Sersheimer Pflegeheim ist nun unter Quarantäne Vier Bewohner positiv getestet

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Im Sersheimer Pflegeheim sind vier infizierte und bestätigte Bewohner sowie weitere Pflegekräfte, die ebenfalls positiv getestet sind. Foto: Oliver Bürkle

Nicht nur in Sersheim verschärft sich die Corona-Situation in den Pflegeheimen.

„Leider ist die befürchtete Situation eingetreten, die seit Donnerstag im Raume stand. In unserem Pflegeheim ‚am Schlösslesbrunnen’ haben wir vier infizierte und bestätigte Bewohner sowie weitere Pflegekräfte, die ebenfalls positiv getestet sind“, sagt Sersheims Bürgermeister Jürgen Scholz. Damit erhöht sich die infizierte Personenzahl signifikant. Ein weiterer Anstieg im Pflegeheim sei zu erwarten. „Wir haben deshalb in Abstimmung mit der evangelischen Heimstiftung beschlossen, das Pflegeheim komplett unter Quarantäne zu stellen.“ Dies gilt ab sofort und bedeutet nicht, dass das Heim geschlossen ist, so Scholz. Die Heimbewohner werden weiterhin vor Ort versorgt und bekommen die fachlich notwendige Pflege.

Bereits seit 13. März galt im Sersheimer Pflegeheim ein Besuchsverbot, bis auf bei palliativen Patienten. Deren Besucher (nur noch eine Person) wurde mit Schutzkleidung versehen. Seit 16. März waren allerdings nur noch Ärzte und medizinisch notwendiges Personal im Pflegeheim.

Auch die Stadt Bietigheim-Bissingen appelliert an die Bürger, die Pflegeeinrichtungen der Stadt nicht zu besuchen. In Bietigheim-Bissingen steigt ebenfalls die Zahl der Infizierten gerade in den Pflegeheimen und Einrichtungen für Betreutes Wohnen stark an, so die Stadt. „Gerade die Senioren müssen durch die persönliche Distanz vor Infektionen so gut es geht geschützt werden, da hier Infektionen sehr schnell lebensgefährlich werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Bereits seit Beginn der Corona-Krise wurden die Senioreneinrichtungen unter verstärkten Schutz gestellt, indem Besuchsverbote erlassen wurden. Diese gilt es, strikt zu beachten.

Derzeit sind in den Pflegeeinrichtungen der Stadt bereits mehr als 20 infizierte Personen zu zählen, was Anlass zu Besorgnis und erhöhter Vorsicht gibt, so die Stadt weiter.

 
 
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