SG BBM Bietigheim Atlético-Fan de la Peña hat noch viel vor

Von bzh
SG-Spielmacher Juan de la Peña holt im Heimspiel gegen Ludwigshafen zum Wurf aus, sein Widersacher Stefan Salger weicht zurück. Rechts beobachtet Kreisläufer Jonathan Fischer die Aktion. Foto: Marco Wolf

Der Spanier Juan de la Peña hat sich zum besten Bietigheimer Torschützen aus dem Feld gemausert. Am Samstag spielt er mit der SG BBM beim HC Empor Rostock.

Nicht schon wieder an die Ostsee“, singt der Komödiant Sven van Thom in seinem gleichnamigen Lied. Bei der SG BBM Bietigheim findet er damit kein Gehör. Zehn Tage nach der unglücklichen 28:29-Niederlage beim VfL Lübeck-Schwartau sind die Viadukt-Handballer an diesem Samstag erneut an der Ostsee gefordert. In Rostock trifft der Zweitligist von der Enz ab 17 Uhr auf den HC Empor.

Anreise in zwei Etappen

Die weiteste Reise der Saison absolviert die SG in zwei Etappen. Am Freitagvormittag startete der Bietigheimer Tross nach Berlin. Dort wurde übernachtet und dann am Samstag die Fahrt in die Hansestadt fortgesetzt. Für Iker Romero ist Rostock eine Erfolgsgeschichte. Nach seinem Amtsantritt feierte er im August 2021 im Pokal seinen ersten Sieg bei der SG (26:19), danach gewann sein Team auch die beiden Punktspiele gegen den HC Empor – 32:29 an der Ostsee, 26:24 zu Hause.

Rostock gewann nur eines von zehn Spielen, ist mit 2:18 Punkten Letzter. Ende Oktober wurde Trainer Till Wiechers, der den Traditionsklub 2021 in Liga zwei zurückgeführt hatte, von seinem Amt entbunden. Zwar gab es unter dem Nachfolger Tristan Staat drei Niederlagen, alle Gegner gehörten aber zur Top Fünf der Tabelle.

Für Juan de la Peña rückt ein Jubiläum näher. In Rostock bestreitet der Spanier sein 99. Zweitligaspiel. „Das habe ich nicht gewusst. Da muss ich beim 100. Einsatz wohl ein Kabinenfest machen. Die Zahl zeigt, dass ich mich hier wohlfühle“, sagt der Spielmacher, der 2017 nach Deutschland kam und zunächst beim SC Magdeburg unter Vertrag stand. „Es war am Anfang nicht einfach“, blickt der 26-Jährige zurück, „aber ich habe diese Herausforderung gesucht. Ich wollte mich hier durchsetzen und bin hungrig danach, noch mehr zu erreichen.“

Bisher 39 Tore und 21 Vorlagen

Mit 39 Buden, zu denen noch 21 Assists kommen, ist de la Peña aus dem Spiel heraus bester SG-Torschütze. Tom Wolf und Christian Schäfer stehen zwar bei jeweils 42 Treffern, doch darunter sind 13 und 27 verwandelte Siebenmeter. „Schade, dass wir gegen Lübeck-Schwartau und Dormagen unglücklich verloren haben“, trauert die Nummer 13 der SG. „Aber die Zweite Liga wird bis zum Ende spannend bleiben, Gegen Zaporizhzhia haben wir gut gespielt – und wenn wir uns weiter steigern alle Chancen auf einen Spitzenplatz.“

Den hatte er auch von Atlético Madrid erwartet. Doch die Kicker seines Lieblingsklubs sind seit fünf Spielen sieglos. „Katastrophe“, ärgert sich der aus der spanischen Metropole stammende de la Peña. Nun drückt er seiner Nationalelf bei der WM in Katar die Daumen. „Wir sind nicht Topfavorit wie Brasilien, haben aber eine gute Mannschaft und können weit kommen.“ Einen Termin der „Furia Roja“ hat er sich in seinem Kalender dick angekreuzt: „Am 27. November haben wir ein Doppelspiel. Erst mit der SG in Dessau, danach mit Spanien bei der WM gegen Deutschland.“  bzh

 
 
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