich werden Flächen neu gestaltet, ein barrierefreier Zugang gebaut. Im Treppenhaus werden die Silikonfugen angebracht, in einem Klassenzimmer richten Handwerker die Lehrertische so, dass die Verkabelung auch richtig sitzen kann. Elektriker bringen Lampen an, Maler arbeiten an den letzten Ecken und die Türenbauer sorgen dafür, dass alle Türen richtig schließen.

„Gestern haben wir die Ionisatoren getestet“, berichtet Schön. „Das war ein richtig gutes Gefühl, die Luft war so frisch, als hätte es gerade geregnet.“ Mit dieser Technologie, die in jedem Klassenzimmer angebracht ist, werden Schadstoffe im Raum mit aktiviertem Sauerstoff gebunden. Geladene Ionen ziehen Partikel wie Viren, Bakterien, Staub, Allergene und Schadstoffe an und binden sie. Dabei lösen sie eine Oxidation aus, die Geruchsmoleküle und Keime chemisch verändert. „Das Verfahren kennt man eigentlich schon lange aus der Reinraumtechnologie“, ergänzt Seibold. Die Ionisation sei leise und verbrauche weniger Strom als die viel diskutierten Luftreiniger.

Ergänzend sind in allen Klassenzimmern zwei Schiebetüren zum Stoßlüften und Lamellen im oberen Teil der Türen für die Nachtabkühlung angebracht. Besonders auffallend sind auch die Fenster nach innen, also ins Treppenhaus. Sie tragen zu einem freundlichen Wohlfühlklima bei. Witzig gestaltet sind die Glastüren: Damit keiner dagegen läuft, tragen sie Weisheiten wie „Geniale Menschen sind selten ordentlich. Ordentliche Menschen sind selten genial. Albert Einstein“.

Neue Tische und Stühle

Doch wo sind die Tische und Stühle? „Im ganzen Gebäude gibt es neue Tische und Stühle“, erklärt Seibold. Und die stehen noch eingepackt im künftigen Schülercafé. „Da wird bald ausgepackt“, sagt Holger Schön und zeigt schon mal die neuen Exemplare. Rollwagen und Kisten mit Material aus dem Bestandsgebäude und den Containern stehen ebenfalls bereit. „Eine Umzugsfirma hat das verantwortlich organisiert“, sagt Schön. Die Lehrerinnen und Lehrer haben die notwendigen farbigen Kleber angebracht.

Wenn der Erweiterungsbau bezogen ist, stehen der Schule zu den bestehenden 3644 Quadratmetern weitere 2595 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Können also die Container dann abgebaut werden? „Leider noch nicht“, sagt Uwe Seibold. Denn jetzt geht es an die Sanierung des Bestandsgebäudes und die Erweiterung des Lehrerzimmers. Die Flachdachsanierung wurde bereits begonnen, die Erneuerung der Elektrik und der Raumakustik steht noch an.

Daher steht auch noch ein Umzug bevor: Viele Grundschulklassen müssen nun vorübergehend in die Container umziehen. „In den Pfingstferien 2023 sollte dann alles abgeschlossen sein“, meint Bürgermeister Uwe Seibold. „Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr geschieht“, schränkt Holger Schön ein. Und dann könnte die Baustelle auch im Kostenrahmen bleiben: Von den rund 13 Millionen Euro Baukosten bleiben ungefähr sieben Millionen Euro an der Gemeinde hängen.

 
 
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